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Doubleträumer vs. Genießer

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Kehrt in den Kader der TSG Ober-Wöllstadt zurück und will die Sensation gegen Türk Gücü Friedberg schaffen: Jens Schallenberg (l.).
Kehrt in den Kader der TSG Ober-Wöllstadt zurück und will die Sensation gegen Türk Gücü Friedberg schaffen: Jens Schallenberg (l.). © Nicole Merz

(mw/sto) Drei Pokalfinals steigen am Donnerstag auf dem Friedberger Burgfeld. Neben den Männern (16 Uhr) und Frauen (11.30 Uhr) tragen auch die Ü35-Männer (13.45 Uhr) ihr Finale aus.

Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen trifft die Überschrift voll zu. Denn die beiden Gruppenligisten Türk Gücü Friedberg und SVP Fauerbach können den Doppelpack aus Aufstieg und Pokalsieg perfekt machen – und treffen dabei auf krasse Außenseiter.

Männer / TSG Ober-Wöllstadt – Türk Gücü Friedberg (16 Uhr): Die TSG hat im alten Jahr einige schwere Brocken im Pokal aus dem Weg geräumt, unter anderem den VfB Friedberg (3:2) und den SC Dortelweil (4:3). TSG-Trainer Stefan Schneider erwartet freilich ein schweres Spiel: »Wir haben Türk Gücü am Sonntag in Dortelweil gesehen. Das ist eine Verbandsliga-Mannschaft, technisch und individuell sehr stark«, sagt er und appelliert an seine Spieler: »Für uns ist dieses Spiel etwas Besonderes. Wir müssen Vollgas geben, die Atmosphäre genießen und versuchen, unsere Chance zu nutzen.« In der Liga habe es zuletzt hin und wieder an der nötigen Einstellung gefehlt, in den vergangenen zwölf Spielen gelangen nur Siege gegen die Absteiger Rodheim und Heilsberg. »Da war sicherlich auch schon ein bisschen die Luft raus, als klar war, dass wir vorne nicht mehr angreifen können. Aber das ist morgen alles egal.

Wir wollen nicht nur Spalier stehen. Ich hoffe auch auf unsere Fans.« Fehlen werden ihm im Vergleich zum Derby-0:3 in Nieder-Wöllstadt zuletzt unter anderem Niklas Mies und Christopher Wolf sowie der gesperrte Torjäger Jake Hirst. Ob Robin Mazurkiewiecz oder Dominik Dönges das Tor hütet, ist noch nicht entschieden.

Alle Spieler an Bord hat dagegen Abdessamad Fachat, der Trainer von Türk Gücü Friedberg. »Wir haben uns Informationen über den Gegner geholt und wollen das Double«, sagt der Trainer des Gruppenliga-Meisters, der eben dafür vor dem Spiel vom stellvertretenden Klassenleiter und Kreisfußballwart Thorsten Bastian ausgezeichnet wird. Übrigens: Nur ein Spieler hat bereits mit Türk Gücü Friedberg einmal das Double gewonnen, das war Alit Usic vor vier Jahren. Den Kader vom Sonntag in Dortelweil werden laut Fachat ein, zwei Spieler aus der zweiten Mannschaft ergänzen.

Frauen / FSG Burg-Gräfenrode – SVP Fauerbach (11.30 Uhr): Die Fauerbacherinnen haben dieser Tage erfahren, dass sie ohne Relegation direkt in die Verbandsliga aufsteigen, weil der 1. FFC Frankfurt seine vierte Mannschaft trotz Gruppenliga-Meisterschaft zurückzieht. Der künftige Verbandsligist und Gruppenliga-Zweite ist haushoher Favorit gegen den B-Ligisten und will den Endspielerfolg von 2015 wiederholen. Damals besiegte die Greiner-Elf die Spvgg. 08 Bad Nauheim mit 2:1 nach Verlängerung. In dieser Saison bezwang der SVP im Halbfinale die Kurstädterinnen mit 2:0. Fauerbachs Trainer Thorsten Greiner muss auf vier Spielerinnen verzichten. Dennoch hat der Coach 16 Frauen aufgeboten. Ihren Abschied vom aktuellen Fußball nimmt Kerstin Becker. »Das ist für uns eine zusätzliche Motivation, sie mit einem Titelgewinn zu verabschieden«, argumentiert Greiner.

Burg-Gräfenrode hat zwar mit dem SV Leidhecken (7:2) und dem VfB Södel (3:2) zwei höherklassige Mannschaften aus dem Pokal geworfen, doch einen dritten Sieg hält FSG-Trainer Florian Fünffinger für unmöglich: »Wir wollen das für uns große Ereignis genießen, wollen lernen und hoffen, uns gut aus der Affäre zu ziehen.«

Ü35-Männer / SV Assenheim – SV Nieder-Weisel (13.45 Uhr): Im Halbfinale besiegte der SV Assenheim den SC Dortelweil mit 4:1 und der SV Nieder-Weisel die SG Dorheim/Leidhecken mit 6:2. Dementsprechend treffen die traditionell starken Nieder-Weiseler Senioren um Günter Volp auf den amtierenden Futsal-Kreismeister aus Assenheim.

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