Tim Heß aus Bad Nauheim ist eDEL-Meister. Jetzt kämpft der 21-Jährige beim eSpengler-Cup für Team Canada um Titel und Preisgeld. FOTO: RED
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Tim Heß aus Bad Nauheim ist eDEL-Meister. Jetzt kämpft der 21-Jährige beim eSpengler-Cup für Team Canada um Titel und Preisgeld. FOTO: RED

E-Sport

Dieser Bad Nauheimer spielt für Team Canada

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Tim Heß hat den Sprung ins Team Canada geschafft. Zumindest bei einer virtuellen Eishockey-Simulation. Der Bad Nauheimer vertritt die Ahornblätter beim eSpengler-Cup 2020.

In den Qualifiers setzte sich der NHL-Gamer auf der Playstation gegen 127 Wettbewerber durch und kämpft am Samstag um den Finaleinzug. Behaupten muss sich der 21-Jährige gegen fünf Teilnehmer, die in den Farben von Ak Bars Kazan, Sparta Prag, KooKoo, HC Ambri-Piotta und Gastgeber HC Davos antreten. Die Veranstalter haben Preisgelder in Höhe von 10 000 Schweizer Franken ausgelobt. Das Finale wird live im Schweizer Fernsehen SRF übertragen.

Live-Event winkt

Während der reale Spengler-Cup, das älteste internationale Eishockey-Turnier, das traditionell zwischen Weihnachten und Neujahr in der Vaillant Arena stattfindet, in diesem Jahr Pandemie-bedingt ausfällt, hofft Heß auf ein Reiseticket in den Kanton Graubünden. Trotz Corona soll das Finale am 26. Dezember in der Gameturnier-Arena im mondänen Ski- und Luftkurort über die Bühne gehen. Eine Ausnahmegenehmigung soll dann ausgestellt werden.

Die Gruppenphase wird am morgigen Samstag von 12 bis 20 Uhr ausgetragen. Dazu treten die sechs übrig gebliebenen eSport-Spezialisten jeweils zuhause an der heimischen Konsole an. Die Konkurrenten kommen bei diesem Format aus Österreich, der Schweiz und Deutschland. Auf die Beine gestellt wurde das innovative Event vom eStudios Gaming Center aus Zürich.

In der Qualifikationsrunde musste Tim Heß, der unter dem Gamertag "Timasy" antritt, eine brenzlige Situation überstehen. Im Halbfinale führte der Wetterauer gegen seinen Widersacher "PAN" aus der französischsprachigen Schweiz bis 22 Sekunden vor Schluss mit 5:3, kassierte aber per Doppelschlag den Ausgleich in der regulären Spielzeit. Eine Zwei-Minuten-Strafe in der Overtime ließ die Aktien von Heß weiter sinken. Der Nauheimer blieb cool und zog per Shorthander den Kopf noch einmal aus der Schlinge.

Mit Zuversicht

Das Endspiel gegen "Toneee" von den ZSC Lions, die eSport-Trendsetter und stärkste Auswahl aus dem Land der Eidgenossen, endete 2:0 für den Deutschen. Der amtierende eDEL-Meister geht zuversichtlich ins Turnier, weil er sich mit Team Canada die stärkste Mannschaft sichern konnte. "Der eSpengler-Cup dient als Vorreiter, erstmals gibt es im deutschen NHL-Bereich ein offizielles Turnier mit einem Preispool. Die Ausgangslage mit den Kanadiern ist perfekt, auch wenn man nicht mit der A-Nationalmannschaft antritt, sondern mit europäischen Legionären", sagt Heß.

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