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Doppelschläge leiten Niederlage ein

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Der EC Bad Nauheim ist zum Weihnachtsfest aus den Playoff-Plätzen der Deutschen Eishockey-Liga 2 gerutscht; zum ersten Mal seit Saisonbeginn Mitte September.

Vor 3047 Zuschauern im Colonel-Knight-Stadion unterlagen die Roten Teufel dem Tabellenführer Rosenheim mit 1:4 (0:2, 1:2, 0:0) und mussten angesichts von nur einem Zähler aus den letzten vier Partien die Lausitzer Füchse, die ein Spiel mehr bestritten haben, vorbeiziehen lassen. Wegweisend waren zwei Doppelschläge der Gäste zum 2:0 (18./19.) beziehungsweise 4:0 (22./23). Das Tor der Hausherren erzielte Matt Beca im Powerplay (28.).

Frank Carnevale hatte - wie schon am Freitag - trotz der fünf verletzungs- und krankheitsbedingten Ausfälle auf den Einsatz des gesunden Kevin Lavallee verzichtet. Zu den Gründen seiner Entscheidung, die für einen Spieler quasi der Höchststrafe gleich kommt, wollte sich der RT-Trainer (noch) nicht näher äußern. Intern hatte Carnevale bereits mehrfach die Einstellung und Leistung des 28-Jährigen kritisiert. Gerüchten, wonach der EC Bad Nauheim den Spieler entlassen habe, widersprach RT-Geschäftsführer Andreas Ortwein. »Der Trainer trägt die sportliche Verantwortung und hat sich für dieses Wochenende zu diesem Schritt entschieden. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

« Ob Lavallee noch einmal für die Teufel aufläuft, erscheint derzeit fraglich. Zudem saß Torwart Thomas Ower aufgrund seiner Hüftverletzung erstmals nur auf der Tribüne. Dennis Schulz nahm als Ersatztorwart auf der Bank Platz.

Die Kulisse vermittelte Playoff-Atmosphäre, und eine gute Viertelstunde lang ließen sich die Hessen davon beflügeln, beschäftigen den jungen Timo Herden, der im Tor der Oberbayern den angeschlagenen Pasi Häkkinen vertrat. Mit dem ersten Gegentreffer - Bad Nauheim hatte nicht konsequent geklärt und Fabian Zick mit dem ersten nennenswerten Torschuss in den Winkel getroffen - wuchs prompt die Verunsicherung bei den Gastgebern. Nur 70 Sekunden später profitierte Norman Hauner von einem Scheibengewinn hinter dem RT-Tor und stellte im Grunde genommen die Weichen - 2:0.

Als Andrei Strahkov unmittelbar nach der Pause im Nachschuss erfolgreich war, und Goran Pantic eine Zeigerumdrehung später den Puck zum 0:4 (Tor durch Hanselko) verloren hatte, war die Partie entschieden (23.). Rosenheim kontrollierte das Match, mit vier Gegentreffern in 60 Minuten waren die Gastgeber gut bedient. Der RT-Anschluss war nur ein Strohfeuer, zu souverän und selbstbewusst präsentieren sich die Oberbayern, während den Wetterauern neben Spritzigkeit, Biss, Kraft und Konzentration auch positve Körpersprache und der Glaube an eine Wende fehlten. Dass der Puck im Schlussdrittel weitgehend im Starbulls-Drittel zirkulierte basiert auf fünf Strafen der Gäste, die aber kein Tor mehr zuließen.

EC Bad Nauheim: Bartels - Baum, Mc Monagle, Götz, Pietsch, Pantic - Dorr, Helms, Pinizzotto, Lange, Carnevale, Beca, Oppolzer, May, Strauch, Spöttel.

Starbulls Rosenheim: Herden - Weihager, Auger, Kritzenberger, Rohner, Frank, Thalhammer - Hauner, Weller, Staal, Zick, Strakhov, Gottwald, Zientek, Schopf, Hanselko.

Steno: Tore: 0:1 (18.) Zick (Gottwald, Kritzenberger), 0:2 (19.) Hauner (Staal, Weller), 0:3 (22.) Strakhov (Gottwald, Zick), 0:4 (23.) Hanselko (Frank, Schopf), 1:4 (28.) Beca (Carnevale - 5-4). - Schiedsrichter: Eric Daniels. - Strafminuten: Bad Nauheim 6 plus zehnminütige Disziplinarstrafe (Beca), Rosenheim 18. - Zuschauer: 3047.

Michael Nickolaus

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