Immerhin der zweite Lauf des Wochenendes geht für die beiden Porsche 911 GT 3 R glatt: Sie landen auf den Plätzen 14 und 15. FOTO: PV/GRUPPE C PHOTOGRAPHY
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Immerhin der zweite Lauf des Wochenendes geht für die beiden Porsche 911 GT 3 R glatt: Sie landen auf den Plätzen 14 und 15. FOTO: PV/GRUPPE C PHOTOGRAPHY

Doppeleinsatz mit Hindernissen

  • vonred Redaktion
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(pm). Zwei Vier-Stunden-Rennen an zwei Tagen, dazu Pech und viel Arbeit für die Mechaniker: Für Schnabl Engineering wurde der "Doppelschlag" der Nürburgring-Langstrecken-Serie am vergangenen Wochenende zur Bewährungsprobe. Am Ende standen für das Einsatzteam von Falken Motorsports immerhin drei Platzierungen in den Top-20 zu Buche.

Teamchef Sven Schnabl zog daher eine gemischte Bilanz zum zweiten Rennwochenende: "Aufgrund der Einstufung unserer Porsche-Autos hatten wir keine Chance, in den Kampf um die Spitzenpositionen einzugreifen. Das war enttäuschend. Unsere Mannschaft hat aber einmal mehr hervorragende Arbeit geleistet."

Das Wochenende hatte mit einem Rückschlag begonnen: Noch vor Trainingsbeginn befand sich einer der beiden Porsche 911 GT 3 R auf seiner Checkrunde, als er von einem anderen Fahrzeug touchiert und beschädigt wurde. Die Falken-Fahrer Peter Dumbreck und Martin Ragginger waren deshalb im Zeittraining nur Zuschauer. Im Schwesterauto taten sich Thomas Preining und Dirk Werner schwer, mit den Spitzenautos mitzuhalten. Sie qualifizierten ihr Fahrzeug als drittbesten Porsche in 8:07:731 Minuten auf Rang 14 unter 150 Teilnehmern

Im Samstagsrennen, dem 60. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen über die übliche Distanz von vier Stunden, kehrte sich das Rennglück für die beiden Falken-Autos um: Während Dumbreck/Ragginger mit dem kurzfristig reparierten 911er aus der Boxengasse kommend noch einen soliden 20. Platz erzielten, war für Preining/Werner nach gut der Hälfte der 28 Rennrunden Schluss: Das Fahrzeug kam am Heck qualmend in der Boxengasse zum Stehen. Bei einem Ausweichmanöver war eine Ölleitung beschädigt worden, sodass sich der Porsche schließlich entzündete und gelöscht werden musste.

"Unsere Crew hatte danach alle Hände voll zu tun, die Brandfolgen zu beseitigen und das gesamte Auto zu überprüfen"", sagte Schnabl. Nach einem Motorwechsel und weiteren Reparaturen ging in der Falken-Garage erst um halb vier Uhr früh am Sonntagmorgen das Licht aus. "Für diesen Sondereinsatz muss ich der Mannschaft meinen Respekt zollen", sagt Schnabl. "Das Auto war am Sonntag wieder komplett einsatzbereit."

Im Zeittraining zum 52. ADAC Barbarossapreis stand Schnabl Engineering mit seinen Porsche-Fahrzeugen allerdings erneut auf verlorenem Posten: Mit 8:16.462 Minuten büßten Matteo Cairoli und Peter Dumbreck über 17 Sekunden auf die beste Qualifying-Runde ein und belegten Startplatz 23 unter 127 Autos. Thomas Preining und Christian Engelhart stellten das Schwesterfahrzeug gut 1,7 Sekunden dahinter auf Position 25.

Am Ende läuft noch alles glatt

Dieses Mal lief immerhin im Rennen alles glatt: Die beiden Falken-Boliden fuhren praktisch die komplette Vier-Stunden-Distanz im Parallelflug um die 24,358 Kilometer lange Kombination aus Nürburgring-Kurzanbindung und Nordschleife. Nach 28 Rennrunden fegten die Autos von Schnabl Engineering im Abstand von nur 1,114 Sekunden ebenfalls Stoßstange an Stoßstange über die Ziellinie, 3:09 Minuten hinter dem siegreichen HRT-Mercedes und auf den Plätzen 14 und 15 - als dritt- und vierbeste Porsche-Vertreter.

"Sehr viel mehr war angesichts der Einstufung der Fahrzeuge nicht möglich", erklärt Teamchef Schnabl. Den vierten Lauf zur Langstrecken-Serie am 1. August lässt der Rennstall aus Butzbach planmäßig aus, steigt erst zum fünften Rennen am 29. August wieder ein. Das 43. RCM DMV Grenzlandrennen über die Distanz von sechs Stunden ist zugleich die "Generalprobe" für das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring, das aufgrund der Corona-Krise erst im Herbst stattfindet.

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