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Dominik Reichardt: »Wie ein kleiner Nationalspieler«

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Im Schatten des Eiffelturms: Dominik Reichardt, der zweifache Torschütze der Fanclub-Nationalmannschaft.
Im Schatten des Eiffelturms: Dominik Reichardt, der zweifache Torschütze der Fanclub-Nationalmannschaft. © Red

(mn) Am Ende, als Deutschland als 5:4-Sieger feststand, wurde Dominik Reichardt sogar ein Mirkofon unter die Nase gehalten. Seine Eindrücke und seine Tore sollte er noch einmal schildern; vor den Kameras des Deutschen Fußball-Bundes, aber auch vor den Teams von ARD und RTL.

»Da kommt man schon ins Träumen«, sagte der Verteidiger vom Kreisoberligisten SV Steinfurth gestern gegenüber der WZ mit einem Augenzwinkern. Zwei Treffer, einen per Strafstoß zum Ausgleich, einen per Kopf zum Sieg, hatte er erzielt; als Mitglied der Auswahl des Fanclubs Nationalmannschaft, für die er in Paris, im Schatten des Eiffelturms, in der Partie gegen Österreich aufgelaufen war. »Das war schon der Wahnsinn. Das Drumherum, die Hmyne zu Spielbeginn. Man hat sich gefühlt wie in kleiner Nationalspieler«, sagt der Abwehrchef aus dem Rosendorf.

Mit seinem Bruder Oliver campiert Dominik Reichardt in diesen Tagen in der französischen Hauptstadt; und das im wahrsten Sinne des Wortes. Im offiziellen deutschen Fancamp haben die Reichardts einen Stellplatz gemietet, übernachten im Auto. Von »Mallorca-Feeling« berichtet er angesichts von rund 700 Gleichgesinnten um ihn herum. Alles sei fröhlich, freundschaftlich. Im Camp sowieso, aber auch auf dem gemeinsamen Weg ins Stadion. Eskortiert von der Polizei ging’s zum ersten Spiel durch die Straßen von Lille, wo die Anwohner Fahnen schwenkend aus ihren Häusern grüßten.

Bislang blieb alles friedlich. »Überall stehen Polizisten und Soldaten – man fühlt sich sicher.« Zum Einsatz im Nationaltrikot kam Reichardt zufällig; aus einem Gespräch heraus im Camp. Fußballschuhe wurden kurzerhand geliehen. Dass diese eine Nummer zu klein waren; sei’s drum. Einen Steinwurf vom Wahrzeichen der Hauptstadt entfernt lief Reichardt für die Fanclub-Nationalmannschaft auf. Zwischen Kreisoberliga und B-Liga – qualitativ waren Hobby-Kicker aller Klassen vertreten. Es geht einzig um die Gaudi. Unterstützt wurden beide Mannschaften von jeweils 200 Anhängern, die für derlei Spiele auf dem Gelände zugelassen waren. »Es hat unglaublich viel Spaß gemacht«, sagt er. Heute bestreiten die deutschen Fan-Kicker die nächste Partie. Wie die A-Elf trifft das Team des DFB auf Nordirland. Ob Reichardt wieder dabei ist, ist noch offen. Unmittelbar nach dem Sieg gegen Österreich hatte der DFB-Fanclub gleich 70 neue Anfragen für eine Teilnahme vorliegen. Dominik Reichardt ist diese Erfahrung schon jetzt nicht mehr zu nehmen.

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