Dorheim erwartet Ajax

(lab). Die Fußball-Kreisliga B ruft und hat gleich mal ein paar interessante Spiele im Gepäck. Dieses Jahr war es nicht eine dreimonatige Sommerpause, die den Kreisliga-Fußball auf Eis gelegt hat - das letzte Spiel war im März, vor sechs Monaten. Doch jetzt läuft das Band wieder, unter der Woche bereits im Pokal, ab Freitag wieder in den Ligen.

Und die Gruppe eins liefert direkt eins dieser vermeintlichen Topspiele: der FSV Dorheim gegen den FC Ajax Rödgen (Freitag, 20.15 Uhr). Da treffen neben zwei Teams, die für oben infrage kommen auch zwei Herangehensweisen aufeinander. Dorheim-Coach Ronny Wadewitz sagt: "Am wichtigsten ist, dass wir das machen, was wir können. Für mich ist Rödgen erst mal ein weißes Blatt Papier, wir schauen auf uns." Das nimmt Druck, schafft Fokus - die richtige Wahl? Stefan Hiecke aus Rödgen geht das anders an, bereitet seine Mannschaft spezifisch auf den Gegner vor. Taktiktraining am Dienstag und auch gestern noch mal 60 Minuten am Gegner orientierte Vorbereitung. "Wir fahren nicht nach Dorheim, um zu verlieren, aber es wird verdammt schwer. Es könnte ein offener Schlagabtausch werden", weiß Hiecke zudem. Personell muss er auf einige Akteure verzichten, in Dorheim ist man dagegen fast vollzählig. Vielleicht der springende Punkt - vielleicht kommt es aber auch ganz anders.

Auch in Butzbach steht mit dem Duell des VfR gegen den SVP Fauerbach (Sonntag, 15.15 Uhr) eine solche Einordnung bevor. Wobei beim VfR Erinnerungen an die Auftaktspiele der vergangenen Jahre lieber verdrängt werden sollten: Letzte Saison dauerte es sechs Spiele, davor fünf bis zum ersten Sieg. Es musste immer erst der Knoten platzen. Dieses Mal soll es gar nicht so weit kommen: "Wir haben ein gutes, aber machbares Auftaktprogramm. Es kann immer alles anders kommen, sieben Punkte aus den ersten drei Spielen scheinen aber möglich", sagt Spielausschuss Steven Langner in Anbetracht der danach kommenden Duelle gegen Rödgen und den SV Echzell.

Am ersten Spieltag ebenfalls einen Blick wert: Der TSV Ostheim zu Gast beim KSV Bingenheim (Sonntag, 15.15 Uhr), sowie der SV Echzell im Spiel gegen die FSG Wisselsheim. Auch hier wird eingeordnet, vielleicht überrascht. Insbesondere Ostheim scheint nach dem Rückzug aus der Kreisoberliga ein noch unbeschriebenes Blatt.

In Gruppe zwei der Friedberger B-Ligen wimmelt es dagegen von Reserven, da sind reine "A-Team-Duelle" seltener. Entsprechend sticht die Partie des SV Blau-Gelb Friedberg gegen den SV Assenheim (Sonntag, 15 Uhr) heraus - beherbergt allerdings einen klaren Favoriten. Assenheim will nach oben, Friedberg bestenfalls ins Mittelfeld. Und vor fast genau einem Jahr gab es ein 9:0. Wohlige Erinnerung auch für Assenheim-Trainer Gennaro Grazioso, der jedoch keine Vorschusslorbeeren verteilt: "Wir haben eine junge Mannschaft, da ist es nicht immer ganz leicht, die Sachen auf dem Platz umzusetzen", erklärt Grazioso seine Zurückhaltung. Ferner fehlen am Sonntag gleich vier bis fünf Männer, das erste Pflichtspiel im Pokal fiel nach einem Rückzug der SG Oppershofen ins Wasser. Nicht die optimalen Voraussetzungen, allerdings bangt auch Friedberg nach dem Pokal um den Einsatz einiger Spieler - geteilte Probleme.

Spiel Nummer zwei mit extra Aufmerksamkeit: Der VfB Petterweil gegen den 1. FC Rendel II (Sonntag, 15 Uhr). Rendel II scheint Favorit, die Heimelf ist mit neuem Trainer an ihrer Seite allerdings erst mal auf die Probe zu stellen.

Ferner absolviert die SG Reichelsheim/Leidhecken bei der SG Bruchenbrücken/Kaichen II (Sonntag, 13 Uhr) ihr allererstes Pflichtspiel als Spielgemeinschaft.

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