Frauenfussball

Die Aufstiegsrunde soll es sein

  • VonSascha Kungl
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(kun). Für die heimischen Fußballerinnen fällt an diesem Wochenende der Startschuss für die Saison 2021/22. In der Verbandsliga Süd empfangen die Frauen des SC Dortelweil am heutigen Freitagabend ab 19.30 Uhr den SV Niederursel, während die Spvgg. 08 Bad Nauheim in der Gruppenliga Frankfurt Südost am ersten Spieltag spielfrei ist und erst am kommenden Donnerstag (20 Uhr) beim SV Phönix Düdelsheim in die neue Runde startet.

Verbandsliga: »Wir haben trotz der Saisonunterbrechung versucht, im Rahmen der gültigen Verordnungen zu trainieren, wenn auch über einen sehr langen Zeitraum nur im Paarmodus. Grundsätzlich ging es uns darum, die Spielerinnen fit zu halten und keine lange Pause zuzulassen. Das hat recht gut funktioniert. Alle waren froh, dass zumindest unter gewissen Vorgaben trainiert werden konnte«, blickt Dortelweils Trainer Christian Vaubel auf die vergangenen Monate zurück. »Die Saisonvorbereitung verlief dagegen äußerst durchwachsen. Viele Spielerinnen waren in der Ferienzeit im Urlaub, dadurch hat zwangsläufig die Trainingsbeteiligung gelitten. Viele Testspiele sind ausgefallen, meist aufgrund von Personalmangel beim Gegner. Das zeigt, dass es den meisten Mannschaften ähnlich ging. Leider wissen wir durch die fehlenden Vergleiche mit anderen Teams aktuell nicht wirklich wo wir stehen«, blickt der Dortelweiler Übungsleiter mit großen Fragezeichen auf den Saisonauftakt seiner Elf vor heimischem Publikum gegen den SV Niederursel am heutigen Freitagabend.

Die Verbandsliga Süd ist in diesem Jahr in zwei Sechsergruppen unterteilt. Die Dortelweilerinnen bestreiten in Gruppe 1 gegen den FSV Schierstein, den BSC Schwalbach, die SG Bornheim/Grün-Weiß, die SG Haitz und den SV Niederursel jeweils Hin- und Rückspiel. Die Plätze eins bis drei der Abschlusstabelle qualifizieren sich für die Aufstiegsrunde zur Hessenliga, die Teams von Platz vier bis sechs bestreiten die Abstiegsrunde. Die Punkte aus den Spielen gegen die beiden Teams, die mit in die entsprechende Runde gehen, werden mitgenommen, sodass nur noch jeweils ein Hin- und Rückspiel gegen die drei Teams aus der zweiten Qualifikationsgruppe bestritten werden.

Trotz aller Widrigkeiten während der Vorbereitung haben sich die Dortelweilerinnen die Qualifikation für die Aufstiegsrunde zur Hessenliga als Saisonziel auf die Fahnen geschrieben, die nach Abschluss der Qualifikationsrunde von den sechs besten Teams der Verbandsliga Süd gespielt wird. In der fußballfreien Zeit musste sich Vaubel mit zahlreichen Offerten anderer Vereine seiner Spielerinnen gegenüber auseinandersetzen. »Sagen wir es so, die Konkurrenz hat großes Interesse an einigen unserer Spielerinnen gezeigt«, erklärt Vaubel, der sein Team allen Angeboten zum Trotz komplett zusammenhalten und sogar noch punktuell verstärken konnte. Das Gros der Neuzugänge kommt dabei aus der eigenen U17 der Dortelweilerinnen. »Für diese jungen Spielerinnen heißt es, sich möglichst schnell einzugewöhnen und in die Mannschaft hineinzuwachsen. Grundsätzlich erwarte ich von ihnen natürlich nicht nur eine Verstärkung in der Breite, sondern auch in der Spitze. Ich bin mir sicher, dass es die eine oder andere schaffen wird, bereits in ihrer ersten Saison deutliche Fußspuren zu hinterlassen«, ist Vaubel überzeugt. »Einige Spielerinnen haben in den letzten Wochen und Monaten trotz Corona noch einmal einen großen Sprung nach vorne gemacht. Von diesen Spielerinnen erhoffen wir uns in der Runde natürlich entsprechende Leistungen. Grundsätzlich sind bei unserem jungen Kader Formschwankungen normal. In solchen Fällen sollten die etablierten Spielerinnen vorneweg gehen«, fordert der Dortelweiler Coach, der die SG Egelsbach und die SG Bornheim/Grün-Weiß am Saisonende ganz vorne erwartet. »Wir gehören sicherlich auch zum Favoritenkreis«, lässt Vaubel keine Zweifel an den Ambitionen seiner Elf aufkommen.

Gruppenliga: Eine Etage tiefer, in der Gruppenliga Frankfurt Südost, sind die Frauen der Spvgg. 08 Bad Nauheim beheimatet. Spielertrainerin Carlotta Mayer kann auf den eingespielten Kader der Vorsaison zurückgreifen. Zu- und Abgänge gab es bei den Kurstädterinnen während der Coronapause nicht. »Die Saisonvorbereitung verlief sehr schleppend, da wir viel früher begonnen haben als sonst und nahezu die kompletten Sommerferien in der Vorbereitung waren. Die meisten Spielerinnen waren in dieser Zeit im Urlaub, sodass die Trainingsbeteiligung leider sehr gering war. Außerdem konnten wir nur ein Testspiel bestreiten und wissen daher noch nicht genau wo wir stehen«, erklärt Mayer. »Unser Saisonziel ist der Klassenerhalt.

Durch den neuen Modus ist es schwer zu sagen, wer als Favorit gilt. Ich schätze einige Mannschaften sehr stark ein.« Auch in der Gruppenliga wird in zwei Gruppen um die Plätze für die Auf- und Abstiegsrunde im kommenden März gekämpft. Platz eins und zwei jeder Gruppe spielen um den Aufstieg, die restlichen Teams bestreiten die Abstiegsrunde.

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