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Doppelter Aufsteiger: Erste und zweite Mannschaft der SG Dorn-Assenheim/Weckesheim steigen von der A-Liga in die Kreisoberliga und von der C-Liga in die B-Liga auf - und gehen ab kommender Saison getrennte Wege. Während Weckesheim den Spielbetrieb vorläufig einstellt, gehen die beiden Teams unter dem Namen TSV Dorn-Assenheim in ihren neuen Spielklassen an den Start.

Fußball

SG Dorn-Assenheim/Weckesheim: Zusammen erfolgreich - alleine weiter

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Krönender Abschluss nach sechsjähriger Kooperation: Die SG Dorn-Assenheim/Weckesheim feiert den Aufstieg in die Kreisoberliga. Dort wird der TSV Dorn-Assenheim eigenständig antreten.

Für die Fußballer aus den Reichelsheimer Stadtteilen Dorn-Assenheim und Weckesheim war der 3:1-Heimerfolg gegen den SV Germania Ockstadt am letzten Spieltag der abgelaufenen Saison in der Kreisliga A Friedberg nach sechs Jahren der vorerst letzte gemeinsame Auftritt.

"Die Weckesheimer haben uns bereits zu Beginn des Jahres mitgeteilt, dass sie keinen Vorstand mehr stellen können und der Spielbetrieb deshalb ab Sommer eingestellt wird. Nach sechs überaus erfolgreichen Jahren mit insgesamt vier Aufstiegen und zwei Meisterschaften trennen sich daher unsere Wege als Spielgemeinschaft", erklärt Fußball-Abteilungsleiter Benjamin Krätschmer. Gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen hat er diesen Umstand dem Verband fristgerecht mitgeteilt hat, sodass sich keine Auswirkungen auf das Aufstiegsrecht ergeben haben - denn in ihrer letzten Saison als Spielgemeinschaft gelang der SG Dorn-Assenheim/Weckesheim ein weiterer Höhepunkt ihrer kurzen Vereinshistorie: Als A-Liga-Vizemeister gelang dem Team von Spielertrainer Marc Oliver Schütz der Sprung in die Kreisoberliga Friedberg. Dort gehen die Fußballler aus dem Reichelsheimer Stadtteil ab August als TSV Dorn-Assenheim an den Start.

Im Hinblick auf die kommende Saison können die Vereinsverantwortlichen mit Sven Harth vom FC Nieder-Florstadt und Salvatore Belluardo vom SV Steinfurth bereits zwei Neuzugänge vermelden. "Beide sind junge Spieler, die aus unserer Sicht aber über das Potenzial verfügen, in der Kreisoberliga zu bestehen. Mit Jeffery Williams kehrt zudem ein alter Bekannter nach zurück, der mit seiner Erfahrung dem einen oder anderen jungen Spieler weiterhelfen kann", erklärt Krätschmer, der seiner Mannschaft gute Chancen auf den Klassenerhalt im Oberhaus des Friedberger Fußballkreises ausrechnet. "Als Aufsteiger in der Kreisoberliga zu bestehen ist zwar immer schwer, für die meisten unserer Spieler ist die Liga aber kein Neuland. Sie kennen das Tempo. Unsere jungen Wilden von damals sind mittlerweile reicher an Erfahrung, deshalb bin ich guter Dinge, dass unsere Mannschaft auch die neuen Herausforderungen in der Kreisoberliga erfolgreich bewältigen wird."

Den Grundstein für den späteren Aufstieg legte die SG Dorn-Assenheim/Weckesheim mit einem blitzsauberen Saisonstart und sechs Siegen aus den ersten sechs Saisonspielen gegen Fauerbach (4:2), Bad Nauheim (4:1), Kaichen (4:1), Massenheim (5:1), Ober-Hörgern (2:0) und Melbach (3:2). "Mit den sechs Siegen in Serie, darunter dem deutlichen 5:1-Heimerfolg gegen den späteren Meister aus Massenheim, haben wir früh ein Ausrufezeichen an die Konkurrenz gesendet. Wichtig war natürlich auch, dass wir über die gesamte Saison weitgehend von Verletzungen verschont geblieben, sodass unser Trainer Woche für Woche das beste Personal aufbieten konnte." Nach zwei weiteren Siegen und zwei Unentschieden folgte erst am elften Spieltag beim 0:1 gegen die SG Wohnbach/Berstadt die erste Saisonniederlage für die "Schloggebacher". "Natürlich gab es im Verlauf der Runde auch kleinere Rückschläge. Die Niederlagen gegen die direkten Konkurrenten aus Burg-Gräfenrode und Kaichen in der Rückrunde waren herbe Dämpfer", räumt Krätschmer ein.

Nach den Niederlagen gegen die FSG Burg-Gräfenrode (1:2) und den FC Kaichen (0:2) sowie den Unentschieden gegen den FC Nieder-Florstadt (2:2), den TuS Rockenberg (1:1) und die SG Wohnbach/Berstadt (2:2) drohten die Aufstiegsträume der SG auf der Zielgeraden der Saison zu platzen. "Wir haben uns aber nicht aus der Ruhe bringen lassen und sind nach den Siegen gegen Beienheim und Ockstadt an den letzten beiden Spieltagen verdient Vizemeister geworden. Unser Saisonziel war eine Platzierung unter den Top-fünf. Hätten wir den Aufstieg in dieser Saison nicht geschafft, wäre das aber auch kein Beinbruch gewesen, denn unser Kader wäre auch in der A-Liga komplett zusammengeblieben", erklärt Krätschmer, der den Erfolg seiner Mannschaft in der gesunden Mischung aus Jung und Alt sowie in der guten Teamchemie begründet sieht.

"Die Jungs sind eine verschworene Einheit - auf und neben dem Platz. Unser Abwehrverbund um Felix Strebert, Patrick Ess und Torhüter Marcel Pflug ist sicherlich eine tragende Säule der Mannschaft. Mit 35 Toren haben wir mit Abstand die wenigsten Gegentreffer kassiert. Das war definitiv ein Schlüssel zum Erfolg. Natürlich gibt es wie in jedem Team auch Spieler, die aus dem Kollektiv herausragen: Marvin Jung als bester Torschütze, Maximilian Mück, der im Mittelfeld keinem Zweikampf aus dem Weg geht, Arthur Sterk, der eine tolle Entwicklung genommen hat, seit er im vergangenen Sommer zu uns gekommen ist, oder auch Marcel Kempf, der als Kapitän ein echter Leader ist und seine Teamkollegen immer wieder motiviert. Auch die Leistungen von Torben Zika, Philipp Sibbe und Pascal Zika darf man nicht unerwähnt lassen."

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