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Diehl DM-Fünfter – ASC-Sextett unter drei Stunden

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Mona und Mocki: Mona L. Winter (l.) auf der Marathonmesse mit Deutschlands Topläuferin Sabrina Mockenhaupt.
Mona und Mocki: Mona L. Winter (l.) auf der Marathonmesse mit Deutschlands Topläuferin Sabrina Mockenhaupt. © Red

(mw) Das gab’s noch nie: Gleich sechs Starter des ASC Marathon Friedberg erreichten das Ziel beim Frankfurt-Marathon unter drei Stunden. Für die Läufer um Kapitän Christoph Sulzer machte sich das gezielte und vor allen Dingen gemeinsame Training auf hohem Niveau bezahlt. Schnellster Wetterauer war allerdings ein Friedberger Vereinsnachbar. Marco Diehl von der LG Ovag Friedberg-Fauerbach absolvierte in Frankfurt seinen 156. (!) Marathon, den neunten in diesem Jahr.

Nach 2:42:25 Stunden lief er in die Festhalle ein. Bei besten äußeren Bedingungen und toller Stimmung an der Strecke wurden auch die Hessischen sowie Deutschen Meisterschaften ausgetragen. Diehl landete hier auf Rang zwei (HM) und fünf (DM) in der M45 – eine starke Platzierung für den 46-Jährigen, der erst vor zwei Wochen in München die 42,195 Kilometer absolviert hatte. Die beste Platzierung für den ASC erreichte Christian Smolka, der bei den »Hessischen« auf Rang vier in der M30 lief.

Marco Diehl von der LG Ovag Friedberg-Fauerbach hatte sein Training aufgrund langwieriger Beschwerden und des Hausbaus in Oberursel in diesem Jahr reduziert. »Ich habe kaum noch harte und extrem lange Einheiten gemacht. Mit den 2:42 Stunden kann ich absolut zufrieden sein, zumal ich viel Spaß auf der Strecke hatte«, sagt Diehl. Vereinskollegin Mona L. Winter steigerte sich in ihrem dritten Marathon auf 3:17:57 Stunden. Sie bilanzierte sehr emotional: »Vorher hatte sich doch eine gewisse Angst und Skepsis breitgemacht. Aber Sabrina Mockenhaupt hat mir am Tag vorher Mut gemacht. Als dann der Startschuss erfolgte, war es ein Gänsehautmoment. Nach den ersten Metern waren alle Sorgen vergessen und ich fühlte nur noch pures Glück. Dann verging die Zeit unglaublich schnell. Ich freue mich schon wieder auf nächstes Jahr.«

Kapitän Sulzer motiviert

Beim ASC Marathon Friedberg hatte Kapitän Christoph Sulzer das Team stets motiviert, mit bis zu acht Athleten auch aus befreundeten Vereinen (wie der Friedberger 2:26-Läufer Benedikt Heil) wurden die langen Läufe und Intervalle absolviert. Zum harten Kern gehörten neben Sulzer (2:53:13) Oliver Heil (2:54:30) und Christoph Beume (2:58:21), dazu kamen öfters Holger Steinhardt (2:53:41) und Manuel Tschenscher (2:56:03). Das Quintett blieb ebenso unter drei Stunden wie Gerald Baudek (2:54:58) und der mittlerweile in Freiburg lebende Christian Smolka, der sogar die 2:45 Stunden knackte. Sulzer und Steinhardt (gingen gemeinsam mit Oliver Heil an) liefen dabei die zweite Hälfte schneller als die erste. Sulzer freute sich später über eine starke Teamleistung, haderte aber mit der vollen Laufstrecke: »Das war wie morgens auf der A5. Da haben wir auf den ersten zehn Kilometern Zeit auf den Vierer-Schnitt verloren, die wir nicht mehr aufgeholt haben.«

Auch der Lauftreff Florstadt war mit einer großen Gruppe am Start. Das schnellste Duo war wieder einmal Edgar Lamberz und Dirk Predki, die Florstädter Ultraläufer. Beide sind Mitglieder im Marathon-Club, da sie schon mehr als zehnmal in der Bankenmetropole am Start waren. Mit 3:27:12 (Lamberz) bzw. 3:34:19 Stunden (Predki) konnten sie ihre Trainingsleistungen abrufen. Den vierten Marathon in Frankfurt hat Tobias Hübner als Pacemaker für Timo Schmidt in 3:48:38 Stunden problemlos absolviert. Als Tempomacher für Susanne Becker startete Uwe Preußner und finishte seinen fünften Marathon in Frankfurt mit 3:54:43 Stunden. Becker konnte bis Kilometer 27 das Tempo für die Vier-Stunden-Zielzeit halten, musste dann aber das Tempo verringern (4:10:10). Dieter Petry und Thomas Leyhausen zogen Julia Ohl auf 4:20:06 Stunden.

Erster Mann vom TV Ober-Mörlen war Curt Herr, der nach 3:23:41 Stunden in der Festhalle einlief und auf der zweiten Streckenhälfte seinem hohen Anfangstempo (1:36:36 Stunden) Tribut zollen musste. Es folgte ihm Stephan Hahn in 3:30:03 Stunden. Seinen zehnten Marathon in Frankfurt beendete Winfried Schleicher nach 3:49:27 Stunden (240. M55).

Ein sehr erfolgreiches Marathon-Debüt gab für den Lauftreff Butzbach Felix Guski. Er verlor auf der zweiten Hälfte kaum Zeit und lief konstant nach 3:10:24 Stunden ins Ziel. Damit kam er in der mU20 auf einen hervorragenden zweiten Platz. Schnellster Butzbacher Lauftreffler war Marco Drullmann, der 3:01:54 Stunden benötigte (weitere Ergebnisse vom Lauftreff Butzbach lagen bis Redaktionsschluss nicht vor).

Für den RC Edelweiß Nieder-Wöllstadt ging Rennrad- und Mountainbikefahrer Klaus Schäfer an den Start, der in Frankfurt schon reichlich Erfahrung vorzuweisen hat. In 3:57:43 Stunden kam er auf M65-Rang 39.

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