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SC Dortelweil setzt sich im Vierkampf durch

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(hei/jms/mw) Da sämtliche vier Spitzenteams am letzten Spieltag der Fußball-Kreisoberliga mehr oder weniger souveräne Kantersiege in fast identischer Höhe einfuhren, änderte sich an der Tabellenspitze nichts mehr:

Der SC Dortelweil steigt nach einem 3:0 gegen den SV Ober-Mörlen in die Gruppenliga Frankfurt-West auf, Türk Gücü Friedberg erreicht nach einem in der zweiten Halbzeit sichergestellten 3:0 gegen den FV Bad Vilbel II den Relegationsrang. Dem SV Nieder-Weisel (7:3 gegen Ilbenstadt) und dem VfB Friedberg (5:1 in Burg-Gräfenrode) halfen die höchsten Erfolge des Abends nicht mehr für einen Sprung nach oben. Den Abstiegsrelegationsrang belegt die SG Oppershofen (1:2 gegen Fauerbach), die vor drei Jahren durch die Relegation aus der damaligen Bezirksliga abstieg. Die Niederlage beim Meister blieb damit für Ober-Mörlen ohne Folgen. Der SV Gronau (5:1 in Steinfurth) schob sich noch an Bad Vilbel II vorbei auf Rang fünf, Fauerbach verteidigte Rang sieben.

Türk Gücü Friedberg - FV Bad Vilbel II 3:0 (0:0): In der ersten Halbzeit vergaben Karaduman, Karpuz, Usic und See für die Hausherren, zudem traf Karpuz noch die Latte. Türk Gücü hatte mehr Ballbesitz, während die Gäste nur halbherzig konterten und Aktan zu keiner Parade zwangen. In der 50. Minute foulte Schrömges auf Vilbeler Seite wiederholt und sah »Gelb-Rot«. Nun kam die Özdemir-Truppe auf Touren und nutzte die Freiräume. Zunächst scheiterte Üstündag an Köhler (54.

), und auch drei Minuten später vergab der Torjäger. Doch in der 60. Minute platzte der Knoten, Tezcan Üstündag erzielte auf Vorlage von Karaduman aus vier Metern mit seinem 50. Saisontreffer das 1:0. Nach einem Foul an Kardas im Strafraum erhöhte Üstündag sicher auf 2:0 vom Elfmeterpunkt (66.), und der eingewechselte Gökhan Akyüz besorgte eine Minute vor Schluss mit einem herrlichen Fernschuss das 3:0. Aufgrund der zweiten Halbzeit geht der Sieg der Türken in Ordnung, die Gäste brachten in Unterzahl nach vorne nicht viel zustande.

FSG Burg-Gräfenrode - VfB Friedberg 1:5 (0:1): Die »Roggauer« wollten den Rangvierten ein wenig ärgern. Dabei gingen sie aber derart ungestüm zu Werke, dass sich den Burgfeldmannen Chancen über Chancen eröffneten. Doch im ersten Durchgang traf lediglich Christian Dombrowsky durch einen umstrittenen Foulelfmeter (4.). Einen weiteren von Thorn an Deppner verursachten Strafstoß schoss der Routinier hingegen am Tor vorbei (37.). Nach dem Wechsel präsentierte sich die FSG in der Abwehr weiterhin verwundbar, während die Brennemann-Schützlinge nun genauer Maß nahmen: Zweimal Sven Pschierer (50./57.) sowie Sven Endmann (62.) sorgten für eine schnelle Vorentscheidung, bevor Rico Kraut wenigstens der Ehrentreffer für Burg-Gräfenrode gelang (73.). Den Schlusspunkt zum hochverdienten, aber letztlich wertlosen 1:5 setzte Murat Vural (92.).

SV Germania Ockstadt - VfB Petterweil 2:0 (1:0): Beiden Teams merkte man an, dass es für sie nur um einen schönen Ausklang einer langen und kräfteraubenden Saison ging. Die Ockstädter investierten beim Abschied ihres langjährigen Trainers Stephan Belter etwas mehr und verließen den Platz somit verdientermaßen als Sieger. Marwan Gill mit einem 20 Meter-Distanzschuss (13.) sowie Steffen Reichl per Kopf im Anschluss an eine Debelius-Ecke (58.) trugen sich hierbei in die Torschützenliste ein.

SG Melbach - SV Staden 2:4 (1:0): Der Absteiger hielt im ersten Durchgang vor allem in kämpferischer Hinsicht gut dagegen und konnte sogar die Führung durch Markus Benedikt nach einer Ecke von Scheuermann bejubeln (33.). Nach dem Wechsel brach Melbach zunächst ein, was zu zwei Treffern von Stadens Otto Weber (48./52.) führte. Lars Kunkel mit einem Freistoß von der Strafraumkante, den er gekonnt über die Mauer zirkelte, sorgte aber noch einmal für den Ausgleich (69.). Nichtsdestotrotz bewiesen die Gäste den längeren Atem und setzten sich durch Matthias Östreichs und Jens Berneckers Treffer (72./80.) verdient mit 4:2 durch.

SV Steinfurth - SV Gronau 1:5 (1:3): Bereits zur Halbzeit war die Partie entschieden, da die Rosendörfler nie zu ihrem Spiel fanden. Alexander Traut mit einem fulminanten Schuss von der Strafraumkante (5.), Timo Beck per Foulelfmeter (15.) sowie ein Eigentor von Steinfurths Björn Lauckhardt im Anschluss an eine Traut-Ecke (30.) sorgten für eine beruhigende Gäste-Führung. An den Kräfteverhältnissen änderte auch Tom Kettes Anschlusstor auf Vorlage von Schröder nichts (35.). Unmittelbar nach Wiederanpfiff war der SV Steinfurth mit den Gedanken noch in der Kabine, was Hugo da Silva zum 1:4 nutzte (46.). Mit seinem zweiten Tagestreffer sorgte Alexander Traut neun Minuten später für den auch in dieser Höhe verdienten Auswärtssieg.

SC Dortelweil - SV Ober-Mörlen 3:0 (1:0): Dortelweils Pressesprecher war ungemein gut gelaunt: »Beide Mannschaften feierten ausgelassen. Wir sind sehr glücklich, dass wir den direkten Aufstieg geschafft haben.« Das gestrige, gut besuchte Spiel war dabei natürlich ein wesentlicher Saisonhöhepunkt. Und auch der Gast aus Ober-Mörlen konnte gut gelaunt die Heimreise antreten. Überragender Akteur gestern Abend war einmal mehr Fidel Zegai, der seine Gegner reihenweise schwindelig spielte und das so beruhigende 1:0 in der 31.

Minute erzielte. Zuvor hatte Daniel Gutberlet einen Freistoß an die Latte gezimmert, von wo die Kugel vor Zegais Füße sprang. Zegai war es auch, der den zweiten Treffer für die Beierle-Schützlinge besorgte. In der 70. Minute wurde er in Höhe des Sechzehnmeterraums angespielt, bevor er überlegt ins kurze Eck abschloss. In der 76. Minute traf David Beljan dann zum 3:0 aus 25 Metern. Während draußen schon die Meisterparty vorbereitet wurde, passierte auf dem Platz nicht mehr viel.

SV Nieder-Weisel - VfR Ilbenstadt 7:3 (4:1): Noch einmal alles gegeben haben die Nieder-Weiseler Kicker gestern Abend. Doch zum Aufstieg reichte der Kantersieg gegen am Ende platte Ilbenstädter nicht mehr. Dabei startete der VfR recht gut ins Spiel. Tobias Vogeler nutzte einen Abwehrfehler der Weiseler in der achten Minute zum 1:0. Nur drei Minuten später bediente Stefan Moritz per Freistoß Sebastian Volp, der ausgleichen konnte. Eine Moritz-Flanke von rechtsaußen verwertete Can Zarifoglu zum 2:1 (18.), ehe Moritz Zimmermann mit einem herrlichen Schuss aus 22 Metern das 3:1 besorgte und seinen SV auf Kurs brachte. Die Vorentscheidung bekamen vielen Zuschauer auf dem Sportplatz im Johanniterdorf in der 34.

Minute zu sehen, als der bärenstarke Florian Krimmel aus 38 Metern trocken abzog und das Leder ins Tor flatterte. Nach der Pause erhöhte Volp nach einer Strasheim-Flanke zum 5:1, ehe Rüzgar (53.) und Leonard (68.) den VfR für einen kurzen Moment wieder zurück ins Spiel brachten. Doch Weisel kämpfte um jeden Treffer und wurde durch einen schönen Heber von Patrick Berschick (63.) und dem abschließenden 7:3 von Regisseur Stefan Moritz (90.) belohnt.

SG Oppershofen - FC Olympia Fauerbach 1:2 (0:1): »Jetzt müssen wir in der Relegation die gleiche Einstellung an den Tag legen, wie in diesem Spiel. Wir haben nicht schlecht gespielt, doch uns hat leider die letzte Konsequenz gefehlt«, ärgerte sich Oppershofens Pressesprecher Heiko Langstrof. In einer sehr schnellen und intensiven, jedoch chancenarmen Partie, war es Dan-Rolf Eckley, der einen schnellen Konter aus abseitsverdächtiger Position in der 44. Minute zum 1:0 für die Gäste abschloss. Im zweiten Durchgang konnte Jerrit Kloster einen wunderschön gespielten Gasseball zum 2:0 verwerten (76.). Tobias Schwarz staubte zehn Minuten vor dem Ende nach einer Hereingabe von Dennis Heilig ab. Doch in der Schlussphase ließ der FCO nichts mehr anbrennen.

SVK Beienheim - SV Hoch-Weisel 7:3 (4:2): Nicht den Hauch einer Chance hatte der Absteiger aus Hoch-Weisel, der bereits in der ersten Minute zurücklag, als Sven Harsch einen kapitalen Torwartfehler ausnutzte. Nur sieben Minuten später schoss Harsch per Alleingang zum 2:0 ein, ehe Manuel Hofmann einen Schuss aus 16 Metern im Tor unterbrachte. Ein Doppelpack von Harsch in der 15. und 17. Minute hatte die frühe Entscheidung zur Folge. Da konnte auch Robert Langs Knaller aus der Distanz in der 40. Minute nichts mehr ändern. Nachdem erneut Harsch einen Alleingang in der 56. Minute gekonnt abschloss, erhöhte Marcel Bilkenroth per Freistoß zum 6:2 (82.). Lang (89.) und Harsch (90.) setzten den Schlusspunkt unter eine für Zuschauer hochinteressante Begegnung.

FSV Kloppenheim - TSV Dorn-Assenheim 1:4 (1:2): In der ersten Halbzeit verbuchte der schon abgestiegenen Gastgeber einen optischen Vorteil und gingen durch Gianluca Campagna in der vierten Minute in Führung - der Torschütze nahm das Leder nach einer Müller-Vorarbeit volley. Stefan Schneider glich dann in seiner letzten Partie für den TSV nach einer Viertelstunde aus, der Spielertrainer traf aus zehn Meter. In der 28. Minute brachte Daniel Kuhl die Gäste mit einem Flugkopfball aus fünf Metern in Führung.

Kuhl erzielte dann nach der Pause noch zwei weitere Treffer: In der 58. Minute staubte er zum vorentscheidenden 3:1 für die in der zweiten Hälfte besseren Dorn-Assenheimer aus fünf Metern ab, und drei Minuten vor Feierabend spielte er nach einem Alleingang noch den Torwart aus und markierte das 4:1.

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