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Dramatik in den Schlusssekunden

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Von: Peter Hett

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Spannender geht’s nicht: Eine Sekunde vor dem Ende trifft Yannick Kreuzer zum 30:30-Remis der HSG Wettertal im Klassiker der Handball-Bezirksoberliga gegen die HSG Mörlen.

Der Team-Name hat sich geändert. Die Rivalität aber ist geblieben. Spiele zwischen der HSG Mörlen und der HSG Wettertal (Münzenberg/Gambach/Oppershofen) gehören in der Handball-Bezirksoberliga zu den »Klassikern« unter den Wetterau-Derbys, und das Duell am Samstag, das einzige Bezirksoberliga-Spiel am Wochenende., bescherte den 180 Zuschauern Dramatik bis zum Schluss; nicht nur wegen dem 30:30-Ausgleichstreffer durch Yannick Kreuzer (HSG Wettertal) eine Sekunde vor dem Abpfiff.

Beide Teams lieferten sich ein Spiel auf Augenhöhe, geprägt von großem kämpferischem Einsatz. Beide Deckungsreihen präsentierten sich nicht in Top-Form. »Das Unentschieden geht in Ordnung, auch wenn uns nur eine Sekunde zum Sieg gefehlt hat. Wir hatten es in früheren Phasen in der Hand, eine Entscheidung herbeizuführen. Das ist uns nicht gelungen«, analysierte der HSG-Vorsitzende Siggi Bläsche. Einen Schritt weiter ging Trainer Sven Tauber von der HSG Wettertal: »Ein hochverdienter Punkt mit dem heute einzig möglichen Ergebnis.«

Bis zum 7:6 (Metzger/16.) führte die Heimmannschaft, danach waren es die Gäste, die jeweils vorlegten und sich zur Pause eine Zwei-Tore-Führung sicherten. Nach dem Wechsel nahm das Spiel Fahrt auf. Für die Initialzündung bei den Gästen sorgte Bernhard Dietz mit seinen Toren aus dem Rückraum. Binnen weniger Minuten zog seine Mannschaft auf 18:14 (35.) davon. Um den Schwung aus den Mörler Angriffsaktionen zu nehmen, ließ Tauber nun Spielgestalter Marco Boller in Manndeckung nehmen. Die Maßnahme griff. Mit fünf Toren in Folge drehte seine Mannschaft das Spiel und ging mit 19:18 (39.) in Führung.

Gäste-Trainer Petriesas reagierte und ordnete seinerseits eine Manndeckung für Andreas Boller auf der Gegenseite an. Bis zum 25:224 (Metzger/51.) blieben die Gastgeber vorne. Dann bekam die Gäste-HSG wieder Oberwasser. Die große Chance zum Sieg bestand für die Petriesas-Sieben bei eigener 28:26-Führung (56.), als zwei Wettertaler Spieler auf die Strafbank mussten. Dass es in diesem Zeitraum nicht gelang den Sack zu zumachen, kostete den sicher geglaubten Sieg. Mit einer Art Notwurf von Rechtsaußen gelang Yannick Kreuzer am Ende der erlösende Ausgleich für seine Mannschaft.

»Nicht nur wegen dieses Tores war Yannick auf unserer Seite der prägende Mann der zweiten 30 Minuten«, lobte ihn sein Trainer. Die stärksten Kräfte auf Seiten der Gäste waren Torhüter Edwin Braun, Bernhard Dietz und Simon Dönges.

HSG Wettertal: Roth, Becker; Wagner, Raab, Tobias Kreuzer (3), Brückel (3/1), Yannick Kreuzer (5), Kielich (2), Mengel, Boller (7), Bergemann (1), Metzger (6/2), Mosch, Bunfill (3).

HSG Mörlen: Braun, Kassebaum; Frey (1), Schmidt, Boller (4), Löwe (4), Christian Birkenstock, Purschke (2), Bischof (1), Dönges (6), Bernhard Dietz (5), Schepp (5/3), Daniel Birkenstock, Breitenfelder (2).

Steno: Schiedsrichter: Hels/Klein (Dutenh./Münchh.). - Siebenmeter: 4/3 – 4/3. - Strafzeiten: 14. – 8. - Zuschauer: 180.

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