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Mörlens Trainer Philipp Petriesas (4. v. l.) will mit seiner Mannschaft weiter in die Spitzengruppe der Handball-Bezirksoberliga vorstoßen. FOTO: NICI MERZ

Distanz schaffen

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(se). Die Mannschaften aus dem Sportkreis Wetterau stehen in der Handball-Bezirksoberliga vor wichtigen, vielleicht sogar wegweisenden Spielen. Das gilt auch für die HSG Wettertal, die am Samstag bei der HSG Linden II zu Gast ist und mit einem Sieg den Drittletzten im Tableau auf Distanz halten würde. Ebenfalls eine Auswärtsaufgabe zu lösen hat die MSG Florstadt/Gettenau, die beim punktlosen Schlusslicht TV Wetzlar anzutreten hat und mit einem Sieg Boden im Abstiegskampf gutmachen kann. Doch Vorsicht: Die Wetzlarer sind stärker, als es ihr Tabellenstand vermuten lässt.

Die HSG Mörlen ist als Tabellensechster dagegen der Spitzengruppe zuzurechnen. Nun treffen die Schützlinge von Philipp Petriesas auf den Rangdritten HSG Wettenberg II. Die Gäste haben den Direktaufstieg sicherlich noch nicht aus den Augen verloren, doch eine Niederlage würde den Ambitionen des Landesliga-Absteigers einen empfindlichen Dämpfer verabreichen.

HSG Linden II - HSG Wettertal (Sa., 17.30 Uhr/Sporthalle Lützellinden):"Dieses Spiel ist nicht unwichtig für Wettertal, da sich die Mannschaft noch nicht in Sicherheit wiegen kann", macht Gästetrainer Sven Tauber deutlich und rechnet vor: "Je nachdem, was in den höheren Ligen passiert, könnte es bei ganz schlechtem Verlauf bis zu drei direkte Absteiger aus der Bezirksoberliga geben." In der Vorrunde gewannen die Lindener in Rockenberg "recht locker" mit 26:22. Die Personalsituation bei Wettertal hat sich nicht verbessert, sondern das Gegenteil ist eingetreten: "Zu den Langzeitverletzten könnte sich Andreas Boller gesellen, da eine alte Verletzung eventuell aufgebrochen ist", ergänzt der Wettertaler Trainer, "alles andere als rosige Aussichten. Man wird den Kader aber irgendwie voll bekommen. Das hat bisher ja immer funktioniert." Sven Tauber weiß auch: "Linden wird kämpfen. Da müssen wir dagegenhalten, sonst wird es wieder mehr als schwer." Der Wettertaler Coach wünscht sich von seiner Mannschaft, dass "von Beginn an der Zug zum Tor vorhanden" ist, damit "man gegen eine der besten Defensivreihen in der Liga bestehen" könne.

TV Wetzlar - MSG Florstadt/Gettenau (Sa., 19.30 Uhr/Sporthalle der Eichendorffschule Wetzlar-Dalheim):Wieder eine ausgesprochen wichtige Partie für die MSG, die nach dem Unentschieden gegen Kirchhain/Neustadt nun beim Schlusslicht zu Gast ist. "Wir wollen punkten", erklärt MSG-Coach Christian Sacks, warnt aber vor den Gastgebern: "Das wird eine schweres Spiel. Die Wetzlarer können in jeder Partie gut mithalten." Allerdings weiß der Trainer, wie man dem Tabellenletzten entgegentreten kann: "Wir müssen 60 Minuten lang konzentriert spielen und den Druck aufrechterhalten." In personeller Hinsicht hat sich bei Florstadt/Gettenau gegenüber dem Auftritt vor 14 Tagen nichts geändert. Die Mannschaft wird auch nicht in Wetzlar in Bestbesetzung auflaufen können. Aber Christian Sacks ist sicher: "Wir werden das Beste daraus machen."

HSG Mörlen - HSG Wettenberg II (Sa., 20 Uhr/Frauenwaldhalle Nieder-Mörlen):Hilfestellung könnte vielleicht die Erinnerung an das Vorrundenspiel in Launsbach geben. In dieser Partie haben die Mörler zwar mit 21:28 verloren, doch in der ersten Halbzeit waren sie absolut gleichwertig. "Wir haben gut gespielt, konzentriert gespielt", berichtet Trainer Philipp Petriesas, "auch im Angriff gegen die offensive Wettenberger Abwehr."

Und so soll es auch am Samstagabend in eigener Halle laufen. "Wenn wir das wieder hinkriegen, ist vielleicht ein Punkt zu holen", sagt der Coach der Gastgeber. Allerdings müsse seine Mannschaft auch in der Abwehr zulegen, gerade im Spiel eins gegen eins. Und gelingt es der HSG Mörlen heute Abend, auch im Angriff die richtigen Entscheidungen zu treffen, dann könnte in der Tat etwas zu holen sein. Bei einem Sieg würde die HSG Mörlen der Spitzengruppe auf jeden Fall ein gutes Stück näher kommen. Allerdings können die Wettenberger im Falle eines eigenen Sieges den beiden Führenden wieder etwas näher kommen. Und das dürfte die Mannschaft zusätzlich anspornen.

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