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Philipp Böhm und sein SV Steinfurth sind in der Gruppenliga solide gestartet. NIC

Duell der Mittwoch-Sieger

(lab). Euphorie, Schmerz, Freude: In einer englischen Woche kann man sich davon gleich die doppelte Ladung abholen. Die Chance dazu besteht für die Fußballer der Gruppenliga Frankfurt-West am Sonntag. Obenauf sind nach den Spielen am Mittwoch gleich zwei Teams: Der SC Dortelweil und der SV Steinfurth holten sich unter der Woche den Kick des Sieges - und treffen nun am fünften Spieltag aufeinander.

Für den Rest der Wetterauer Klubs lief die Woche bisher ausbaufähig. Entsprechend wollen sich u. a. der FCO Fauerbach im Duell mit der TSG Niederrad und der Türk. SV Bad Nauheim gegen die Spfr. Friedrichsdorf steigern.

SC Dortelweil - SV Steinfurth (Sonntag, 15.30 Uhr): Zwei Saisonstarts, zwei unterschiedliche Meinungen. Während man beim SCD nach vier Partien noch mit der Performance der Mannschaft hadert, weiß Steinfurth seine bisher geholten Punkte zu schätzen. »Für mich persönlich läuft der Saisonstart bisher nach Plan, wir hatten vier bis fünf Punkte auf der Agenda. Besonders die Art und Weise der Mannschaft ist sehr zufriedenstellend«, sagt SV-Coach Suleyman Karaduman. Dortelweil dagegen sucht noch die eigene Top-Leistung, ist mit acht Punkten allerdings oben mit dabei - und gegen Steinfurth Favorit. Dennoch: »Von einem Pflichtsieg zu sprechen, würde nicht unsere Einstellung gegenüber dem Gegner widerspiegeln. Wir schauen überwiegend auf uns«, sagt Julian Mistetzky, Co-Trainer des SCD. Trotzdem sollen gegen Steinfurth natürlich Punkte her.

Auch die Gastelf aus dem Rosendorf weiß, dass es gegen den Mitfavoriten der Liga ganz schwer wird. »Ich zähle Dortelweil zu den drei stärksten Teams der Liga. Wir fahren aber immer mit dem Ziel, etwas mitzunehmen, zu den Spielen. Und gegen Dortelweil wäre das mindestens ein Punkt«, so Karaduman. Personell wird man dabei erneut auf viele junge Spieler aus der A-Jugend bauen, während die Dortelweiler mit der vollen Besetzung kalkulieren können.

Westend Frankfurt - SKV Beienheim (Sonntag, 15.30 Uhr): Die Beienheimer halten mit, schnuppern am Sieg, stehen nach vier Spielen aber noch ohne »Dreier« da. Es hat noch nicht sein sollen, vielleicht jetzt gegen Westend Frankfurt? »Wir sind guter Dinge für das Spiel, Westend ist aber ein sehr unorthodoxer Gegner. Die haben eine unangenehme Spielweise und können einem das Leben zur Hölle machen«, sagt SKV-Coach Matthias Tietz. Man weiß also, was auf einen zukommt und was man verbessern muss. Die Chancenverwertung war bisher oft das Manko. »Dass wir daran arbeiten müssen, zeigt schon mal, dass wir auf dem richtigen Weg sind«, sieht Tietz die Sache positiv. Für das Spiel in Frankfurt-Sondershausen muss er auf Leon Hirzmann verzichten. Die weiteren Teile der Mannschaft sind auch durch intensiven Physio-Einsatz fit.

FCO Fauerbach - TSG Niederrad (Sonntag, 15.30 Uhr): Drei Niederlagen in Folge für die Olympianer, es läuft noch nicht. Zuletzt ein 1:4 gegen die Spfr. Friedrichsdorf. Immerhin: »Die Leistung hat eigentlich gepasst, die Gegner waren schlichtweg cleverer«, sagt Spielausschuss-Vorsitzender Jürgen Güssgen. Demnach gilt es, das Positive mitzunehmen - zu wissen, dass man ohne die vielen Strafstöße der Gegner mehr hätte holen können. Und jetzt kommt Niederrad, ein vermeintlicher Gegner auf Augenhöhe. Die Frankfurter haben ebenfalls drei Punkte und zuletzt knapp gegen Stierstadt gesiegt. So trennt die beiden Teams aktuell noch nicht Mal die Tordifferenz, denn auch die ist identisch. Da gilt es nun für die Olympia, das Ruder herumzureißen. Mit Anikat Kumar (Urlaub) und Niklas van Beek, der noch einige Wochen verletzungsbedingt ausfällt, fehlen dem FCO dabei zwei Akteure.

FSV Friedrichsdorf - SV Gronau (Sonntag, 15.30 Uhr): Kurz ärgern, Mund abputzen, weitermachen. So lautet bestenfalls das Credo des SV Gronau nach der bitteren Pleite unter der Woche gegen Steinfurth. Da haderte man nach der Partie noch mit »blöden Fehlern«. So stehen da nun zwei Niederlagen in Folge, nachdem man eigentlich vielversprechend in die Saison gestartet war. Und gegen den FSV Friedrichsdorf wird es nicht leichter: Der Gegner hält sich nach drei Spielen mit vier Punkten im Mittelfeld auf. Im Duell unter der Woche offenbarte die Mannschaft allerdings ihre defensive Anfälligkeit und entging gegen Beienheim nur knapp einer Niederlage. Es könnte also eng werden für Gronau in Friedrichsdorf, wenn es für den SV nicht zuletzt darum geht, aus den eigenen Fehlern zu lernen.

Türk. SV Bad Nauheim - Spfr. Friedrichsdorf (Sonntag, 15.30 Uhr): Harte Tage für den Türk. SV. Nach dem Spitzenspiel am Donnerstag steht nun der nächste Topgegner vor der Tür: Die Spfr. Friedrichsdorf sind noch ungeschlagen und stehen mit zehn Punkten auf Platz zwei. Und Bad Nauheim scheint angeknockt. Die 1:4-Niederlage gegen Neu-Anspach ließ die Liga aufhorchen. Dennoch liegt es nun an der Mannschaft von Trainer Tufan Tosunoglu, direkt etwas entgegenzusetzen. Immerhin kehren bei Bad Nauheim einige Akteure in den Kader zurück. Da wären Punkte gegen die Topgegner nun doppelt wichtig - einmal für das Konto und einmal für den Kopf.

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