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Bastian Kucis, hier gegen Dresdens Timo Walther, ist bester Bad Nauheimer bei der 1:4-Niederlage.

Eishockey

EC Bad Nauheim kassiert 1:4 bei Dresdner Eislöwen

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Nach dem eindrucksvollen Derby-Sieg gegen Kassel ist der EC Bad Nauheim auch bei den Dresdner Eislöwen auf einem guten Weg gewesen. Doch dann kamen fünf furchtbare Minuten.

Nach der Kassel-Lust kam der Dresden-Frust. Der EC Bad Nauheim hat sein Auswärtsspiel bei den Dresdner Eislöwen in der Deutschen Eishockey-Liga 2 mit 1:4 (1:1,0:3,0:1) verloren. Mike Card brachte den EC im ersten Drittel in Führung, im zweiten Abschnitt holte Dresden innerhalb von fünf Minuten die Partie mit Toren von Sebastian Zauner und einem Doppelschlag von Petr Pohl auf seine Seite. Mit seinem dritten Tor markierte Pohl kurz vor Schluss den Endstand. Am Montag geht es in Kaufbeuren (19.30 Uhr) weiter. 

"Wir haben gut begonnen, aber danach waren wir zu harmlos. Wir haben viele Chancen liegen gelassen, das 2:2 auf dem Schläger gehabt. Nach dem 1:3 waren wir nicht mehr in der Lage, das Spiel zu drehen", sagte EC-Trainer Christof Kreutzer.

"Ein verdienter Sieg für uns. Bastian Kucis im Bad Nauheimer Tor war sehr stark. Die zwei Tore kurz nacheinander waren das Wechselmoment im Spiel", sagte Eislöwen-Coach Rico Rossi.  

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Torwart Bastian Kucis, an diesem Abend Bad Nauheims bester Akteur, kam zu seinem vierten Saisonspiel für den EC und stand in den ersten Minuten gleich im Blickpunkt. Dresden startete mit viel Druck in die Partie und prüfte den Schlussmann der Bad Nauheimer mehrmals. Die Roten Teufel brauchten bis zur sechsten Spielminute, ehe Luis Üffing bei einem Konter die erste Chance für die Gäste hatte. Die Eislöwen kreierten in der Summe zwar die klareren Chancen, das erste Tor schoss aber Bad Nauheim. Dresdens Timo Walther scheiterte zunächst in Überzahl am erneut stark reagierenden Kucis, der das kurzzeitig offene Tor doch noch irgendwie vernagelte (10.). Auf der anderen Seite traf Mike Card im Powerplay nach exakt elf Spielminuten von der blauen Linie. 

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Auch im zweiten Drittel agierte Dresden zunächst mit mehr Zug zum Tor, aber weiterhin uneffektiv. Die Roten Teufel schenkten zweimal den Puck leichtsinnig im eigenen Drittel her, löschten die Situationen mit großem Einsatz aber rechtzeitig. Zwischendurch vergab Jared Gomes alleine vor Marco Eisenhut im Dresdner Tor die Chance zum 2:0 - alles innerhalb von 30 Sekunden (25.). Innerhalb von 14 Sekunden drehte Dresden dann plötzlich den Spielstand. Erst besorgte Sebastian Zauner mit einem satten Schuss unters Lattenkreuz den mittlerweile überfälligen Ausgleich, vom Anspiel weg machten sich die Sachsen auf den Weg zum Führungstreffer, den Petr Pohl markierte (30). Alles freundlich begleitet von der Bad Nauheimer Defensive.  

Der EC stand nun mächtig unter Beschuss und durfte sich bei Kucis bedanken, dass Mario Lamoureux zwei Minuten später nicht das dritte Tor für Dresden erzielte. Das erledigte dann aber Pohl, der in Überzahl einmal ungestört über die Eisfläche fahren durfte und die Scheibe über den Schoner von Kucis über die Linie brachte (35.). Offensiv gelang dem EC nicht mehr als ein Schuss von Combs, der aus spitzem Winkel nur den Außenpfosten des leeren Tores traf. Es wäre das 2:2 gewesen. 

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So musste der EC einem Zwei-Tore-Rückstand hinterherlaufen; und mühte sich vergeblich. Zwar setzte Dresden nun kaum noch offensive Akzente, doch die Roten Teufel fanden keine Lücke mehr in der Eislöwen-Abwehr. Erst in der 57. Minute stand Combs plötzlich alleine vor Eisenhut, scheiterte aber auch diesmal. Zwei Minuten vor Schluss nahm Kreutzer Kucis vom Eis, Pohl setzte wenige Sekunden später den Schlusspunkt.

Im Stenogramm

Dresden: Eisenhut - Zauner, Lavallee, Dotzler, Hanusch, Flade, Kramer, Uplegger - Ritter, Lamoureux, Pohl, Mitchell, Huard, Knackstedt, Rupprich, Pielmeier, Walther, Kiss, Knobloch, Jentsch

Bad Nauheim: Kucis - Ketter, Sekesi, Kokkila, Card, Slaton, Gnyp, Heyer - Bires, Gomes, Pauli, Kahle, El-Sayed, Combs, Üffing, Strodel, Ratmann, Palka, Bindels, Cornett

Tore: 0:1 (12.) Card (Gomes, El-Sayed), 1:1 (30.) Zauner (Mitchell, Knackstedt), 1:2 (30.) Pohl (Ritter, Hanusch), 1:3 (35.) Pohl (Walther), 1:4 (58./EN) Pohl (Ritter, Hanusch)

Schiedsrichter: Klein/Lenhart

Strafminuten: Dresden: 12. - Bad Nauheim: 8.

Zuschauer: 4412 (ausverkauft)

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