Tor für den Türkischen SV Bad Nauheim: Eine Ecke von Noah Pölitz (nicht im Bild) segelt zum zwischenzeitlichen 2:2 an Freund und Feind vorbei ins lange Eck des SV Gronau, Keeper Dorian Pavlovic ist geschlagen, die Bad Nauheimer Kubilay Erden (Nr. 9) und Murat Kuzpinar (20) jubeln. FOTO: NICI MERZ
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Tor für den Türkischen SV Bad Nauheim: Eine Ecke von Noah Pölitz (nicht im Bild) segelt zum zwischenzeitlichen 2:2 an Freund und Feind vorbei ins lange Eck des SV Gronau, Keeper Dorian Pavlovic ist geschlagen, die Bad Nauheimer Kubilay Erden (Nr. 9) und Murat Kuzpinar (20) jubeln. FOTO: NICI MERZ

Gruppenliga Frankfurt-West

Drei Tore, eine Vorlage: Ein Spieler macht den Unterschied beim 7:4-Sieg des Türkischen SV in Gronau

  • vonMarcus Dippel
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Der Türkische SV Bad Nauheim hat beim SV Gronau trotz Pausenrückstand mit 7:4 gewonnen, weil nach dem Wechsel ein TSV-Spieler richtig aufdrehte.

Ein turbulentes und hochklassiges Wetterau-Derby bekamen die rund 150 Zuschauer am Sonntagnachmittag auf dem Gronauer Sportgelände zu sehen. Letztlich gewann der Türkische SV Bad Nauheim erwartungsgemäß beim Tabellenvorletzten aus der Bad Vilbeler Vorstadt mit 7:4 (3:4), wobei das Team von Trainer Florian Schwing mit einer couragierten Leistung dem Favoriten das Leben sehr schwer machte.

Einig waren sich Gronaus Stephan Firla und Bad Nauheims Fevzi Kayracki in dem Punkt, dass der quirlige Noah Pölitz am Ende den Unterschied in diesem rasanten Spiel ausgemacht hatte. "Noah ist seit ein paar Spielen in bestechender Form und war auch heute mit drei Toren der entscheidende Spieler", war Kayracki nach dem Derby voll des Lobes für seinen Schützling.

Bedient: Gronaus Trainer Florian Schwing muss gegen den Türkischen SV Bad Nauheim sieben Gegentreffer hinnehmen. FOTO: NICI MERZ

Das Spiel nahm zunächst den erwarteten Verlauf, als Kubilay Erden eine Pölitz-Flanke zum 1:0 einköpfte (4.). Der Gronauer 1:1-Ausgleichstreffer resultierte aus einem von Leon Gallm verwandelten Foulelfmeter, nachdem Ramazan Türkyilmaz Pinto da Silva gefoult hatte (17.). Nun bekam der SVG Oberwasser und zeigte eine ansprechende Leistung. Lohn für die Schwing-Elf war die 2:1-Führung durch Marco Greco (32.). Kurze Zeit später fand ein Eckball von Pölitz den direkten Weg in den Gronauer Kasten, wobei SVG-Keeper Dorian Pavlovic nicht die beste Figur machte (36.). Seine Teamkollegen ließen sich trotzdem nicht beirren und gingen bis zur Halbzeitpause durch Treffer von Nico Gasch (42.) und erneut Greco (45.) mit 4:2 in Führung. Quasi mit dem Pausenpfiff verkürzte Luka Coric mit einem Freistoßtreffer auf 3:4 aus Sicht der Gäste, wobei Pavlovic erneut Pate stand (45.+3.).

Nach dem Wiederanpfiff bauten die Gronauer sukzessive ab, während die Kurstädter immer besser ins Spiel fanden. Entscheidend war der Doppelschlag von Pölitz, der zweimal von der rechten Außenbahn nach innen zog und jeweils sehenswert ins lange Eck traf (60./66.) - 5:4, das Spiel war gekippt. Die Hausherren versuchten zwar noch einmal alles, kassierten allerdings in der Schlussphase zwei weitere Gegentore zum 4:7-Endstand - jeweils per Kopfball durch Erden (86.) und den eingewechselten TSV-Spielertrainer Tufan Tosunoglu (90.).

SV Gronau: Pavlovic - Bergmann, Okuducu, Pierau, Bayraktar - Ochere (65. Schäfer), Vespermann (65. Dechant), Gallm - Gasch, Greco, Pinto da Silva (55. Roth).

Türkischer SV Bad Nauheim: Koc - Penava, Türkyilmaz, Pejic, Karakoc - Kuzpinar - Tolga Yilmaz (30. Emrovic), Pölitz (86. Tosunoglu), Samet Özisli (46. Baki Özisli), Coric - Erden.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Kehne (Altenstadt). - Zuschauer: 150. - Tore: 0:1 (4.) Erden, 1:1 (17./FE) Gallm, 2:1 (32.) Greco, 2:2 (36.) Pölitz, 3:2 (42.) Gasch, 4:2 (45.) Greco, 4:3 (45.+3) Coric, 4:4 und 4:5 (60./66.) Pölitz, 4:6 (85.) Erden, 4:7 (90.) Tosunoglu.

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