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Grund zum Feiern: Die TG Friedberg wird auch in der neuen Saison in der Landesliga Mitte an den Start gehen.

Handball-Landesliga Mitte

Doppelter Profiteur: TG Friedberg hat den Landesliga-Klassenerhalt sicher

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Das vorzeitige Saisonende aufgrund des Coronavirus und der Rückzug eines Konkurrenten lassen die TG Friedberg aufatmen: Das Team bleibt auch nächste Saison in der Handball-Landesliga Mitte.

Paukenschlag in der Handball-Landesliga Mitte: Der TSV Lang-Göns, beim Abbruch der Saison immerhin Tabellenvierter, zieht seine Mannschaft aus der zweithöchsten hessischen Spielklasse zurück und wird in der kommenden Saison in der Bezirksoberliga Gießen antreten.

TG Friedberg hat den Landesliga-Klassenerhalt sicher

Das bedeutet: Die TG Friedberg, bis dato Vorletzter, hat den Klassenerhalt sichert. Dies bestätigte Spielleiter Manfred Leber (Dreieich) auf Nachfrage. Selbst der Tabellenletzte, die nur zwei Punkte hinter den Wetterauern rangierende HSG Lollar/Ruttershausen, bleibt damit Landesligist.

"Das ist spruchreif", sagte Leber - und rechnet vor: Bei der einer Sollstärke von 14 Teams verlässt Meister TV Petterweil die Liga gen Oberliga, die dortigen Absteiger gehen allesamt in die Landesliga Süd. Durch den Rückzug der Langgönser fehlen so bereits zwei Mannschaften. Diese werden die beiden Erstplatzierten der Bezirksoberligen Gießen und Wiesbaden/Frankfurt, also die HSG Hungen/Lich und die HSG Goldstein/Schwanheim, ersetzt. Ein dritter Aufsteiger, normalerweise in der Relegation der beiden Bezirksoberliga-Zweiten ausgespielt, entfällt durch das Corona-bedingte vorzeitige Saisonende. Selbst die aktuell noch ungeklärte Situation in der 3. Liga und mögliche Kettenreaktionen nach unten würden laut Leber daran nichts mehr ändern.

Neu-Trainer Michael Razen stellt bereits neue Mannschaft zusammen

"Wir haben echt Glück durch Corona, so schlimm es ist, so etwas zu sagen", sagt Thomas "Lego" Keck, Sportlicher Leiter der TGF. "Die Landesliga ist perspektivisch elementar für uns", sagt er mit Blick auf die Jugendarbeit, die in der kommenden Saison bereits sechs Talente in die erste Mannschaft spülen wird. Diese wird aktuell von ihm und dem neuen Trainer Michael Razen (ehemals Langgöns) zusammengestellt. Ohne nach der Verpflichtung des Langgönsers Sascha Weigel weitere Details zu verraten, sagt Keck: "Wir freuen uns, dass wir ein richtig geiles Team haben werden. Ich wünsche mir dann aber auch ein Jahr ohne Warterei nach Saisonende und ohne irgendwelche Statuten mit einem gesicherten Mittelfeld", sagt Keck angesichts der vierten Friedberger Hängepartie in den vergangenen fünf Jahren.

Ex-Konkurrent Langgöns hatte am Donnerstag angesichts von vielen Abgängen von Spielern den Rückzug aus der Landesliga beschlossen. "Eine Klasse tiefer zu spielen, ist kein Beinbruch für uns. Wir erhalten uns unsere Identität, können uns neu sortieren und dann gestärkt und geeint in die Zukunft gehen", ließ sich TSV-Männerwart Michael Hopp in einem Statement des Vereins zitieren.

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