+

Leichtathletik

Doppel-Gold für Friedberger Ben Gerlach

  • vonTanja Weber
    schließen

Ein halbes Dutzend Medaillen holten sich die heimischen Leichtathleten bei der Landesmeisterschaft in Darmstadt. Die Friedberger Ben Gerlach, Noah Bornmann und Lilly Peter räumten ab.

Die hessischen Meisterschaften der U16-Talente in der Leichtathletik gingen am Wochenende im Bürgerpark-Stadion Darmstadt über die Bühne. Rund 267 Athleten aus 80 hessischen Vereinen nahmen daran teil. Samstags war die M/W14 dran, sonntags die 15-Jährigen, jeweils zeitlich getrennt nach weiblichen und männlichen Teilnehmern.

Sechs Medaillen gingen in die Wetterau: Ben Gerlach (LG ovag TSV Friedberg-Fauerbach) räumte gleich zweimal ab: Gold über 100 Meter und im Kugelstoßen. Noah Bornmann warf den Speer zu M15-Gold, die bronzene Medaille nahm er im Diskuswurf mit. Noel Freder (VfL Altenstadt) verteidigte seinen 800-Meter-Titel. Deutschlandweit ist nur einer schneller. Kjell Jona Credner rannte zum Vizetitel im Mittelstreckenlauf. Die Friedbergerin Lilly Peter (Eintracht Frankfurt) feierte die W14-Meisterschaft im Speerwurf.

FB-Fauerbach: Enger Sprint über 100 m

Bei den "Hessischen" in Darmstadt hat die kleine, aber feine Truppe aus Friedberg-Fauerbach alles herausgeholt, was möglich war: Drei Mal Gold und einmal Bronze. Überzeugen konnte Ben Gerlach in der Altersklasse M14. Nach 12,77 Sekunden im Vorlauf über 100 Meter, der drittschnellsten Zeit im Teilnehmerfeld, konnte sich Gerlach im Finale dann zwar nicht mehr steigern, was die Zeit angeht, dafür aber in Sachen Platzierung. In 12,83 Sekunden sprintete er zur Goldmedaille und sicherte sich den ersten Hessenmeistertitel. "Ben hatte einen sehr guten Start und lag bis 80 Meter eindeutig vorne. Dann wurde es immer enger, und er gewann mit nur einer Hundertstel vor dem Zweitplatzierten", bilanzierte Trainerin Marion Michel.

Goldmedaille Nummer zwei gab es für ihn im Kugelstoßen. Mit 12,01 Metern hatte das TSV-Talent am Ende knapp 70 Zentimeter Vorsprung vor der Konkurrenz und kam nah heran an seine persönliche Bestweite.

Ähnlich erfolgreich lief es für Teamkollege Noah Bornmann in der M15. Im Speerwurf sicherte er sich die Goldmedaille und damit den Meistertitel erst im letzten Versuch. Hier flog der Speer auf 48,23 Meter. Im Diskuswurf überzeugte der TSV-Athlet mit einer persönlichen Bestweite im vierten Durchgang. Dieser Versuch brachte ihm 41,68 Meter ein und den Bronzerang.

Nicht ganz so viel Glück hatte Anna Happel bei den Mädels in der W14. Sie hatte sich über 80 Meter Hürden viel vorgenommen, kam aber nicht ins Laufen und schied nach der vierten Hürde aus. Im Speerwurf kam Happel auf 22,70 Meter und Rang neun am Ende.

Ein Athleten-Quartett vertrat indes den VfL Altenstadt in Südhessen. Über die Mittelstrecke von 800 Metern starteten in der M14 Kjell Jona Credner, hochgemeldet waren Jamie Lenn Knaus (2007) und Ben Emilio Reif (2008). Im langsameren ersten Lauf verbesserten Ben Emilio Reif und Jamie Lenn Knaus ihre Bestzeiten: 2:27,64 Minuten (10.) und 2:29,82 Minuten (11.). Im zweiten und schnelleren Lauf musste sich Kjell Jona Credner nur Tristan Kaufhold (Hanau Rodenbach) geschlagen geben. Er feierte die Hessische Vizemeisterschaft der M14 in 2:13,67 Minuten.

Der aktuell Zweite der deutschen Bestenliste, Noel Freder, verteidigte in der M15 seinen Titel über 800 Meter aus dem letzten Jahr: 2:04,88 Minuten. Knapp zweieinhalb Stunden später trat er zum 300-Meter-Lauf an. Er landete mit 39,29 Sekunden auf dem zehnten Rang. Kjell Jona Credner wurde 14. bei der älteren Konkurrenz in 41,19 Sekunden.

TV Rendel: Hürden-Rhythmus gehalten

Drei Athleten brachte der TV Rendel an den Start im Darmstädter Bürgerpark. Jill Künne scheiterte im Hochsprung an ihrer neuen Bestmarke von 1,49 Metern knapp. Sie wurde W14-Fünfte.

Die Mehrkämpfer Valerie Hercek (11. über 80 m Hürden) und Luca Wörner (5. auf 80 m Hürden und 12. über 100 m) wurden jeweils zu den 14-jährigen hochgemeldet, um Hessenmeisterschaftsluft zu schnuppern. Sie meisterten auf Anhieb die größeren Hürdenabstände und liefen im Dreier-Rhythmus durch. "Beide blicken zuversichtlich in das nächste Jahr", so Joachim Barowski. "Sind sie doch körperlich in der höheren Altersklasse unterlegen gewesen."

Mit vier Athletinnen ging derweil der SV Fun-Ball Dortelweil bei den Meisterschaften an den Start. Am Samstag durfte Emma Piel (Jg. 2007) in der W14 starten. Es war ihr erster Start nach dem Lockdown und ihre ersten Hessischen Meisterschaften. Dementsprechend war die Nervosität im Speerwurf zu spüren, wo sie nicht ganz ihr Potenzial abrufen konnte. Mit 16,51 m, ihrem einzigen gültigen Versuch, belegte sie Rang elf.

Wenige Minuten später fiel der Startschuss über 800 Meter der W14. Hier bewies Emma Piel ihre Stärke und lief sehr gute 2:45;39 Minuten: eine Verbesserung ihrer letzten 800-Meter-Zeit um acht Sekunden. Im gleichen Lauf ging ihre Vereinskameradin Kim Lungershausen (Jg. 2006) mit an den Start. Sie rannte in 2:55,37 Minuten auf Platz 14.

Am Sonntag freute sich Lisa Guiot in der W15, denn sie lief mit starken 13,60 sec. erstmals unter 14 Sekunden und erreichte somit das B-Finale. Hier konnte Lisa Guiot ihre Zeit noch mal bestätigen und belegte Platz fünf.

Natalie Scrivener lief in einem starken Rennen mit zwölf Teilnehmerinnen über 800 Meter in der W15 um die Medaillen. Bei 200 m war sie noch eingeklemmt auf Platz sieben, lief dann aber souverän nach vorne und versuchte auf den letzten 200 m, Rang drei zu erreichen. Im Ziel feierte Natalie Scrivener mit einer Bestleistung von 2:22;41 Minuten den vierten Platz.

Lilly Peter gewinnt Speerwurf der W14

Zweimal W14-Sechste wurden im Trikot des TV Assenheim Cansiz Velaya und Sophie Roth. Cansiz Velaya sprintete 13,56 Sekunden über 100 Meter. Sophie Roth erreichte im letzten Versuch des Kugelstoßens 9,56 m.

Die Friedbergerin Lilly Peter (Eintracht Frankfurt) feierte mit 35,82 Metern im sechsten Versuch die W14-Meisterschaft im Speerwurf. FOTO: RAS

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare