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Steven Müller (l.) und Lars Hieronymi stehen bei den Hessischen Meisterschaften in ihren zwei Disziplinen jeweils auf den oberen beiden Podestplätzen.

Doppelte Doppelsiege

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(web). Die hessischen Leichtathletikmeisterschaften der Aktiven und U18 waren für die Starter aus der Wetterau überaus erfolgreich. Doppelte Hessenmeister wurden am Wochenende im Kasseler Auestadion der Dauernheimer Lukas Abele im Mittelstreckenlauf sowie Sprinter Steven Müller.

SSC Hanau-Rodenbach:Der Dauernheimer Lukas Abele hat die Hessischen genutzt, um einen Test im Hinblick auf die Doppelbelastung - Samstag 800 Meter und Sonntag 1500 Meter - zu absolvieren. Am Samstag erzielte er im Alleingang 1:51,97 Minuten über 800 Meter. Der zweite Triumph folgte 24 Stunden später mit locker erzielten 4:02,17 Minuten über 1500 Meter.. Der Student lief taktisch, erst die letzte Runde wurde mit 54 Sekunden richtig schnell. Beim Sparkassenmeeting in Osterode wird Abele nun die EM-Norm in Angriff nehmen.

LG ovag Friedberg-Fauerbach:Steven Müller hat eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wer im Bundesland die Nummer eins über 100 und 200 Meter ist. Sein Teamkollege Lars Hieronymi gewann jeweils Silber. Der Auftritt von Müller, 200 Meter-Halbfinalist der Europameisterschaften von Berlin 2018, glich im Vorfeld einer kleinen Wundertüte. "Weil wir nach der Halle eine etwas längere Pause gemacht haben, damit der Körper sich erholen kann, sind wir fast drei Wochen später in das Training eingestiegen", berichtete Trainer Otmar Velte. "Für den jetzigen Zeitpunkt sind wir im Soll und auf einem guten Weg." 10,54 Sekunden benötigte Müller für die 100 Meter. Im Vorlauf hatte er es in 10,82 Sekunden locker angehen können. Bei seinem Sieg über die doppelte Distanz kam der LG-Athlet in 21,28 Sekunden ins Ziel und sicherte sich bei seinem Heimspiel in Kassel Doppel-Gold.

Strahlender Zweiter, jeweils hinter Müller, wurde Hieronmyi. Nach verletzungsbedingten Abbruch der Hallensaison, ist der Kreisstädter schon wieder gut in Form. 10,58 Sekunden bedeuteten die Vizemeisterschaft über 100 Meter. "Die Zeit hat mich selbst überrascht, weil wir noch nicht so viel Schnelligkeit im Training eingebaut haben," sagte Hieronmyi. Mit seinem Saisoneinstieg über 400 Meter und Rang zwei (48,39 sec.) war er zufrieden, "aber da ist noch deutlich mehr drin." Nach den Rennen war Hieronymi am zweiten Wettkampftag entsprechend platt, über 200 Meter ging am Ende nicht mehr als die 21,67 Sekunden.

Alexander Decher steigerte sich über 100 Meter im Zwischenlauf auf 11,41 Sekunden. Teamkollege Janis Schmidt finishte im Vorlauf in 11,57 Sekunden. Die 200 Meter absolvierte Dirk Leiacker in 23,90 Sekunden als Neunter. Clint Dotzert belegte dieselbe Platzierung über 400 Meter (53,03 Sekunden).

Die erwartete Goldmedaille gab es für Stabhochspringer Gordon Porsch, der sich nach seiner verletzungsgeprägten Hallensaison Schritt für Schritt zu alter Form zurück kämpft. Ein guter Sprung über 5,20 Meter reichte für den Titel. Im Speerwurf holte Kristja Lorenz Platz neun mit 49,93 Metern.

Weitere Medaillen aus Fauerbacher Sicht gab es bei den Frauen. Karolin Leiacker schnappte sich die Silbermedaille im Stabhochsprung. Mit 3,30 Metern lag sie am Ende höhengleich mit der Ersten, hatte aber einen Fehlversuch mehr. Anna Hülsmann holte Doppel-Bronze über 200 und 400 Meter (25,98 Sekunden/59,04 Sekunden). Teamkollegin Eva Harr rannte bei den "Großen" in 62,49 Sekunden auf Platz neun. Über 200 Meter war Abike Tabel nach 26,18 Sekunden im Vorlauf in Medaillenreichweite, sie wurde jedoch im Finale disqualifiziert. Chiara Neeb lief die 200 Meter in 26,91 Sekunden. Sophie Burkhardt lief über 5000 Meter in 19:01,99 Minuten auf Rang vier. Über 100 Meter finishte Tabel in 12,51 Sekunden (Rang sieben), Anne Schröder in 12,84 Sekunden und Lilli Thomalla in 13,19 Sekunden.

In der männlichen U 18 wurde Julian Markof über die 400 Meter in 54,91 Sekunden Sechster. Bei den Mädels freute sich Amrei-Rieke Thomas mit übersprungenen 2,85 über Bronze im Stabhochsprung. Laura Schien lief über 400 Meter in 59,71 Sekunden knapp an Bronze vorbei. Sayana Wilhelm kam auf 63,22 Sekunden - Rang sieben. Über 100 Meter sprintete Annalena Krüger im Vorlauf 12,91 Sekunden, Elena Rieschel brauchte 13,66 Sekunden.

Schlosser wiederholt Triumph

LG Rosbach-Rodheim:Felix Schlosser holt sich erneut den Hessenmeistertitel im 100- Meter-Sprint. Nach seinem letztjährigen Triumph in der Altersklasse M 15 wiederholte er seinen Erfolg im Doppeljahrgang der U 18, obwohl er da noch zum jüngeren Jahrgang dieser Altersgruppe gehört und sich gegen die größtenteils ein Jahr ältere Konkurrenz durchgesetzt hat. Erst eine Woche zuvor stellte er im Rahmen der Regionalmeisterschaften in Niederselters als Sieger eine neue Bestzeit von 11,39 Sekunden auf. In Kassel gelang ihm bereits im Vorlauf mit 11,23 Sekunden die ersehnte Qualifikation zu den Deutschen Meisterschaften. Im Endlauf konnte er sich nochmals auf 11,19 Sekunden steigern. Schlosser wird auch im Rahmen der Süddeutschen Meisterschaften Ende Juni in St. Wendel über die 100 Meter antreten. Für diese Veranstaltung hat er sich weiterhin mit der 4x100-Meter-Staffel gemeinsam mit Jonah Meuschel, Yasin Bak und Dorian Schwalm qualifiziert. Lina Jeritslev erreichte im Diskuswurf mit 25,65 Metern eine neue Bestweite und Platz sechs.

TV Assenheim:Michelle Macker sprintete im Vorlauf über 100 Meter 12,50 Sekunden. Fünfte wurde sie bei den Frauen im Finale mit 12,36 Sekunden. Die hessische Vizemeisterschaft sicherte sich Macker mit 25,74 Sekunden über die doppelte Distanz. Jan Dillemuth knackte die Norm für die M 15-DM in Berlin mit 2:03,75 Minuten und Platz fünf über 800 Meter in der U 18. Gesundheitlich angeschlagen blieb der Schüler damit unter seinen Möglichkeiten.

TV Rendel:Johanna Ebert hat in 2:19,62 Minuten souverän den 800 Meter-Lauf der wU 18 gewonnen. Finn Termersch (mU 18) stellte zwei tolle Bestleistungen auf. 2:14,03 über 800 Meter bedeuteten Platz neun, Sechster wurde er im Hochsprung mit übersprungenen 1,70 Metern. Damit war Termersch bei weitem noch nicht an seiner Leistungsgrenze angelangt, wurde er doch von Trainerikone Günther Eisinger ins Kadertraining eingeladen. U20-Athlet Jonas Kilian lief bei den Männern über zwei Stadionrunden mit 2:01,70 Minuten auf Platz sieben.

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