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Dreikampf und Streckenrekord beim Wintersteinlauf

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Ein Streckenrekord von Kerstin Bertsch sowie ein packender Dreikampf mit zwei heimischen Läufern über 30 Kilometer – und 771 Läufer mit Walkern im Ziel über die drei Distanzen. Der 38. Volkslauf Rund um den Winterstein bei perfektem Läuferwetter war für Aktive und den Veranstalter ASC Marathon Friedberg ein Erfolg.

Über 30 Kilometer eilten Vorjahressieger Björn Kuttich vom TuS Griesheim, Rekord-Champion Marco Diehl vom DVAG-Marathon Team und Benedikt Heil von der LG Ovag Friedberg-Fauerbach zunächst vorneweg. Doch am Anstieg zum Munitionslager zwischen Kilometer elf und 15 fiel das Trio auseinander. Kuttich eilte davon und strebte der Titelverteidigung entgegen, die er in 1:48:14 Stunden realisierte. Damit war er fünf Minuten schneller als im Vorjahr auf der Schneepiste. »Das lief ganz rund«, bilanzierte Kuttich, der im Sommer ernut beim Brüder-Grimm-Lauf vorne dabei sein möchte.

Marco Diehl hatte sich unterdessen ohne große Mühe von seinem Vereinskollegen Benedikt Heil gelöst, die beiden feierten gemeinsam schon Erfolge in der Mannschaft bei den Deutschen Marathon-Meisterschaften. Diehl, für das Team eines Sponsors startend, lief nach 1:50:28 Stunden wie im Jahr 2008 auf Rang zwei ein, zwischen 2005 und 2012 hat Diehl den Wintersteinlauf fünfmal gewonnen. »Die Zeit lag exakt im Bereich meiner Erwartungen«, sagte der 44-Jährige, der zuvor bei sechs Teilnahmen unter 1:50 Stunden geblieben war, auch in diesem Jahr wieder eine zweistellige Anzahl von Marathons geplant hat und in der vergangenen Woche beim Frankfurter Halbmarathon unter 1:15 Stunden geblieben war.

Weitere zwei Minuten verlor Benedikt Heil, der am Donnerstag aus einem Radtrainingslager auf Mallorca zurückgekommen war. »Wir sind fast 1000 Kilometer radgefahren. Das habe ich am Berg und im weiteren Verlauf gemerkt«, bilanzierte Heil, der zum zweiten Mal über 30 Kilometer nach 2009 (Zweiter hinter Diehl) auf das Podest lief.

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Bei den Frauen war Kerstin Bertsch von Asics Frontrunner SSC Hanau-Rodenbach deutlich favorisiert, die 26-Jährige ist in diesem Jahr schon eine 36er-Zeit auf zehn Kilometer gelaufen und bereitet sich auf einen Marathon vor. In 1:59:23 Stunden lief sie auf den starken zehnten Platz im Gesamteinlauf und schaffte es damit sogar, den 14 Jahre alten Streckenrekord von Veronika Ulrich um über eine halbe Minute zu unterbieten. Die mehrfache Oberhessencup-Siegerin war erstmals am Winterstein am Start. »Die letzten zehn Kilometer gingen richtig flott, da bin ich unter 38 Minuten geblieben«, erklärte die Heusenstammerin. Rang zwei ging an Lea Bäuscher, die Siegerin von 2012. Musste die Athletin der LG Ovag Friedberg-Fauerbach im Vorjahr einer Profitriathletin den Vortritt lassen, wurde sie gestern nur von einer Berglauf-Kaderkollegin besiegt. »Die Beine waren etwas schwer«, sagte die 31-Jährige, die kürzlich im Traininglager weilte und am Vortag einen 8,1-Kilometer-Berglauf in Wiesbaden als Siegerin beendete.

{newPage}Die Mannschaftswertungen über die Königsdistanz waren eine klare Angelegenheit für die Fauerbacher Teams. Benedikt Heil, Jörg Jung und Michael Thyssen bei den Männern sowie Bäuscher, W50-Siegerin Monika Schmidt (Vierte gesamt) und Mona Winter bei den Frauen sorgten für klare Angelegenheiten. Die Männer brauchten dabei nicht mal Streckenrekordhalter Philipp Ratz und den vielfachen Sieger aus den 90er-Jahren Jochen Rolle, die beide nicht ins Ziel kamen.

Über zehn Kilometer lief Sven Bartels ein einsames Rennen und kam zum siebten Mal auf das Podium, zum zweiten Mal nach 2012 dabei als Sieger. Der Triathlet benötigte 34:59 Minuten und hatte damit einen komfortablen Vorsprung auf die auswärtige Konkurrenz auf dem Podium. Bei den Frauen wurde Vorjahressiegerin Gina Schürg vom TSV Friedberg-Fauerbach in 41:13 Minuten Zweite hinter Franziska Rachowski vom TSV Krofdorf-Gleiberg. Schnellste Läufer über fünf Kilometer waren Thomas Thyssen von Grün-Weiß Kassel und Chiara Neeb vom TSV Friedberg-Fauerbach.

Mit 771 Finishern pendelte sich die Beteiligung in etwa auf dem Niveau vor zwei Jahren ein. Im vergangenen Jahr hatten Schnee und Eis für eine deutlich reduzierte Teilnehmerzahl gesorgt. Insbesondere mit der Quantität im Lauf über zehn Kilometer (224) waren die Organisatoren zufrieden. 478 Läufer nahmen die 30 Kilometer lange Strecke rund um den Winterstein in Angriff, die Königsdisziplin und Namensgeber des 40 Jahre alten Volkslauf. 55 Teilnehmer gingen auf die Wendepunktstrecke über fünf Kilometer.

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