Dillemuth als Doppelsieger

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Sechs hessische Titel nahmen die Leichtathleten aus der Wetterau am Wochenende von den Jugendmeisterschaften in Stadtallendorf mit nach Hause. Überragender Athlet war Jan Dillemuth vom TV Assenheim, der gleich zweimal ganz oben auf dem Treppchen stand.

Sechs hessische Titel nahmen die Leichtathleten aus der Wetterau am Wochenende von den Jugendmeisterschaften in Stadtallendorf mit nach Hause. Überragender Athlet war Jan Dillemuth vom TV Assenheim, der gleich zweimal ganz oben auf dem Treppchen stand.

LG ovag/TSV Friedberg-Fauerbach

Der erste Auftritt von Laura Schien über 400 Meter lief perfekt. "Sie hat alles so umgesetzt, wie sie es sollte. Wir hatten jedoch nicht unbedingt mit dem Titel gerechnet", freute sich Trainer Michael Weber hinterher. Die Siegerzeit: 61,07 Sekunden – und eine knappe Sekunde Vorsprung vor der Konkurrenz. Vergangene Woche hatte sie bereits Bronze über 200 Meter in der U 18 gewonnen, nun die nächste Medaille. Lilli Thomalla (62,25 Sekunden) und Eva Harr (63,40) kamen auf die Plätze vier und sechs. Der große Coup gelang Harr über die vierfache Distanz: In 2:24,53 Minuten lief sie zum 800-Meter-Hessenmeistertitel. Ein Triumph für die Athletin, die die letzten anderthalb Jahre mit Verletzungen zu kämpfen hatte.

Im Sprint über 60 Meter kam Annalena Krüger unterdessen im Vorlauf in neuer Saisonbestzeit von 8,18 Sekunden ins Ziel. Noch einmal 8,19 Sekunden legte sie dann im Zwischenlauf hin. Sayana Wilhelm stand ebenfalls im Zwischenlauf, finishte hier in 8,26 Sekunden. Chiara Neeb feierte derweil eine neue Bestzeit: 8,41 Sekunden. Für Elena Rieschel wurden im Vorlauf 8,37 Sekunden gestoppt. Rang vier erkämpfte sich die LG ovag in Person von Schien über 200 Meter (26,47 Sekunden). Auch auf den weiteren Plätzen waren Kreisstädterinnen zu finden: Sayana Wilhelm belegte in 26,62 Sekunden den fünften Platz, es folgten Chiara Neeb (27,22/PB), Elena Rieschel (27,27) und Annalena Krüger (27,50/PB).

Zufrieden sein konnte Lilli Thomalla mit ihrem Auftritt über 60 Meter Hürden. Nach 9,45 Sekunden im Vorlauf wartete das Finale auf die Sprinterin. Hier konnte sie in 9,46 Sekunden den sechsten Platz klarmachen. Die zweite Silbermedaille innerhalb einer Woche ging derweil an Stabhochspringerin Karolin Leiacker. In Stadtallendorf steigerte sie ihre Saisonbestmarke auf 3,20 Meter. Teamkollegin Amrei-Rieke Thomas meisterte 2,90 Meter auf Anhieb, riss dann dreimal bei drei Metern und wurde am Ende Vierte. Vergangene Woche hatte sie mit dieser Höhe noch U 18-Silber gewonnen

Die letzte Medaille aus LG-Sicht machte Jonas Smolka in der männlichen U 16 klar. Mit tollen 39,05 Sekunden – so schnell wie nie zuvor – wurde er Dritter über 300 Meter. Im Weitsprung kam zudem ein vierter Rang hinzu (5,88 Meter). Benedict Michel startete über 60 Meter im Vorlauf (8,02 Sekunden). Im Kugelstoßen wuchte Michel seinen letzten Versuch auf 11,42 Meter – Rang acht. Alexander Decher war im Vor- und Zwischenlauf über 60 Meter mit jeweils 7,29 Sekunden schnell unterwegs. Tim Dillemuth finishte als Siebter über 400 Meter in 55,32 Sekunden. In der weiblichen U 16 vertrat Leonie Kurz die blau-weißen Vereinsfarben, lief die 60 Meter in 8,70 Sekunden und kam auf 9,14 Meter im Kugelstoßen. Für Kurz war es erstmals eine Weite über die 9-Meter-Marke. In der jüngsten Altersklasse M/W 14 hatte der TSV gleich mehrere Nachwuchstalente am Start, die allesamt Bestleistungen ablieferten: Helena Schneeberger verletzte sich während des Rennens und verpasste so den Zwischenlauf über 60 Meter um eine Hundertstelsekunde. Ihre Zeit: 8,53 Sekunden. Julia Odermatt finishte in 8,69 Sekunden, Teamkollegin Greta Beims kam in 8,81 Sekunden ins Ziel. Ray Kabuya absolvierte die 60 Meter in der M 14 in 8,53 Sekunden.

TV Assenheim

In beeindruckender Weise konnte Jan Dillemuth in der M 15 den Titel über 800 Meter und 3000 Meter gewinnen. Als Favorit ging er in das 800-Meter-Rennen. In einem von ihm klug eingeteilten Lauf übernahm er nicht gleich die Führungsposition, sondern heftete sich an die Fersen der Konkurrenz, ehe er kurz vor dem Ende zum Schlussspurt ansetzte, dem Patrick Lorenz von der LG Odenwald nichts mehr entgegenzusetzen hatte. Mit 2:09,52 Minuten feierte der Jugendliche den Landestitel Nummer eins. Über 3000 Meter war der letztjährige Hessenmeister Attila Has vom SSC Hanau-Rodenbach der Top-Favorit. Dillemuth ging zunächst nur mit. Doch auf den letzten drei Bahnrunden steigerte Dillemuth sein Tempo und ließ die Konkurrenz buchstäblich stehen. Als einziger Läufer finishte er in 9:55,70 Minuten unter der Zehn-Minuten-Marke und mit 17 Sekunden Vorsprung auf den zweitplatzierten Has: Landestitel Nummer zwei für den talentierten Läufer des TVA.

Drei weitere Athletinnen gaben ihren Einstand auf den Landesmeisterschaften: Sophie Roth erreichte in der W 14 im Kugelstoßen mit einer neuen Bestweite von 8,60 Metern einen Top-Ten-Platz. Über 60 Meter sprintete Velaya Cansiz mit neuer Bestleistung von 8,56 Sekunden zu einem sehr guten Mittelrang. Paula Clausen erreichte beim Hochsprung mit übersprungenen 1,40 Metern den zwölften Platz in der W 14.

VfL Altenstadt

Über 800 Meter lief Noel Freder in einer neuen Bestzeit von 2:15,95 Minuten zum Titel in der M 14. Im Weitsprung sprang er mit 5,44 Metern so weit wie nie zuvor und wurde damit Vierter. Ebenfalls über 800 Meter konnte Mathilda Kaufmann in der W 14 trotz erheblichen Trainingsrückstandes mit einer guten Zeit von 2:44,29 Minuten den 13.Platz in einem starken Feld erlaufen. Niclas Gottschalk überzeugte mit dem sechsten Platz über 400 Meter (55,74 Sekunden).

TV Rendel

Neuzugang Jonas Kilian startete das erste Mal für den Karbener Verein. Er feierte über 800 Meter mit 2:02,85 Minuten und der Bronzemedaille in der U 20 einen guten Einstand. Kilian lief taktisch etwas unklug, da er zu viel Lücke gelassen hatte, um den vor ihm liegenden Nicklas Schwesig in der letzten Runde noch einholen zu können.

TG Groß-Karben

Malin Stavenow feierte im Weitsprung im ersten Jahr in der U 20 den Titel mit gesprungenen 5,82 Metern.

SV Fun-Ball Dortelweil

Auch ein Athlet des Fun-Ball Dortelweil sicherte sich hessisches Edelmetall: Vincent Velte feierte in der U 20 im Hochsprung mit 1,80 Metern die bronzene Medaille. Natalie Scrivener lief über vier Bahnrunden in persönlicher Bestzeit von 2:31,29 Minuten auf den fünften Platz der W 14. Lara Cemas sprintete über 60 Meter 8,05 Sekunden, Hannah Mohr 8,47 Sekunden.

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