SC Dortelweil nach 5:3 auf Relegationskurs

Geht da doch noch was beim SC Dortelweil? Die Mannschaft von SCD-Coach Markus Beierle präsentierte sich im so wichtigen Duell um den lukrativen zweiten Platz gegen den diesbezüglichen Rivalen Spvgg. 02 Griesheim wieder von ihrer Schokoladenseite und behielt nach einer kurzweiligen Partie verdient mit 5:3 (2:1) die Oberhand.

Der SC Dortelweil, der in den beiden Gruppenliga-Pflichtspielen zuvor gegen die Wetterauer Konkurrenten aus Steinfurth und Nieder-Wöllstadt fünf Punkte liegen ließ und deshalb den Direktaufstieg in die Verbandsliga Süd wohl dem FC Kalbach überlassen muss, hat nun fünf Punkte Vorsprung auf Griesheim.

"Meine Spieler haben Charakter bewiesen und fast durchgehend genau das umgesetzt, was vorher besprochen worden war", lobte Beierle die Darbietungen seiner Leute. Auf Griesheimer Seite haderte man hingegen mit Referee Nicolas Zalud, der Gäste-Torjäger Hussain Chandhary, der den Ball holen wollte, in der 31. Minute nach einer aus Griesheimer Sicht eher harmlosen Rangelei mit zwei Dortelweiler Zuschauern den Roten Karton unter die Nase hielt.

Davon abgesehen, war es das Spiel von Robin Dobios. Der Dortelweiler Goalgetter, der jüngst vorne nicht mehr so effektiv in Erscheinung zu treten verstand, entwickelte sich zum Schrecken der Gästeabwehr und traf nicht weniger als drei Mal ins Schwarze. Für die Führung der Platzherren zeichnete vor rund 250 Zuschauern allerdings Dobios" Sturmpartner Marcel Bittner verantwortlich. Man notierte die fünfte Minute, als Nico Schad ein fulminantes Solo startete, abzog und die Querlatte traf, ehe Marcel Bittner das zurückspringende Leder zum 1:0 verwandelte.

Weil Griesheimer Attacken, die der Dortelweiler Abwehr Kopfzerbrechen bereitet hätten, in der Folgezeit ausblieben, durften die taktisch bestens eingestellten Platzherren auch den zweiten Tagestreffer bejubeln: Krasniqi flankte von links, Dobios stieg in der Mitte am höchsten und markierte per Kopfball kurz vor der Pause das 2:0. Griesheim ließ freilich nicht locker und erzielte quasi postwendend durch Dalmeida, der von Djordjevics Steilvorlage profitierte, den zu diesem Zeitpunkt etwas überraschenden 2:1-Anschlusstreffer.

Und die Gäste setzten nach, glichen fünf Minuten nach der Pause sogar zum 2:2 aus. Djordjevic hatte nach viel Konfusion im Dortelweiler Abwehrzentrum den Überblick behalten und mittels Flachschuss ins lange Eck vollendet. Es spricht für die Moral der Beierle-Truppe, dass sich diese beiden Nackenschläge in der noch verbleibenden Spielzeit nicht negativ bemerkbar machten. Eher das Gegenteil war der Fall: Zwei Goals von Robin Dobios rückten aus der Sicht der Bad Vilbeler Vorstädter die Verhältnisse wieder gerade. Zunächst (58.

) erwies sich der SCD-Stürmer nach Marcel Bittners Flankenlauf über rechts zum zweiten Mal als Kopfballspezialist, dann nutzte er Abstimmungsprobleme zwischen den Griesheimer Abwehrrecken Wille und Osmani entschlossen aus, schnappte sich den Ball, ließ auch noch Keeper Timo Brandenburger aussteigen und schob in der 62. Minute zum 4:2-Zwischenstand ein.

Spannend blieb’s dennoch. Vor allem ab der 78. Minute, als Griesheims Zoran Djordjevic zum zweiten Mal, diesmal nach Kossacks Auflage, aus kurzer Distanz zugeschlagen hatte. Nur noch 4:3, der Dortelweiler Sieg hing erneut am seidenen Faden. Zwei Minuten vor dem Abpfiff machte der eingewechselte Daniel Göktas für die Gastgeber jedoch alles klar. Nach schnellem Konter über Dobios probierte es zunächst Nico Schad mittels Schrägschuss, den Griesheims Keeper Timo Brandenburger noch parieren konnte, doch Göktas stand goldrichtig und netzte aus halbrechter Position zum 5:3 ein. Bei diesem Resultat blieb es, so dass sich die Gastgeber ihre Ausgangsposition im Kampf um Platz zwei verbesserten.

SC Dortelweil: Gübler – König, Tekle, Ziegler, Urban – Bilen, Bunzel (77. Göktas), Krasniqi (85. Wöllmann), Schad – Bittner (69. Zegai), Dobios.

Spvgg. 02 Griesheim: Timo Brandenburger – Wille, Klein, Westerwald (79. Pekguezelyigit), Osmani – Bas, Kai Brandenburger (64. Kossack) – Rack (64. Sedlak), Djordjevic, Chandhary – Dalmeida.

Tore: 1:0 (5.) Bittner, 2:0 (43.) Dobios, 2:1 (45.) Dalmeida, 2:2 (50.) Djordjevic, 3:2 (58.) Dobios, 4:2 (62.) Dobios, 4:3 (78.) Djordjevic, 5:3 (88.) Göktas.

Schiedsrichter: Nicolas Zalud (Bad Homburg).

Rote Karte: Chandhary (31./Zuschauerbeleidigung).

Zuschauer: 250. Uwe Born

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