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SC Dortelweil zittert weiter

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(ub) Weil der SC Dortelweil nach dem Heimdebakel gegen Vikt./Preußen Frankfurt am Sonntagnachmittag im Gastspiel beim Absteiger FC Rödelheim wieder so etwas wie Spielkultur erkennen ließ, behielt die Elf von SCD-Spielertrainer Markus Beierle dort auch verdientermaßen mit 3:1 (0:0) die Oberhand und durfte dabei den insgesamt zehnten Saisonsieg feiern. So weit, so gut.

Ob der fest eingeplante Erfolg im Abstiegskampf von großem Nutzen sein wird, bleibt allerdings abzuwarten. Fakt ist: Der direkte Gruppenliga-Klassenerhalt ist für die Bad Vilbeler Vorstädter definitiv nicht mehr möglich. Und die Relegation Gruppenliga/Kreisoberliga ist nur dann ein Thema, wenn die Beierle-Elf am kommenden Sonntag vor eigenem Publikum gegen die Spvgg. 05/99 Bad Homburg drei Punkte holt, während zeitgleich die Preußen beim SV Nieder-Wöllstadt leer ausgeht.

»Auf dem Rödelheimer Sportgelände hat unser Team endlich mal wieder gezeigt, was sie kann«, lobte der SCD-Spielausschussvorsitzende Martin Gunkel trotz der nach wie vor höchst prekären Tabellensituation die Darbietungen der eigenen Leute. Man habe hinten gut gestanden, eine hohe Lauf- und Kampfbereitschaft an den Tag gelegt und in der Offensive gute Akzente gesetzt.

In Halbzeit eins verstanden es die Wetterauer Gäste freilich noch nicht, diese Vorteile auch zahlenmäßig zu untermauern: Stefan Ljujic verzog nach einer halben Stunde knapp, ansonsten blieben gute Torgelegenheiten allenthalben Mangelware. Ab den zweiten 45 Minuten klappte es allerdings besser: SCD-Libero Markus Beierle besorgte nach Fidel Zegais Freistoß-Flanke in der 49. Minute die verdiente Führung, und der für Daniel Gutberlet eingewechselte Alexander Ghebrezghi erhöhte nach schnellem Konter und Hakan Kilics Vorarbeit auf 0:2 (70.). Neue Hoffnung auf Rödelheimer Seite dann in der 83. Minute: Achim Schenk zeichnete per Abstauber für den 1:2-Anschlusstreffer verantwortlich, nachdem Dortelweils Keeper Sascha Marscheck einen Sommerlad-Freistoß nicht unter Kontrolle bekam.

Doch die Gäste ließen sich in der Schlussphase die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Alexander Ghebrezghis feine Einzelleistung, abgeschlossen mit einem gefühlvollen Lupfer, brachte ihnen vier Minuten vor dem Abpfiff erstens den dritten Volltreffer und zweitens die Hoffnung, am kommenden Sonntag Abstiegsrang 13 vielleicht doch noch gegen Relegationsplatz zwölf eintauschen zu können.

FC Rödelheim: Prätorius, Vermeer, Sommerlad, Westerwald, Ulitzka, Dagasan, Sanhaji, Schenk, Trigilia, Esposito, Baki.

SC Dortelweil: Sascha Marscheck, Beierle, Herch, Sven Marscheck, Gutberlet (46. Alexander Ghebrezghi), Bilen, Zegai, Beljan (75. Tekle), Bunzel, Ljujic (46. Dobios), Hakan Kilic.

Tore: 0:1 (49.) Beierle, 0:2 (70.) Alexander Ghebrezghi, 1:2 (83.) Schenk, 1:3 (86.) Alexander Ghebrezghi.

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