Kreisliga B Friedberg, Gr. 1

Dorheim will Favoriten aus Melbach ärgern

(lab). Die vergangenen Wochen machten in der Fußball-Kreisliga B Friedberg, Gruppe 1, so einiges klar. Allem voran: Es sind wohl drei Kandidaten, die die Spitzengruppe zum aktuellen Zeitpunkt bilden. Mit dem SV Steinfurth II und dem Türkischen SV Bad Nauheim II zwei Reserven und dem SV Ober-Mörlen der ursprüngliche Titelfavorit.

Dieser hat im Laufe der bisherigen Saison schon deutlich gemacht, dass er nicht umsonst vor drei Monaten von allen als Aufstiegskandidat Nummer eins gehandelt worden ist. Die Patzer vom Anfang? Vergessen. Fünf Siege in Folge ohne Gegentor machen dagegen richtig Eindruck. Überhaupt kassierte der aktuelle Tabellenzweite bisher erst fünf Gegentore, drei davon gar nach Elfmetern. Im Konkurrenzkampf an der Spitze sieht Coach Nils Wielpütz seine Elf nun etwas im Vorteil: "Wir können auf unseren Kader bauen, müssen keine Spieler nach oben abgeben. Das verschafft uns eine bessere Breite", sagt er. Die Gegner des Türkischen SV II und des SV Steinfurth II sehe er stark, aber nur wenn diese voll besetzt seien. Das Blatt hat sich entsprechend ein wenig gewendet, am Sonntag steht für Ober-Mörlen nun die Partie gegen den SV Hoch-Weisel II (13 Uhr) an. "Die letzten Spiele waren alles Pflichtaufgaben. Wir wollen gewinnen, egal wie und drei Punkte einfahren", äußert sich Wielpütz hinsichtlich dessen.

Und Melbach? Die waren doch oben so lange dabei? Durchaus. Die vergangenen Spiele haben der SG aber ordentlich zugesetzt. Seit vier Wochen kein Sieg, nur ein 1:1 im Derby gegen die TSG Wölfersheim - und jetzt mit dem FSV Dorheim wieder ein harter Brocken vor der Brust. Gut, so stark wurden die Dorheimer im Vorfeld nicht eingeschätzt, sind wenn es nach Trainer Ronny Wadewitz geht, ist man Außenseiter, könnte aber von vor der Schwächephase der Gegner profitieren. Denn anders als Melbach, die mit Personalproblemen zu kämpfen haben, sind beim FSV alle an Bord. In der Tabelle trennen die Teams derzeit nur zwei Punkte. "Man sollte die Nähe in der Tabelle nicht so hoch werten. Aber wir können punkten, das ist eine machbare Aufgabe", sagt Wadewitz. Mit zwei Siegen zuletzt hat der ambitionierte Klub aus der Friedberger Vorstadt seine Form unterstrichen, will auf jeden Fall oben dabei bleiben. "Wir müssen jetzt Woche für Woche unsere Leistung abrufen, um oben mitzuspielen. Bei zwei bis drei Verletzten könnte es bei uns allerdings schon eng werden. 80 Prozent reichen dann nicht mehr", ergänzt Wadewitz. Gut, dass man im Moment noch 100 Prozent auf den Platz bringen kann - und eventuell am Sonntag (15 Uhr) die SG Melbach ärgert.

Wohl eher weniger Chancen, den Top-teams ein Schnippchen zu schlagen, besitzt der TSV Rödgen vor dem Duell mit Steinfurts "Zweiter" (Samstag, 17 Uhr). Drei Langzeitverletzte machen Trainer Stefan Hiecke das Leben schwer. "Unsere Chance ist, dass wir vom Papier her keine haben. Wir werden versuchen ein ordentliches Ergebnis herauszuholen", erklärt Hiecke.

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