Tim Stahl und der SC Dortelweil bekommen es am Sonntagnachmittag mit der formstarken Mannschaft des FC Neu-Anspach zu tun.
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Tim Stahl und der SC Dortelweil bekommen es am Sonntagnachmittag mit der formstarken Mannschaft des FC Neu-Anspach zu tun.

Für drei Wetterauer Teams zählt jeder Punkt

  • Uwe Born
    vonUwe Born
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(ub). Halbzeit in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt-West. Vor dem Start in die Rückrunde verfolgen jene sechs Mannschaften, die dort den Fußballkreis Friedberg vertreten, unterschiedliche Ziele: Der SC Dortelweil (33 Punkte - empfängt am Sonntag den auf Position vier platzierten FC Neu-Anspach) gilt als aktueller Rangdritter zusammen mit dem Tabellenzweiten Usinger TSG (35 Zähler) als Anwärter auf die Vizemeisterschaft, wobei Titelträume angesichts der Ausnahmestellung des Spitzenreiters Spvgg. 05 Oberrad (45) mit großer Wahrscheinlichkeit bereits auf der Strecke geblieben sind. Zwei weitere Teams aus der Wetterau, der Türkische SV Bad Nauheim (7./28 - gastiert bei der TSG Niederrad) und der SKV Beienheim (9./24), sind nach den Eindrücken aus den ersten vier Saisonmonaten für (ganz) vorne zu schwach und für hinten zu stark, während sich das Wetterau-Trio SV Gronau (13./17), FC Olympia Fauerbach (14./15) und FC Karben (17./14) zusammen mit fünf weiteren Mannschaften ausschließlich auf den Kampf gegen den Abstieg konzentrieren muss.

Weil gerade mal vier Punkte Differenz zwischen Platz zehn (TSG Niederrad) und Schlusslicht FC Karben ein permanentes Hauen und Stechen erwarten lassen, stehen am 19. Spieltag am Sonntag sowohl der SV Gronau vor eigenem Publikum gegen die punktgleiche Spvgg. 03 Fechenheim als auch der ebenfalls Heimrecht genießende FC Karben gegen den Ex-Verbandsligisten aus Usingen und der FC Olympia Fauerbach im Derby gegen den SKV Beienheim unter Druck. Getreu der Devise: Jeder Punkt zählt.

FC Olympia Fauerbach - SKV Beienheim (Sonntag, 14.45 Uhr):Innenverteidiger David Clement und Mittelfeldspieler Niklas Beier rücken wieder in den Kader, also kann Fauerbachs Spielertrainer Andreas Baufeldt Bestbesetzung aufbieten. "Nach drei Unentschieden in den letzten vier Spielen wird’s Zeit, dass wir mal wieder den optimalen Ertrag holen", meint der FCO-Übungsleiter. Ein Wunsch, der angesichts der eklatanten Beienheimer Auswärtsschwäche (ein Remis, sechs Niederlagen) durchaus Wirklichkeit werden könnte. Dass SKV-Trainer Sebastian Spisla diesen Plan dennoch durchkreuzen möchte, versteht sich von selbst: "Der tiefe Boden auf dem Elachfeld sollte eigentlich kein Nachteil für uns sein. Platzverhältnisse dieser Art kommen uns entgegen", sagt er. Neben Serge Mouzong (letztmals gesperrt) und Stürmer Leon Hirzmann (Bandscheibenvorfall) muss Spisla auch auf Stammkeeper Nils Kitler verzichten. Diagnose: Meniskusanriss - Zwangspause bis zum Jahresende. - Hinspiel: 1:4.

FCO Fauerbach: Jens Michalak (Krämer), Sarkisjan, Botschek, Clement, Muntean, Walther, Beier, Chekmazov, Bodea, Wischtak, Baufeldt, Kumar, Ishii, Tarik Tosunoglu, Glaßl, Lupica Coniglio. - SKV Beienheim: Tazokas, Eder, Hare, Heck, Kuhn, Pllana, Yigit, Calla, Paradzik, Fatih Uslu, Mike Michalak, Patzwald, Schnell, Reif.

SV Gronau - Spvgg. 03 Fechenheim (Sonntag, 14.45 Uhr):Ein Punkt Abzug wegen Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls sollte Gronaus Coach Florian Schwing und seine Mannschaft eigentlich nicht aus der Bahn werfen, zumal die junge Truppe aus dem Bad Vilbeler Stadtteil in den vergangenen Wochen einen klaren Aufwärtstrend erkennen ließ und vor Wochenfrist beim 5:1-Triumph in Niederrad voll zu überzeugen vermochte. "Nur zu Hause klappt es noch nicht so, wie ich es gerne sehen würde", wäre für Schwing der zweite Saison-Heimsieg gegen die jüngst in Königstein erfolgreiche Fechenheimer Truppe gewiss eine feine Sache. Ob die grippekranken Tiger Schäfer und Michael Ochere spielen können, sei, so der Gronauer Trainer, noch nicht sicher, "aber wenn’s irgendwie geht, sind sie dabei". - Hinspiel: 1:3.

SV Gronau: Freiwald (Zscheich), Zola, Pierau, Okuducu, Flachsel, Ochere (?), Schäfer (?), Cakiqi, Gasch, Greco, Pinto da Silva, Schildger, Hanf, Roth, Steul.

SC Dortelweil - FC Neu-Anspach (Sonntag, 14.15 Uhr):Nach Ansicht von Dortelweils Co-Trainer Julian Mistetzky hat die bittere 2:4-Heimpleite gegen Seckbach teamintern keinen bleibenden Schaden hinterlassen, "denn mit Ausnahme der letzten 20 Minuten hatten wir den Gegner im Griff". Eben deshalb werde man beim Duell gegen Neu-Anspach auch auf den gleichen Kader bauen: "Kann sein, dass aus taktischen Gründen diesmal Markus Vancura, Jonas Müller oder Leon Wiehl von Beginn an spielen", sagt Mistetzky lediglich. Dass sich die Mannschaft von Neu-Anspachs Coach Jörg Loutchan auf der Überholspur wähnt, darf angenommen werden: Vier Siege, ein Remis und nur eine Niederlage seit dem ersten Oktober-wochenende lassen auch auf dem Papier keinen anderen Schluss zu. - Hinspiel: 2:2.

SC Dortelweil: Rühl, Chiriloae, Mistetzky, Eiwanger, Geh, Stahl, Schlatter, Günther, Dominik Steffen, Cholewa, Dogot, Vancura, Müller, Wiehl.

FC Karben - Usinger TSG (Sonntag, 14.45 Uhr):"Gegen die Usinger sind wir zwar krasser Außenseiter, aber im Fußball ist bekanntlich alles möglich", baut Karbens Trainer Thomas Dechant zunächst mal auf das Prinzip Hoffnung. Aus gutem Grund: Vor der 3:4-Niederlage in Oberrad verbuchten die offensivstarken Taunusstädter (63 Treffer) sechs Seriensiege, dagegen war auf Karbener Seite das 2:2-Remis in Fauerbach das erste Lebenszeichen nach vorher vier erlittenen Niederlagen. Die personelle Lage beim FCK? "Schlecht", sagt Dechant. Taulant Balaj, Mert Sayan, Nouh El Maimouni, Moritz Albrecht, Lars Menzel, Tim Schütz, Tugay Kuzpinari, Lukas Brühl und Axel Furkert sowie die Keeper Gökhan Cirak, Andreas Bartoschek und Leonhard Bewig stehen aus unterschiedlichen Gründen nicht zur Disposition. Mithat Bakanhan und Torjäger Erkan Gök haben sich quasi aus Solidarität zum nicht mehr im Amt befindlichen Ex-Trainer Harez Habib sogar dazu entschlossen, gar nicht mehr für den FC Karben zu spielen. - Hinspiel: 1:5.

FC Karben: Hundertmark, Schaar, Wellmann, Jallow, Jung, Feiler, Schnierle, Hübsch, Conto, Ademi, Hübner, Euler, Ibrahim Noori, Stobbe, Brunotte Martinez.

TSG Niederrad - TSV Bad Nauheim (Sonntag, 16.30 Uhr):"Personell pfeifen wir aus dem letzten Loch", klagt Bad Nauheims Spielertrainer Tufan Tosunoglu angesichts der verletzt ausfallenden Stammspieler Ugur Albayrak, Firat Can, Volkan Kirim, Ivan Pejic und Rafael Adege. Tosunoglu selbst laboriert an einer Zerrung - Einsatz fraglich. Gleichwohl spekuliert er darauf, im Gastspiel beim defensivschwachen Aufsteiger aus dem Frankfurter Stadtteil die miese Auswärtsbilanz ein wenig aufpeppen zu können: "Von den letzten sieben Partien auf fremden Plätzen haben wir sechs verloren. So geht’s nicht weiter", meint Tosunoglu. - Hinspiel: 1:2.

TSV Bad Nauheim: Yüksel Deliktas, Schusterschitz, Usta, Yavas, Özisli, Emrovic, Kuzpinar, Tolga Yilmaz, Pölitz, Yasaroglu, Tosunoglu (?), Karakoc (?).

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