Torjäger Andrei Dogot (r.) wird den SC Dortelweil verlassen und zu einem Ligakonkurrenten wechseln. Foto: Nici Merz
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Torjäger Andrei Dogot (r.) wird den SC Dortelweil verlassen und zu einem Ligakonkurrenten wechseln. Foto: Nici Merz

Fußball

SC Dortelweil: Torjäger wechselt zur Konkurrenz - Verbandsliga-Aufstieg noch möglich

  • Uwe Born
    vonUwe Born
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Auf Rang zwei in der Gruppenliga Frankfurt West liegend hatte der SC Dortelweil die Relegationsspiele zum Aufstieg in die Verbandsliga fest im Visier. Weil die Situation rund um die Coronavirus-Pandemie weiter unübersichtlich ist, wissen sie auch beim SCD nicht, in welche Richtung es gehen wird. Zumal die zweite Herrenmannschaft

Wie es hierzulande im Amateurfußball weitergeht, ist angesichts der Corona-Pandemie noch offen. Neue Erkenntnisse wird vermutlich der Online-Verbandstag des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV) bringen, der voraussichtlich am 20. Juni über die virtuelle Bühne gehen soll. Auch der heimische Gruppenliga-Vertreter SC Dortelweil hofft, danach über genauere Eckdaten zu verfügen.

Der Klub aus dem Bad Vilbeler Stadtteil bestritt sein letztes Pflichtspiel am ersten März, gewann seinerzeit vor eigenem Publikum mit 2:1 gegen Vatanspor Bad Homburg und festigte durch den vierten Sieg in Serie in der Gruppenliga Frankfurt-West mit summa summarum 45 Punkten (21 Spiele) hinter dem souverän führenden Spitzenreiter Spvgg. 05 Oberrad (53 Zähler/21 Partien) den eigentlich zu Aufstiegsspielen berechtigenden zweiten Platz. Doch daraus wird nichts. Weil nämlich die Saison 2019/2020 mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit abgebrochen wird, fallen lukrative Relegations-Partien in Richtung Verbandsliga Süd gegen die Rangzweiten der Gruppenligen Frankfurt-Ost und Darmstadt ebenfalls ins Wasser.

Transferticker: Hier gibt es alle Wechsel aus dem Wetterauer Fußball zusammengefasst

Was bleibt, ist die Frage: Genießt unter Berücksichtigung der ab Anfang August bis zum achten März geholten Punkte, die durch die Anzahl der absolvierten Spiele geteilt werden, lediglich der Meister Aufstiegsrecht, oder darf auch der Vizemeister den qualitativen Sprung vollziehen? "Wir sitzen quasi zwischen den Stühlen und sind gespannt, welchen Beschluss der Verbandstag diesbezüglich verkündet", sagt Dortelweils Sportlicher Leiter Hans Wrage. Verbandsliga-Startrecht wäre, so Wrage, gewiss eine feine Sache, "aber bleibt’s bei der Gruppenliga, haben wir damit auch kein Problem."

In Sachen Personalplanung für die kommende Runde gehen sie in Dortelweil nach Wrages Angaben vorerst von einem weiteren Gruppenliga-Dasein aus. "Die Jungs trainierten in den letzten Wochen ausschließlich in den eigenen vier Wänden und wollen sich am morgigen Donnerstag erstmals nach langer Zeit mal wieder auf dem Sportplatz treffen. Allerdings auf freiwilliger Basis, weil konkrete Ziele, die wir verfolgen können, noch keine klaren Konturen haben. Unser Kader wird etwa 20 Spieler umfassen", verrät er. Unter der Regie von Coach Frank Ziegler und dessen spielenden Co-Trainer Julian Mistetzky, die ihre Verträge verlängert haben, zählen ab demnächst auch die für die Offensive geplanten Neuzugänge Joshua Bell (FSG Burg-Gräfenrode), Moritz Feiler (FC Karben) und Marvin Strenger (SG Oberliederbach, vorher FV Bad Vilbel) zum Stamm-Personal.

Sieben Abgänge stehen fest

Dagegen werden sieben Spieler das Dortelweiler Sportgelände verlassen: Cagdas Karagöz und Markus Vancura schließen sich der FSG Burg-Gräfenrode an, Lennart Lampe und Tino Cestonaro werden sich in der nächsten Saison dem Frankfurter Kreisoberligisten Germania Enkheim anschließen. Kevin Cholewa (Umzug nach Mainz) und Christopher Pross (Ziel unbekannt) sind ebenfalls nicht mehr dabei.

Auch Andrei Dogot, mit 17 Treffern erfolgreichster Torschütze der Ziegler-Truppe, sucht sich eine neue sportliche Herausforderung. Das Besondere daran: Der 30-jährige Goalgetter bleibt der Region definitiv erhalten, weil sein künftiger Verein ebenfalls ein Wetterauer Gruppenligist sein wird, der vorsichtshalber an dieser Stelle allerdings noch nicht genannt werden möchte.

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