Nach Angriff auf Schiedsrichter

Drei Jahre Sperre für Schläger aus Münster

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(OP). Der Spieler der FSV Münster, der am 27. Oktober in der Partie gegen den TV Semd in der Kreisliga C Dieburg den Schiedsrichter brutal niederschlagen hatte, wurde vom Kreissportgericht des Fußballkreises Dieburg für drei Jahre gesperrt. Die Freie Sportvereinigung, die ihre Mannschaft nach den Vorfällen abgemeldet hatte, belegte das Gericht mit einer sechsmonatigen Spielsperre und einer Geldstrafe in Höhe von 500 Euro.

Die Geschehnisse hatten bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Unter anderem in den Hauptnachrichtensendungen sahen Millionen Fernsehzuschauer das Handyvideo, auf dem deutlich erkennbar ist, wie Münsters Spieler Hayri G. Schiedsrichter Nils Czekala (GSV Breitenbrunn) bewusstlos schlägt, nachdem dieser ihm die Gelb-Rote Karte gezeigt hat. "Das Video sagt eigentlich alles", meinte Helmut Biegi (KSG Georgenhausen), der Vorsitzende des Kreissportgerichts, nach knapp 90 Minuten Verhandlung in seiner Urteilsbegründung. "Wir gehen davon aus, dass die Tätlichkeit bewusst und gewollt war."

Mit der dreijährigen Sperre schöpfte das Kreissportgericht den Strafrahmen voll aus. Die Vorfälle vom 27. Oktober müssten, so Biegi, insbesondere da es gegen den "Schiedsrichter als neutrale Person unseres Fußballspiels" gegangen sei, "aufs Allerschärfste" geahndet werden. Hayri G., der sich auch noch in einem Strafprozess verantworten muss, machte zum Ablauf der Geschehnisse auf dem Platz keine Angaben.

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