Gruppenliga-Hit

Dritter Dortelweil empfängt Zweiten Bornheim

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Durch die Konstellation in der Gruppenliga kann der SC Dortelweil als Dritter noch vom Aufstieg träumen. Am vorletzten Spieltag ist die SG Bornheim/GW zu Gast, die noch bessere Chancen hat.

Geht’s in der Gruppenliga Frankfurt-West um den direkten Weg in Richtung Verbandsliga-Süd, hält die SG Bornheim/GW nach dem Aufstiegsverzicht des aktuellen Spitzenreiters FC Kalbach angesichts eines komfortablen Sechs-Punkte-Polsters auf den Rangdritten SC Dortelweil gewiss alle Trümpfe in der Hand. Es fehlt aus zwei Partien noch ein Punkt, und für die Fußballer aus dem Frankfurter Stadtteil wäre der größte Erfolg der jüngeren Vereinsgeschichte unter Dach und Fach. Doch SG-Trainer Maik Rudolf und seine Mannschaft sind gut beraten, den Tag nicht vor dem Abend zu loben. Sollten die Bornheimer nämlich am Sonntag im Gipfeltreffen beim SC Dortelweil leer ausgehen und am finalen Spieltag auch das Duell gegen den Rangfünften Spfr. 04 Frankfurt in den Sand setzen, würden die Dortelweiler mit einem Sieg am letzten Spieltag beim FSV Friedrichsdorf nach Punkten gleichziehen und hätten aufgrund des direkten Vergleichs in der Endabrechnung die Nase vorne.

Dass es tatsächlich so kommt, ist jedoch eher nicht zu erwarten. Viel wahrscheinlicher ist: Bornheim steigt auf, während sich für die Relegationsrunde neben Dortelweil (3./57) auch die Spvgg. 05 Oberrad (4./56 – empfängt den FC Neu-Anspach) und die punktgleichen Sportfreunde 04 (zu Hause gegen TuS Merzhausen) alle Optionen offen halten wollen. In der Abstiegszone wird dem VfB Friedberg (16./26) ein Heimsieg über den ebenfalls gefährdeten Tabellennachbarn FV Hausen (15./27) vermutlich nichts mehr bringen. Derweil kann der im sicheren Mittelfeld rangierende SKV Beienheim (10./41) der Auswärtshürde beim SV BKC Bosnien stress- und sorgenfrei begegnen.

VfB Friedberg – FV Hausen (Sonntag, 15 Uhr): Weil die Burgfeld-Elf in 2018 noch kein Spiel gewonnen hat (zwei Remis, zehn Niederlagen), sind die Chancen auf den Gruppenliga-Klassenerhalt für die Kreisstädter, die am finalen Spieltag planmäßig pausieren, nur noch gering und erfordern mehrere Bedingungen: Nur drei Direktabsteiger, ein Sieg am Sonntag gegen den FV Hausen, kein Hausener Erfolg am letzten Spieltag über Schlusslicht Griesheim, nur ein Punkt für den FV Stierstadt aus den Duellen gegen Friedrichsdorf und Seckbach. "Ich bin Realist. Für uns ist der Zug mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit abgefahren", gibt sich VfB-Trainer Toni Tsiakalos keinen Illusionen hin. Gegen die Hausener Truppe, der nach drei Auswärtsniederlagen in Folge das Wasser ebenfalls bis zum Hals steht, ist die Personalnot für ihn angesichts weiterer Ausfälle (David Clement, Maker Al Towaity) erneut groß, obwohl Defensivmann Lukas Kögler nach abgelaufener Sperre wieder dabei sein wird. – Hinspiel: 5:1.

VfB Friedberg: Cirak, Maouche, Rack, Kögler, Haase, Krank, Schäfer, Emrovic, Fedler, Ware, Yasaroglu, Becker, Bauer, Yankov.

SC Dortelweil – SG Bornheim/GW (Sonntag, 15 Uhr): SCD-Chefcoach Markus Beierle weilt beruflich im Ausland. Sicher ein Handicap fürs Dortelweiler Team, aber beim Schlagabtausch der beiden besten Teams seit der Rückrundenfortsetzung – Dortelweil: 8/2/1, Bornheim: 10/0/2 – beileibe kein Beinbruch. Denn Hans Wrage, Trainer der zweiten Mannschaft und künftiger sportlicher Leiter, saß bereits zweimal auf der Bank und gab bei den hohen SCD-Auswärtssiegen in Nieder-Erlenbach (6:0) und Oberstedten (5:0) erfolgreich die Marschroute vor. "Taktisch und personell werden wir ein wenig umbauen, um den Bornheimern beizukommen", verrät er. Es gelte, die Option bezüglich der Aufstiegsrelegation nicht aufs Spiel zu setzen: "Alle Kaderspieler sind gesund und munter. Ich rechne mit einer ganz engen Kiste, in der Kleinigkeiten den Ausschlag geben können." – Hinspiel: 2:2.

SC Dortelweil: Rühl (Langlitz), Polotzek, Eiwanger, Müller, Assheuer, Cholewa, Wiemann, Pröckl, Dobios, Dogot, Vancura, Karagöz, Arnold, Mouhaman, Bittner, Oliver Steffen, Ljujic (?).

SV BKC Bosnien – SKV Beienheim (Sonntag, 15 Uhr): Obwohl der Klassenerhalt für die Beienheimer Fußballer längst beschlossene Sache ist, verfolgen sie nach Angaben von Trainer Karl-Heinz Stete noch ein ganz spezielles Ziel. "Platz zehn, auf dem wir derzeit rangieren, ist zwar aller Ehren wert, aber eine einstellige Tabellenposition liegt in Reichweite. Ich denke, diese Gelegenheit sollten wir uns nicht entgehen lassen", erklärt der scheidende SKV-Coach, der in der kommenden Runde den Verbandsligisten FSV Fernwald trainieren wird. Gegen die Frankfurter Bosnier fehlt Stammkeeper Michael Eckhardt, während Casia Lancine Kamara wieder ins offensive Mittelfeld rückt. "Dadurch gewinnt der Angriff an Durchschlagskraft und erhöht unsere Chancen auf den 13. Saisonsieg", sagt Stete. – Hinspiel: 1:4. - SKV Beienheim: Moesser, Eder, Pllana, Serge Mouzong, Timon Wolf, Cakiqi, Daniel Friede, Pircek, Kamara, Michalak, Hirzmann, Florian Mazllomaj, Dominik Friede, Marco Mouzong.

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