Duathlon auf Mindestabstand

  • vonTanja Weber
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(web). 200 Teilnehmer werden am Sonntagmorgen in Büdingen zum ChariTria erwartet. Anstatt eines Triathlons geht es vor dem Freibad im Duathlon über zwei Distanzen auf die Strecke. Zuschauer sind dabei nicht gewünscht.

Gestartet wird natürlich mit Abstand: "Zum ersten Lauf über 10 Kilometer müssen sich unsere Teilnehmer einzeln aufstellen. Alle 20 Sekunden geht ab 9 Uhr ein Athlet auf die Fünf-Kilometer-Runde durch die historische Altstadt", sagt Markus Reutzel aus dem Organisationsteam. Zweimal bis Rinderbügen auf der gesperrten Straße treten die Zweikämpfer der olympischen Distanz in die Pedale. Mit 38 Radkilometern in den Beinen werden die finalen 2,5 Kilometer gerannt. Wenn die Athleten der längeren Strecke auf dem Rad sitzen, dürfen sich die Jedermänner auf den halben Distanzen austoben.

Hochkarätig besetzt ist das Startfeld sowohl bei den Frauen als auch den Männern: Lokalmatador Michael Lik (SV Gelnhausen/VR Bank MKB), mehrfacher deutscher Meister über die Kurz- und Mitteldistanz, trifft auf Simon Huckestein (Triathlon Wetterau). Huckestein läuft die 10 000 Meter unter 31 Minuten und hat seit diesem Jahr die Profilizenz. Allerdings: "Ob ich am Samstag starte, ist noch nicht ganz klar", sagt Lik. Den 42-Jährigen plagen seit einigen Tagen Wadenprobleme.

Die mehrfache Hessenmeisterin und talentierte Läuferin Laura Martin (ADAC Sportclub Main Kinzig), Rebecca Huckestein (Triathlon Wetterau) oder Jenny Hänseroth (Helaba BSG Triathlon) mischen über die olympische Distanz sicherlich ganz vorne mit.

Keine Zuschauer

"Wir hatten im Vorfeld viele Dinge zu klären", erklärt Reutzel. "Beim Betreten des Veranstaltungsgeländes müssen wir bei den Teilnehmern Fieber messen." Alles läuft kontaktlos ab, egal ob durch Startnummern festgelegte Zutrittszeiten zum Abholen der Startunterlagen und Betreten der Wechselzone oder die selbstständige Aufnahme der Startunterlagen und Plastikbecher auf der Laufstrecke. "Zwei Corona-Beauftragte sind zudem auf dem Gelände unterwegs und schauen, ob die Athleten sich an die Hygieneregeln halten. Auf der Laufstrecke beobachten Helfer mit Trillerpfeife ausgestattet auf dem Rad die Zuschauersituation, um Ansammlungen zu verhindern.

"Besondere Sorge macht mir die Situation rund ums Freibad", sagt Reutzel. "Dieses hat trotz des Rennens geöffnet. Ich hoffe, dass sich nicht zu viele Personen ansammeln." Die Parkplatzsituation sei darum auch kritisch, Reutzel rät den Teilnehmern, lieber etwas weiter weg zu parken. "Wir freuen uns trotzdem und sind stolz, dass wir trotz aller Hürden den Teilnehmern ein hoffentlich unvergessliches Rennerlebnis bieten können."

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