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SC Dortelweil und FCO Fauerbach beide (un-)zufrieden

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Der SC Dortelweil hat im Gruppenliga-Spiel beim FCO Fauerbach zwar überraschend einen Punkt mitgenommen, doch beim 2:2 zahlreiche Chancen ausgelassen und den Sieg verspielt. Fauerbach verlor zwar Boden im Kampf um Rang zwei, kann aber nach dem Spielverlauf dennoch mit einem Zähler glücklich sein.

(mw) Das 2:2 für den SC Dortelweil durch André Dogot war auf dem Fauerbacher Elachfeld gerade gefallen (59.), da bließen die Gäste zu einer langen Schlussoffensive. Günther scheitert aus 16 Metern an Roos (61.), Göktas’ Versuche werden von Roos und Wischtak vereitelt (62.), Stoss findet ebenso in Roos seinen Meister, den Nachschuss jagt Ljujic über den Kasten (63.), Stoss wird abgeblockt (Ljujic hätte es vor dem Querpass auch alleine machen können/80.), Göktas schießt über das Tor (86.) und per Freistoß knapp vorbei (92.) – die Liste der Möglichkeiten für den abstiegsgefährdeten Gruppenligisten war nach den 90 Minuten gestern so lang wie der Kassenbon nach einem 200-Euro-Einkauf beim Discounter. Doch der Siegtreffer wollte nicht mehr gelingen. Weil auch Fauerbach in einer munteren und gutklassigen Gruppenliga-Partie nicht mehr zum Torerfolg kam, endete die Partie mit einem 2:2 (2:1)-Remis. Dies schmeichelte eher der vor der Partie favorisierten FCO-Mannschaft von Matthias Tietz, die angesichts der Fülle an SCD-Chancen durchaus glücklich punkteten. Das sahen sowohl Tietz als auch Vertretungstrainer Bernd Bunzel so.

Tietz bilanzierte: »Ich wusste vorher, dass es ein schwieriges Spiel wird. Ich weiß gar nicht, warum Dortelweil so weit hinten in der Tabelle steht. Sicherlich war der Punkt etwas glücklich für uns«. Auf der Gegenseite hatte der frühere Coach Bernd Bunzel an der Seitenlinie das Kommando, da Spielertrainer Markus Beierle verhindert war. »Aufgrund der zweiten Halbzeit wäre ein Sieg sicherlich verdient gewesen. Wir haben eine tolle Leistung gezeigt. Insbesondere nach der Pause haben wir mit viel Leidenschaft agiert und alle Vorgaben umgesetzt«. Nach der Pleite gegen Petterweil hat Dortelweil somit zwei Spiele (zuvor 0:0 gegen Ober-Erlenbach) mit sehr vielen eigenen Chancen geboten, doch zwei Punkte sind im Abstiegskampf eigentlich zu wenig. »Wir lassen zu viele Chancen aus, ganz klar. Aber wenigstens haben wir zwei Tore geschossen«, ergänzte SCD-Pressewart Elmar Stiebeler.

In der ersten halben Stunde hatte Dortelweil viel Ballbesitz, war aber nicht zwingend genug. Dennoch gingen die Gäste durch Leon Günther in Führung (24.), nachdem sich auf beiden Seiten zunächst einmal Dominik Roos (7./bei Günthers Freistoß) und sein Nachfolger im FCO-Kasten, Rene Gübler (13./bei Oberschelps Kopfball), auszeichnen konnten. Fauerbach wachte dann auf, glich durch Paul Wischtak nach dessen Kombination mit Baufeldt aus (31.) und ging durch Florian Müller in Führung (39.). Nach einer Baufeldt-Flanke wäre Wischtaks Versuch vielleicht im Tor gelandet – Müller fälschte ihn entscheidend ab, stand aber dabei wohl im Abseits. Idics knapp verzogener Ball nur eine Minute später verstärkte den Eindruck, dass Fauerbach nun richtig gut im Spiel war.

Nach der Pause schloss zunächst Günther zu schwach ab (52.), ehe auf der anderen Seite Wischtak freistehend vergab. Nach einer Ecke stocherte der starke Andrej Dogot (war aus dem Mittelfeld in die Viererkette gerückt) das Leder zum 2:2 in die Maschen (59.), und ein unterhaltsame letzte halbe Stunde folgte. Garniert waren die Dortelweiler Chancen im Zwei-Minuten-Takt (die von Roos problemlos entschärften Abschlüsse mitgezählt) von einigen Fauerbacher Möglichkeiten und einem Platzverweis.

Schiedsrichterin Anne Uersfeld verteilte in einer fairen Partie kurioserweise elf Gelbe Karten, zwei davon an FCO-Innenverteidiger Atkinson (66.); und der hinten etwas anfällige FCO (Tietz hatte durch Balajs Abwesenheit aus persönlichen Gründen umstellen müssen) hatte vorne trotz Unterzahl die beste Gelegenheit durch Baufeldt (70./Gübler rettete), zudem reklamierten sie ein Dortelweiler Handspiel im Strafraum (83.).

FCO Fauerbach: Roos – Sarkisjan, Atkinson, Hues, See – Florian Müller, Walther – Oberschelp, Wischtak (87. Tarik Tosunoglu), Idic – Baufeldt. – SC Dortelweil: Gübler – Göktas, Bamberg, Eiwanger, Dogot – Bittner (66. Rück), Assheuer, Ghebrezghi, Günther – Stoss, Ljujic (81. Stahl).

Steno: Tore: 0:1 (24.) Günther, 1:1 (31.) Wischtak, 2:1 (39.) Florian Müller, 2:2 (59.) Dogot. – Gelb-Rot: Atkinson (66./FCO/wiederholtes Foulspiel). – Schiedsrichterin: Anne Uersfeld (Mainz-Kastel).

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