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Drei Tore in 185 Sekunden sichern Punkt

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(dbf/mn) Der EC Bad Nauheim hat mit einem Zwischenspurt (drei Treffer binnen 185 Sekunden) das dritte Null-Punkte-Spiel in Folge abwenden können, bleibt aber ausgerechnet gegen Crimmitschau, gegen das bisherige Schlusslicht der Deutschen Eishockey-Liga 2, auch nach drei direkten Duellen ohne Sieg.

Nach einem 1:4-Rückstand (50.) und einer weitgehend schwachen Darbietung kamen die Roten Teufel in der Endphase wie aus dem Nichts ins Spiel zurück, binnen drei Minuten zum Ausgleich und hatten gar den Siegtreffer auf dem Schläger, kassierten aber in der fünften Minute der Verlängerung das spielentscheidende Gegentor zur 4:5 (0:2, 1:1, 3:1/0:1)-Niederlage.

Frank Carnevale hatte zu dieser Begegnung ein Zeichen setzen wollen. Zwar musste neben den Langzeit-Verletzten Chris Heid, Dan Ringwald, Daniel Ketter und Dennis Reimer kurzfristig auch noch der erkrankte Sven Schlicht aussetzen, doch verzichtete der RT-Trainer trotz der personellen Engpässe auf den gesunden Kevin Lavallee und nahm stattdessen die Junioren Goran Pantic und Maximilian Spöttel mit in den Sahnpark, wobei der hochgewachsende Verteidiger Pantic in der Abwehr durchaus seine Eiszeiten erhielt.

Die Partie begann mit einer Schrecksekunde, als Sean Mc Monagle nach einem harten, aber fairen Check benommen liegen geblieben war, später aber wieder mitmischen konnte. Mit dem ersten Torschuss übernahm Crimmitschau - von einem simplen RT-Scheibenverlust in der eigenen Zone profitierend - durch Martin Heinisch die Führung (5.). Beide Seiten ließen den Gegner jeweils kommen, wobei Bad Nauheim, diesmal mit Domenic Bartels zwischen den Pfosten, den Zug zum Tor vermissen ließ und auch während seiner fünf Powerplay-Situationen glück- und torlos blieb. Eine weitere Nachlässigkeit der Gäste in der neutralen Zone bestrafte Harrison Reed mit dem 2:0. (13.)

Der Anschluss durch Jason Pinizzotto (37.) wirkte in einem ebenfalls mäßigen zweiten Durchgang lediglich wie ein Strohfeuer, zumal Heinisch just vor der zweiten Pause den alten Abstand wieder herstellen konnte. Als der Eispirat mit seinem dritten Tagestreffer auf 4:1 erhöhen konnte (47.), schien die Partie entschieden. Doch dann wurde es spannend: In Unterzahl markierte Matt Beca den Anschluss, nur 74 Sekunden später traf Taylor Carnevale zum 4:3, und als Beca gar den Ausgleich erzielen konnte, nahmen die Gastgeber eine Auszeit.

Eine unmittelbar folgende Powerplay-Chance spielte Bad Nauheim in die Karten, ein Treffer wollte aber nicht gelingen. 25 Sekunden vor Ablauf der Verlängerung traf Andre Schietzold per Distanzschuss zur Entscheidung.

Eispiraten Crimmitschau: Albrecht - Kirschbauer, Fast, Heider, Thomson, Hüfner, Schietzold - Keith, Heinisch, Reed, Walsh, Campbell, Pitt, Bucheli, Forster, Gunkel.

EC Bad Nauheim: Bartels - Baum, Mc Monagle, Götz, Pietsch, Pantic - Pinizzotto, Lange, Dor,r Beca, Carnevale, Helms, Strauch, May, Oppolzer, Spöttel.

Steno: Tore: 1:0 (5.) Heinisch (Keith, Reed), 2:0 (13.) Reed (Heinisch), 2:1 (37.) Pinizzotto (Helms, Dorr), 3:1 (40.) Heinisch (Campbell, Pitt), 4:1 (47.) Heinisch (Reed, Keith), 4:2 (51.) Beca (Carnevale - 4-5), 4:3 (53.) Carnevale (Beca, Lange), 4:4 (55.) Beca (Lange, Mc Monagle), 5:4 (65.) Schietzold (Reed, Campbell). - Schiedsrichter: Sascha Westrich. - Strafminuten: Crimmitschau 10 plus zehn Minuten (Campbell), Bad Nauheim 4. - Zuschauer: 1623.

Deutsche Eishockey-Liga 2

Kaufbeuren - Weißwasser 0:4

Rosenheim - Heilbronn 5:0

Bremerhaven - Bietigheim n.V. 5:6

Riessersee - Landshut 5:0

Dresden - Ravensb. bei Red. nicht beendet

Oberliga West

Herne - Hamm 1:2

Kassel - Königsborn 5:3

Frankfurt - Duisburg 5:1

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