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Dresdner Eislöwen brüllen zum Auftakt

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(vs/cb) Das erste Bully zur neuen Eishockey-Saison gibt's heute Abend um 20 Uhr zu sehen. Im ersten Testspiel erwarten die Oberliga-Cracks des EC Bad Nauheim die Eislöwen aus Dresden, die als Zweitliga-Aufsteiger ihre Visitenkarte im kurstädtischen Eisstadion abgeben werden.

Während die Hessen seit gut einer Woche im Training sind, stehen die Sachsen bereits seit dem 4. August auf dem Eis. Zudem absolvierte das Team von Trainer Jan Tabor schon zwei Vorbereitungsspiele im Rahmen des Dorint-Cups. Beide Partien gingen verloren. Zunächst gab's ein 4:7 gegen den DEL-Club Nürnberg und dann ein knappes 2:3 gegen den späteren Sieger Mountfield.

Allerdings zeigten die brüllenden Eislöwen aus Sachsen starke Frühform gegen die höherklassigen Gegner. Das große Plus der Sachsen ist die Konstanz des Kaders, der weitgehend zusammen geblieben ist. Lediglich vereinzelte Positionen wurden gezielt verstärkt. So beispielsweise auf der Torhüter-Position, die der Ex-Teufel David-Lee Paton besetzt. Das Gros des Teams, das letzte Saison bereits Zweitliga-Format hatte, blieb jedoch zusammen.

Ein wenig anders sieht es da schon bei den Hessen aus, die gleich elf Neuzugänge integrieren müssen. Und die kommen mit einigen Vorschusslorbeeren nach Bad Nauheim.

So empfahl sich beispielsweise Lanny Gare durch seine Zeit in Weißwasser mit zahlreichen Scorerpunkten, während die Kanadier Ryan Hare und Chris Eade aufgrund ihrer bisherigen Laufbahn in Nordamerika die hessische Kurstadt als Sprungbrett für höhere Aufgaben sehen. Aber auch von den letztjährigen Leistungsträgern, die ihre Verträge in Bad Nauheim verlängerten, wird einiges erwartet, um den angestrebten Schritt nach vorne zu machen. Für Furore sorgte zudem auch die noch schnell unter Dach und Fach gebrachte Verpflichtung von Sven Gerbig, der zuletzt in der DEL für Iserlohn und Kassel auflief und somit wichtige Erfahrung mitbringt.

Der ehemalige VfL-Fußballer Horst Aletter hat hierzu den entscheiden Tipp gegeben. Im Fitness-Treff von Andreas Lindemann stählt der 68-Jährige Bad Nauheimer wie Gerbig regelmäßig die Muskulatur. Aletters Anruf in der WZ-Sportredaktion hat schließlich den Stein ins Rollen gebracht: »Wisst ihr eigentlich, dass Sven Gerbig hier trainiert, und dass er zurzeit keinen Verein hat«, ließ Aletter wissen. Schnell war der Kontakt zur EC-Führung hergestellt. Sven Gerbigs Verpflichtung war perfekt. Wie die Reihen im ersten Spiel stehen werden, weiß EC-Coach Fred Carroll verständlicherweise noch nicht genau. »Bevor wir gegen Dresden antreten, werden wir gerade mal drei Stunden zusammen auf dem Eis gestanden haben«, sagte Fred Carroll. Dennoch hat er schon konkrete Vorstellungen, wie die erste Reihe besetzt werden könnte. In der Abwehr sieht er Patrick Gogulla und Chris Eade vor, während Kevin Lavalle, Lanny Gare und Tobias Schwab im ersten Angriff eingesetzt werden. Für die zweite Sturmreihe stehen Sven Gerbig, Ryan Hare und Eric Haiduk bereit.

»Die Mischung im Team stimmt, und ich bin mir sicher, dass wir einiges bewegen können«, sagt EC-Coach Fred Carroll, der im Frühjahr mit einem Zwei-Jahres-Vertrag ausgestattet wurde. Der frühere EC-Profi hat exakte Vorstellungen, so dass er sich sein Wunschteam im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten zusammenstellen konnte.

Nach der tollen Rückrunde in der letzten Spielzeit unter der Regie von Carroll erwarten die EC-Fans mit Spannung die neue Spielzeit, da kommt der Auftakt gegen einen Zweitligisten gerade recht, um eine erste Standortbestimmung erhalten zu können. »Nach nur drei Trainingseinheiten auf dem Eis kann man zwar noch nicht allzu viel sagen, aber wir werden trotzdem unser Bestes geben«, sagt Stürmer Jan Barta, der bereits am frühen Samstagmorgen mit seinem Team ins sächsische Jonsdorf zum zehntäigen Trainingslager aufbrechen wird.

»Wir freuen uns, dass es endlich wieder losgeht«, sagt Barta stellvertretend für die komplette Mannschaft. Anlässlich des Saisonauftaktes wird es am Freitag im Stadion eine kleine Eröffnungsfeier geben, so ist Einlass bereits 90 Minuten vor dem Anpfiff, um sich bei DJ-Musik und fetzigen Rhythmen ein wenig auf das Match einzustimmen. Das neue Team wird dann beim Einlauf professionell präsentiert, und nach dem Spiel gibt es im Stadion-Restaurant »Teufelsküche« genügend Gelegenheit, um die Spieler persönlich kennenzulernen, mit ihnen zu sprechen oder sich Autogrammwünsche zu erfüllen. Außerdem haben die RT-Verantwortlichen in der ersten Drittelpause eine echte Überraschung im Programm, so dass sich ein Kommen zum Auftakt der neuen Eiszeit lohnt.

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