Auf Erfolgskurs: Alit Usic (Mitte), der als Kapitän des Hessenligisten Türk Gücü Friedberg auf das Spielfeld führt. FOTO: JAUX
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Auf Erfolgskurs: Alit Usic (Mitte), der als Kapitän des Hessenligisten Türk Gücü Friedberg auf das Spielfeld führt. FOTO: JAUX

Drittes Spiel, dritter Sieg?

(ace). Nach der ersten englischen Woche in der Fußball-Hessenliga geht es für die beiden heimischen Vertreter in Hessens Beletage am Sonntag mit dem vierten Spieltag weiter. Während der FV Bad Vilbel um 17 Uhr am Niddasportfeld den Vorjahresaufsteiger Rot-Weiß Walldorf empfängt, ist Türk Gücü Friedberg zwei Stunden vorher ebenfalls bei einem Gegner gefordert, der erst im zweiten Jahr in der Spielklasse zugegen ist. Die Reise führt die Friedberger in die Region Fulda zum SV Neuhof.

Zwei Spiele - zwei Siege und Tabellenplatz vier als Momentaufnahme. Dazu noch das Nachholspiel vom ersten Spieltag beim Hanauer FC in der Hinterhand. Der Saisonstart von Türk Gücü Friedberg kann als gelungen bezeichnet werden. Am Donnerstag gab es nach dem 3:2-Heimerfolg gegen den Hünfelder SV auch im ersten Auswärtsspiel die volle Punktzahl. Beim VfB Ginsheim hatten die Akteure von TG-Coach Carsten Weber buchstäblich alles im Griff und feierten am Mainspitz-dreieck einen lockeren 3:0-Sieg. Ohne den verletzten Spielmacher Timo Cecen war der Erfolg auf dem Kunstrasenplatz in Ginsheim-Gustavsburg zu keiner Zeit gefährdet. Und auf den langfristigen Ausfall Cecens hatte der Verein mit dem Blitztransfer von Haluk Arslan vom westfälischen Oberligisten TuS Erndtebrück umgehend reagiert. Der Mittelfeldspieler kam gleich von Beginn an zum Einsatz und stellt auch für die Partie in Neuhof eine Option dar.

Auf dem Rasenplatz im Schatten des Kaliberges erwartet die Friedberger Delegation ein Gegner, der entgegen aller Prognosen zu Saisonbeginn in drei Partien sechs Zähler eingefahren hat. Zuletzt gelangen dem Team von Trainer Alexander Bär auswärts je ein 1:0-Sieg in Walldorf und Hünfeld. Zuvor hatte man daheim gegen Bad Vilbel mit 0:1 verloren. Defensive Stabilität dürfte in Neuhof beim Kontrahenten also die wichtigste Rolle spielen, was das Torverhältnis von 2:1 dokumentiert. TGF-Pressesprecher Selim Karanfil kann den Gegner, der viele osteuropäische Akteure in seinen Reihen führt, schwer einschätzen: "Gerade deswegen müssen wir achtsam auftreten. Die haben gezeigt, dass sie was können. Wenn wir an unsere Leistungen anknüpfen, sollten wir was mitnehmen können."

Türk Gücü Friedberg: Koob (Hinterkopf) - Scheffler, Biber, Auer, Eren, Usic, Printemps, Arslan, Weigand, Michel, Schorr. (Häuser, Lee, Fukuhara, Dudda, Häuser, Hagley).

Der FV Bad Vilbel kann trotz der letztlich zu hoch ausgefallenen ersten Niederlage am Dienstag beim Hanauer FC (1:4) mit dem Saisonstart leben. Vier Punkte aus drei Spielen und Rang zehn geben aktuell noch nicht viel Anlass zur Sorge. Auch wenn mit den punktgleichen Walldorfern am Sonntagabend ein Gegner aufkreuzt, der unter der Woche mit dem 7:1-Sieg beim Aufsteiger 1. FC Erlensee für einen Paukenschlag sorgte.

Um gegen die Mannschaft aus dem Kreis Groß-Gerau zu bestehen, müssen die haarsträubenden Abwehrfehler der Hanau-Partie dringend abgestellt werden. FV-Trainer Amir Mustafic bezeichnete diese als "desolat und amateurhaft". Auf der anderen Seite wurden Torchancen en masse teilweise aus kürzester Distanz kläglich vergeben. Seine neu formierte Mannschaft hätte "bei vier hundertprozentigen Chancen mehr Tore erzielen müssen." Gleichwohl sei es klar gewesen, dass "Rückschläge kommen. Wir müssen uns nun schütteln und gegen Walldorf anders auftreten."

Die Mannschaft von Trainer Max Martin schätzt der Coach als ein Team ein, "dass ganz anders spielt als Hanau. Sie machen viel Tempo und spielen aggressiver. Es wird ein schwieriges Spiel."

FV Bad Vilbel: Orband (Hinterkopf) - Tiago, Tochihara, Saso, Gashi, Bouembe, Toskovic, Emmel, Biehrer, Safaridis, Thielmann (Hamzic, Dogan, Knauer, Boukayouh, Lahchaychi, Tekie).

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