1. Wetterauer Zeitung
  2. Sport
  3. Lokalsport

Dortelweil stürzt Nieder-Weisel vom Tabellenthron

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Empfängt der Tabellenzweite den punktgleichen Spitzenreiter, dann geht’s ans Eingemachte, und von einem echten Knüller zu sprechen, ist durchaus angebracht. Was die Kreisoberliga Friedberg betrifft, waren diese Voraussetzungen am Sonntag auf dem Sportgelände des SC Dortelweil gegeben, denn das Duell der gastgebenden Elf von SCD-Trainer Markus Beierle (Rang zwei/76 Punkte) gegen den von Michael Götz gecoachten und über das bessere Torverhältnis verfügenden Liga-Leader SV Nieder-Weisel versprach nicht nur Spannung pur, sondern auch Kreisoberliga-Fußball vom Feinsten.

Die rund 300 Zuschauer brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen, wobei nach 90 intensiv geführten Spielminuten als Gesamt-Resümee ein Führungswechsel an der Tabellenspitze zu registrieren war, denn der SC Dortelweil durfte nach einer kurzweiligen Auseinandersetzung zweier nahezu gleichwertiger Mannschaften einen 3:1 (1:1)-Erfolg und den Sprung auf Tabellenplatz eins feiern.

Beide Teams hielten sich nicht lange mit taktischen Spielereien auf und suchten den Weg nach vorne. Can Zarifoglu eröffnete für Nieder-Weisel vielversprechend (2. - knapp drüber), Dortelweil hatte durch Stefan Ljujic, der später verletzt aussteigen musste, zwei gute Gelegenheiten (18. und 22.). Sebastian Volps Schuss aus spitzem Winkel an die Querlatte (30.) ließen die Gäste fünf Minuten später die Führung folgen: Volp und Stefan Moritz bereiteten prima vor, Dominik Strasheim vollendete - 0:1. Die Dortelweiler Antwort: Fidel Zegai startete über die linke Seite ein Solo, zog aus 14 Metern ab und egalisierte mit dem 100. SCD-Saisontreffer zum 1:1-Ausgleich.

Zweite Hälfte, ähnliche Verhältnisse: Dortelweil machte das Spiel, Nieder-Weisel setzte auf schnelle Konter, Chancen gab’s auf beiden Seiten. Die Butzbacher Vorstädter wirkten zunächst vorne gefährlicher: Zwischen der 51. und 63. Minute touchierte Zarifoglus Freistoß die Querlatte, wurde Steffen Häuser in letzter Sekunde von Dortelweils Spielertrainer Markus Beierle ausgebremst und scheiterte SVN-Torjäger Sebastian Volp aus kurzer Distanz an SC-Torwart Sascha Marschek. Auf der Gegenseite klappte es besser: Fidel Zegai gab auf der linken Seite erneut Gas und ermögliche mit seinem zweiten Goal den Bad Vilbeler Vorstädtern die erstmalige Führung. Gespielt waren 64 Minuten - entschieden war freilich noch gar nichts. Auch nach 71 Minuten noch nicht, denn Nieder-Weisels Keeper Daniel Schneider parierte einen Foulelfmeter Martin Steppans reaktionsschnell (SV-Libero Florian Krimmel hatte Dortelweils Sebastian Bunzel glatt über den Haufen gerannt).

Erst in der Schlussphase, nachdem Nieder-Weisels Regisseur Stefan Moritz die große Chance zum 2:2-Ausgleich ungenutzt hatte verstreichen lassen (83.), machten die Gastgeber alles klar: Gegen Daniel Gutberlets 18-Meter-Hammer zum 3:1-Endstand war für Nieder-Weisels Torwart Schneider jedenfalls kein Kraut gewachsen. Kommentar Markus Beierle: »Ich hatte schon vorher ein gutes Gefühl. Wir waren die aktivere Mannschaft und haben deshalb verdientermaßen gewonnen.«

SC Dortelweil: Sascha Marschek - Beierle - Bilen, Sven Marschek - Steppan, Gutberlet, Zegai, Bunzel, Beljan (83. Karagöz) - Ljujic (31. Gülenc), Kilic.

SV Nieder-Weisel: Schneider - Krimmel - Jurowski, Michel - Winter (78. Wolf), Steffen Häuser (66. Berschick), Müller (46. Zimmermann), Zarifoglu, Moritz - Strasheim, Volp.

Tore: 0:1 (35.) Strasheim, 1:1 (36.) Zegai, 2:1 (64.) Zegai, 3:1 (87.) Gutberlet. - SR: Naumann (Ranstadt). - Zuschauer: 300. Uwe Born

Auch interessant

Kommentare