In der Osthalle findet sich derzeit eine Auswahl früherer und aktueller 46ers-Akteure zum Basketball-Training zusammen. PV
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In der Osthalle findet sich derzeit eine Auswahl früherer und aktueller 46ers-Akteure zum Basketball-Training zusammen. PV

Basketball

Dieser illustre Kreis trainiert derzeit in der Osthalle

  • vonSebastian Kilsbach
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Rolf Scholz und Lutz Mandler trainieren dieser Tage einen bunten Reigen aus Basketball-Profis, Nachwuchsspielern, und Ex-46ers - nach der Pause für viele ein besonderes Gefühl.

Individualtraining und Athletikaufbau, das ist für Basketballer in den Sommermonaten auch an der Lahn Alltag. Nach der langen Corona-Pause sorgte die Wiederaufnahme des Programms vor einigen Wochen aber für ein besonderes Kribbeln.

"Es ist schön, wenn etablierte Spieler wie Brandon Thomas oder Benni Lischka sich mit Nachwuchsspielern wie Tim Schneider und Sebastian Brach messen", erklärt Scholz, der das Training wie in den Vorjahren zusammen mit Lutz Mandler leitet.

Ein munteres Kommen und Gehen: Auch Lischka und Sears sind dabei

Besonders in diesem Sommer ist es ein munteres Kommen und Gehen aus Spielern, die mitunter den 46ers bereits den Rücken gekehrt hatten. Benjamin Lischka - Bruder des Rackelo-Kapitäns Johannes - geht für die Bonner Bundesligisten auf Korbjagd.

Justin Sears trug das 46ers-Leibchen in der Saison 2016/2017 und stand danach bei den Baskets Oldenburg unter Vertrag. Nach einem Kreuzbandriss im Winter sei der Forward noch nicht "ready for contact", wie es Scholz ausdrückt. Seine Wurfeinheiten machte er aber an alter Wirkstätte.

Ähnlich ergeht es dem Langzeit-Rekonvaleszenten Robin Christen, der aus der Region stammt und seine Karriere als Doppellizenzspieler für die 46ers begann. Mit dabei sind auch alle heutigen Bundesliga-Akteure, die dem Verein erhalten geblieben sind.

"Man kann dadurch viele gezielte Fortschritte machen und an sich arbeiten. Durch die Lockerungen kann man jetzt auch in Gruppen trainieren", freut sich Brandon Thomas im Interview mit den Gießen 46ers. Der Shootingguard war der einzige US-Amerikaner im Team, der nach Ausbruch der Pandemie in Deutschland geblieben ist.

Auch Bjarne Kraushaar ist mit von der Partie, tankt derzeit aber für einige Tage in Umbrien neue Kräfte. "Es kommen viele neue und alte Gesichter. Das Programm ist richtig gut, nachdem wir uns zuvor nur im Individualtraining fithalten konnten", schwärmt der Aufbauspieler.

Über allem schwebt die ungewisse Zukunft in Zeiten der Pandemie. Während hinter den Kulissen an einer Umsetzung der Hygienemaßnahmen gearbeitet wird, einigten sich die Vereine der Basketball-Bundesliga auf einen Spielbeginn im November.

Die Kernaufgabe: Die Spieler in der Wettkampfpause individuell stärker machen

Im Oktober findet ein Pokal-Turnier mit neuem Modus statt. "Für Sportler ist es natürlich, dass ihr Mindset so ist, dass sie auf ein bestimmtes Ziel hinarbeiten. Es wäre für das gesamte Geschäft - sportlich wie wirtschaftlich - gut, wenn es planmäßig losgeht", führt Scholz aus, der die Entwicklungen beobachtet. Noch ruht der Fokus aber auf dem Hier und Jetzt.

"Es ist unsere Kernaufgabe, die Jungs im Sommer individuell stärker zu machen. Dafür ist die Zeit zwischen den zwei Saisons immer Gold wert, gerade mit Blick auf das Athletische", erklärt der Trainer weiter.

Dennoch käme derzeit eine besondere Magie hinzu. "Der Enthusiasmus war besonders groß", erinnert sich Scholz. "Ich will einfach so viel spielen, wie es geht", führt Kraushaar aus. Ab Anfang August steigt der 21-Jährige dann wieder in den bunten Trainingsreigen ein. FOTO: PV

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