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Andre Avemann (am Ball) und die TG Friedberg verlieren ein hochdramatisches Saisonfinale - dürfen aber trotzdem feiern. (Foto: Nici Merz)

Dramatik in der Schlussminute: Ausgleichstor der TG Friedberg zurückgenommen

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Spiele zwischen der TG Friedberg und den TSF Heuchelheim entwickeln sich allmählich zu einer Art Klassiker. Jüngstes Beispiel dafür ist das Aufeinandertreffen zum Abschluss der Handball-Landesliga der Männer. In einem dramatischen Spiel unterlag die gastgebende TG mit 24:25 (11:14). Damit hat Heuchelheim den Klassenerhalt sicher.Das Spiel war nichts für schwache Nerven und bot bis zum ultimativ letzten Pfiff der Schiedsrichter Spannung pur.

Spiele zwischen der TG Friedberg und den TSF Heuchelheim entwickeln sich allmählich zu einer Art Klassiker. Jüngstes Beispiel dafür ist das Aufeinandertreffen zum Abschluss der Handball-Landesliga der Männer. In einem dramatischen Spiel unterlag die gastgebende TG mit 24:25 (11:14). Damit hat Heuchelheim den Klassenerhalt sicher, die TG musste in einem irren Finish über Nacht auf die gute Nachricht warten. Das Spiel war nichts für schwache Nerven und bot bis zum ultimativ letzten Pfiff der Schiedsrichter Spannung pur.

Besonders hoch her ging es in der letzten Spielminute. Die Gäste hatten durch Björn Hofmann zum 25:24 vorgelegt. TG-Trainer Sven Daxer reagierte zwanzig Sekunden vor dem Abpfiff mit einer Auszeit. Zehn Sekunden vor Spielende erzielte Friedberg den vermeintlichen Ausgleich, der für die TG die Rettung bedeutet hätte. Die Schiedsrichter nehmen das Tor zurück und entscheiden auf Freiwurf für Friedberg. Der allerletzte Wurf des Spiels wird schließlich eine Beute des in der Schlussphase auf Heuchelheimer Seite eingewechselten Torwarts Tobias Kassebaum.

Bis zu dieser Endphase hatten die Zuschauer ein abwechslungsreiches Spiel erlebt. Den besseren Start hatten die Wetterauer, die mit 6:4 (Avemann/12.) vorlegten und diese Führung bis zum 9:7 (A.Schmidt/20.) verteidigten. Mit einem 5:0-Lauf drehte Heuchelheim das Spiel und nahm eine Drei-Tore-Führung mit in die Pause. "Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben unsere Vorgaben umgesetzt, dann aber wieder einmal an fehlender Konstanz gescheitert", sagte Daxer.

Auch nach dem Wiederbeginn hielt Heuchelheim seine hohe Intensität aufrecht und wähnte sich mit dem 16:11 (Bley/34.) auf einem guten Weg. In der Folge leistete sich die Mannschaft von Trainer Claus Well zu viele Fehlwürfe, allen voran Daniel Bley der unter anderem drei Siebenmeter verwarf. Die Gastgeber erkannten ihre Chance und hatten beim 17:17 (Zinnel/41.) wieder ausgeglichen. "In dieser Phase fanden wir keinen Zugriff aufs Spiel", meinte Well und stellte seine Abwehr auf eine 5:1-Formation um. Das brachte seine Mannschaft wieder in die Erfolgsspur. Die 18:17 Führung (A. Schmidt) wurde von Hofmann und Bley gekontert. Ab dieser erneuten 19:18-Führung der Gäste (44.) lief der restliche Spielfilm in einer Wiederholungsschleife. Die Gäste legten jeweils mit einem Tor vor und Friedberg glich aus. "Die fehlende Konstanz zieht sich wie ein roter Faden durch unser Spiel. Während unserer Schwächephasen sind sowohl Angriff- als auch Abwehr zu fehlerhaft", sagte Daxer über die Niederlage, die er aufgrund des nicht gegebenen Ausgleichs als tragisch bezeichnete. "Die letzten zehn Minuten war es für beide Seiten nur noch Glück und Pech. Nach diesem hoch emotionalen Spiel sind Spieler, Trainer und Zuschauer mit den Nerven am Ende" meinte TSF-Trainer Well.

TG Friedberg: Balazs, Merten, Zinnel (5), Christian Schmidt, Ploner, Jonscher, Mahr, Reeb, Petrosanec (4), Beyster, Vlad (4), Avemann (6/3), Gustavsson (2), Aljoscha Schmidt (3/2).

TSF Heuchelheim: Kassebaum, Schlesinger; Bley (7/3), Schmidt (4), Koch (1), Hoffmann (2), Kaplan, Weber, Mackellar, Rinn (2), Hofmann (7), Kröck (1), Czaja (1).

Im Stenogram /Schiedsrichter: Harms/Solf (Fulda/Alsfeld). – Strafzeiten: 2:6 Min. – Siebenmeter: 7/5:6/3. – Zuschauer: 280.

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