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Dudda: Ziel Bundesliga

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Julian Dudda trifft mit dem SV Werder Bremen II auf Borussia Mönchengladbach II.
Julian Dudda trifft mit dem SV Werder Bremen II auf Borussia Mönchengladbach II. © Red

(mn) Deutscher U17-Meister und U18-Nationalspieler 2010, Bundesliga-Debüt 2011. Dreijahresvertrag bei Eintracht Frankfurt - eine Profi-Karriere vor Augen. Julian Dudda aus Wöllstadt lebte seinen Traum.

Inzwischen ist es um den 22-Jährigen aber ruhig geworden. Verletzungen hatten den Innenverteidiger am Riederwald zurückgeworfen. Im Sommer 2013 entschied er sich deshalb für einen klaren Cut. Werder statt Eintracht, Bremen statt Frankfurt, 400 Kilometer weit weg von der Familie in der Wetterau.

Dudda hatte zunächst Mühe, in der Fremde Fuß zu fassen. »Die ersten Wochen und Monate musste ich mich erstmal an die neue Situation gewöhnen«, sagt er rückblickend. Statt in der Regionalliga wurde er in seinem ersten Jahr überwiegend in der Bremenliga eingesetzt. Jetzt aber, am Samstagabend, konnte der gebürtige Bad Nauheimer mit der U23 des Bundesligisten die Meisterschaft in der Regionalliga Nord feiern. »Aber nicht groß. Am Mittwoch geht’s ja schon weiter«, sagt Dudda. In der Aufstiegsrunde zur 3. Liga treffen die Hanseaten auf die U23 von Borussia Mönchengladbach, den Meister der West-Staffel. Auf »50:50« beziffert Dudda die Aufstiegschance. In 28 Spielen der Saison 2014/15 stand er im Kader, neunmal in der Start-Elf und kommt auf 788 Minuten Spielzeit.

Gleich am zweiten Tag der Saisonvorbereitung verletzte sich der Linksfuß, musste am Meniskus operiert werden. Die Vorrunde war quasi gelaufen. Unter Alexander Nouri, der auf Viktor Skripnik folgte, erkämpfte sich der 1,91 Meter große Abwehrspieler zwischenzeitlich einen Stammplatz, pendelte zuletzt zwischen Ersatzbank und seinem eigentlichen Arbeitsplatz, dem eigenen Strafraum. Die U23 des Hamburger SV, im Herbst eigentlich schon enteilt, hat Werder abfangen können, auch den VfL Wolfsburg, den zweiten großen Rivalen, im Schlussspurt hinter sich gelassen. »Wir wollen hoch, keine Frage. Aber wir haben nicht den Druck anderer Teams. Der Fokus in Bremen liegt natürlich auf der Bundesliga-Mannschaft«, sagt der Wetterauer Bub. Sein Vertrag mit Werder läuft zum Saisonende aus, die Zukunft ist noch völlig offen. »Ich fühle mich sehr wohl in Bremen. Hier könnte ich auch die nächsten zehn Jahre noch wohnen«, sagt Dudda im WZ-Gespräch.

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Sie mussten verletzungsbedingt immer wieder pausieren. Zweifelt man in dieser Zeit dran, sich wirklich im Profi-Bereich etablieren zu können?

Julian Dudda: Nein. Erstaunlicherweise habe ich mir mit 17, 18 Jahren darüber mehr Gedanken darüber gemacht. Jetzt bin ich da entspannter, positiver. Ich bin jetzt 22 Jahre alt und noch jung genug, das Ziel Bundesliga vor Augen zu haben. Mit 25, 26 Jahren werde ich dann sehen, ob es gereicht hat oder nicht.

Sie haben die Wetterau vor zwei Jahren verlassen, den erhofften Durchbruch in Bremen allerdings nicht geschafft. Rückblickend: War der Wechsel die richtige Entscheidung?

Dudda: Ja. Auf jeden Fall. Als Mensch hat es mich auf jeden Fall nach vorne gebracht. Und wohin es mich sportlich gebracht hat, wird auch die Zukunft zeigen.

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Geburtsdatum 8. April 1993

Geburtsort Bad Nauheim

Alter 22 Jahre

Größe 1,91 Meter

Position Innenverteidiger

Fuß links

Verein SV Werder Bremen U23

Vertrag bis 30. Juni 2015

Bisherige Vereine: JSG Wöllstadt, JSG Echzell, TSG Wölfersheim, FSV Frankfurt, Eintracht Frankfurt.

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