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Dortelweils Dominik Steffen (M.) wird von den Fauerbachern Niklas Beier (l.) und Michael Walther bedrängt.

Fußball-Gruppenliga

Déja-vu für SC Dortelweil - Fauerbachs Aufholjagd kommt zu spät

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In der Fußball-Gruppenliga hat der SC Dortelweil fast eine sichere Führung gegen den FCO Fauerbach aus der Hand gegeben. Der Türk. SV Bad Nauheim hat die nächste Klatsche kassiert.

Ein Déja-Vu zum letzten Auftritt in Königstein erlebte am Sonntagnachmittag der SC Dortelweil beim knappen 3:2-Erfolg im Wetterauer Derby gegen den FC Olympia Fauerbach in der Gruppenliga Frankfurt-West. Erneut führte das Team von Trainer Frank Ziegler nach einer souveränen Vorstellung klar mit 3:0, ehe der Schlendrian Einzug ins Dortelweiler Spiel hielt. Am Ende des Spiels musste der SCD tatsächlich noch um die schon sicher geglaubten drei Punkte zittern. Ein Umstand, der den Dortelweiler Verantwortlichen um Ziegler, Hans Wrage und Martin Gunkel mit Sicherheit nicht schmeckte, denn die aufkommende Spannung war absolut unnötig. Das ersatzgeschwächte Dortelweiler Team hatte bis zur Mitte der zweiten Spielhälfte alles sicher im Griff. Sicherlich auch begünstigt durch einige eklatante Fehler auf Seiten des FCO.

Doch der Reihe nach: In der Anfangsphase setzte sich Lennart Lampe auf der für ihn ungewohnten linken Außenbahn durch, flankte nach innen und fand am langen Pfosten in Andrej Dogot einen dankbaren Abnehmer zum frühen 1:0 für die Gastgeber. FCO-Torwart Jens Michalak unterschätzte in dieser Situation Lampes Flankenball und machte beim Dortelweiler Führungstreffer keine allzu gute Figur (8.).

Dominik Steffen verpasste es freistehend nach Vorlage von Leon Günther auf 2:0 zu erhöhen (17.). Vom FCO war in der ersten Spielhälfte kaum etwas zu sehen. Kurz vor dem Pausenpfiff unterlief Alexander Sarkisjan im Aufbauspiel ein grober Schnitzer, den Dogot sofort ausnutzte und im Anschluss von Michalak nur noch elfmeterreif gefoult werden konnte. Günther ließ sich nicht zweimal bitten und verwandelte den Strafstoß souverän zum 2:0-Halbzeitstand (45.).

Nach dem Wiederanpfiff parierte Michalak zunächst stark gegen Lampe und Dogot (50.), ehe Dogot nach Stahls Vorlage auf 3:0 erhöhen konnte (54.) Doch irgendjemand zog nun den Stecker im Spiel des SCD und die bis dato harmlosen Gäste kamen immer besser ins Spiel. Der gut aufgelegte Niklas Beier wurde ebenfalls im Strafraum gefoult, so dass Cristian Bodea auf 3:1 verkürzte (68.). Im weiteren Spielverlauf vergaben Bodea (75.) und Beier (78.) gute Chancen des FCO, ehe Beier nach Coniglios starken Vorlage zum 2:3 einschieben konnte (89.). Bis auf Chekmazovs Schuss ans Außennetz in der Nachspielzeit hatte der Tabellenletzte aber nichts mehr zu bieten.

SC Dortelweil: Rühl - Eiwanger, Mistetzky, Müller - Cholewa (48. Bittner), Günther (83. Vancura), Stahl (71. Wiehl), Lampe - Schleibinger, Dogot, Dominik Steffen

FC Olympia Fauerbach: Michalak - Lupica Coniglio, Muntean, Sarkisjan (57. Dan), Chekmazov - Kell, Walther, Beier, Kumar - Glaßl (62. Ishii), Bodea

Im Stenogramm / Tore: 1:0 (8.) Dogot, 2:0 (45./FE) Günther, 3:0 (54.) Dogot, 3:1 (68./FE) Bodea, 3:2 (89.) Beier. - Schiedsrichter: Bilal Koc (Schlüchtern). - Zuschauer: 120.

Die Spiele der anderen Wetterauer Gruppenligisten:

Türkischer SV Bad Nauheim: Platzverweise als Knackpunkt

SKV Beienheim mit 15 Minuten Tiefschlaf

SV Gronau stark, aber ohne Punkte

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