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Am Wochenende im Fernduell: Semun Biber (r.) und Türk Gücü Friedberg empfangen den SC Hessen Dreieich, während Barabaros Koyuncu und der SC Waldgirmes den Wetterauer Lokalkonkurrenten FV Bad Vilbel empfangen.

Ein dicker Brocken als Gast

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(ub). Geht’s in der Fußball-Hessenliga um Titelchancen, steuern mit Spitzenreiter FC Eddersheim (35 Punkte) und dem um zwei Zähler zurückliegenden Ex-Regionalligisten TSV Eintracht Stadtallendorf lediglich zwei Mannschaften exakten Kurs. Beide Kandidaten werden wohl auch im Rahmen des 17. Spieltages nichts anbrennen lassen: Stadtallendorf gilt am Samstag gegen den FC Hanau 93 nämlich genauso als haushoher Favorit wie die Eddersheimer Elf am Sonntag vor eigenem Publikum gegen Viktoria Griesheim. Für die Schar der Verfolger, angeführt von der SG Barockstadt Fulda/Lehnerz (empfängt Schlusslicht FSV Fernwald) und dem KSV Hessen Kassel (beim SV Neuhof ), kann das Wochenend-Motto deshalb nur lauten: Selbst keine Fehler machen und mit Siegen den Abstand aufs Führungsduo nicht noch größer werden lassen.

Derweil verfolgen die Wetterauer Hessenligisten Türk Gücü Friedberg (Rang 10/20 Punkte) und FV Bad Vilbel (15./13), deren am letzten Freitag ausgefallener Direktvergleich nunmehr am 27. November (19.30 Uhr) auf dem Bad Vilbeler Niddasportfeld steigen soll, weiter unten andere Ziele: Die Friedberger Truppe beabsichtigt, durch einen möglichst ertragreichen Auftritt zu Hause gegen Hessen Dreieich (7./27) ihre relativ stabile Position im Tabellenmittelfeld zu festigen. Dagegen wären Bad Vilbels Coach Amir Mustafic und seine Spieler im Gastspiel beim SC Waldgirmes (11./20) gut beraten, ihre anhaltende Erfolglosigkeit endlich zu beenden.

Türk Gücü Friedberg - SC Hessen Dreieich (Samstag, 14.30 Uhr):Nach total missratenem Saisonstart startete Dreieich ab der zweiten Vorrundenhälfte unter den Direktiven von Coach Lars Schmidt und Co-Trainer Sven Kunisch durch und blieb in den letzten sechs Pflichtspielen angesichts von fünf Siegen und einem Remis ungeschlagen. Vorläufiger Höhepunkt dieser Entwicklung war der glatte 4:0-Erfolg vor Wochenfrist über Titelanwärter Stadtallendorf. Alles Fakten, die auch Friedbergs Trainer Carsten Weber schwer beeindrucken. "Gegen diese spielstarke Truppe genießen wir am Samstag zwar Heimrecht, sind aber krasser Außenseiter", lautet Webers Sicht der Dinge. Möglichkeiten, dem Ex-Regionalligisten eins auszuwischen, sieht er dennoch: "Vor zwei Wochen, beim 3:1-Sieg gegen Waldgirmes, lief es vor allem in der zweiten Hälfte ausgesprochen rund. Das lässt hoffen." Schade nur, dass den Türk-Gücü-Übungsleiter personelle Sorgen plagen: Moussa Ouattara und Keanu Hagley müssen grippekrank möglicherweise passen, Erdinc Solaks Einsatz ist nach einem Arbeitsunfall mehr als fraglich. Ersatzkeeper Kamber Koc, Abdussamed Gürsoy (Kniebeschwerden) und Ricardo Marra (Knochenhautentzündung) fehlen definitiv.

Türk Gücü Friedberg: Sahin (Robert Cue), Dinler, Dudda, Weigand, Ouattara (?), Tesfaldet, Eren, Usic, Bell Bell, Toskovic, Printemps, Biber, Hagley (?), Miric, Mitrovic, Tahirovic, Savic, Solak (?).

SC Waldgirmes - FV Bad Vilbel (Samstag, 14.30 Uhr):Den letzten Sieg feierte die Mannschaft von Bad Vilbels Trainer Amir Mustafic am 31. August (3:0 in Fernwald). Danach herrschte weitgehend Funkstille und brachte den Brunnenstädtern aus den folgenden zehn sieglosen Partien angesichts von Auswärts-Unentschieden in Steinbach, Fulda/Lehnerz und Ginsheim lediglich drei magere Pünktchen. Inzwischen rangieren die Brunnenstädter auf einem Abstiegsplatz. Krisenstimmung bei den Grün-Weißen? "Nein", entgegnet Mustafic, "denn die Mannschaft hat ganz sicher mehr drauf, als sie in den vergangenen Wochen gezeigt hat. Es bleibt noch genügend Zeit, die Kurve zu kriegen. In Waldgirmes entscheidet der Wille über Sieg oder Niederlage." Otmar Velte, den Trainer der Mittelhessen, tangieren trotz besserer Tabellenlage aktuell gewiss ähnliche Sorgen - vier Niederlagen und ein Remis seit Mitte Oktober sind eben auch kein Nachweis überragender Leistungen. Auf Bad Vilbeler Seite sind Personaländerungen im Vergleich zur 0:3-Niederlage vor zwei Wochen in Stadtallendorf beschlossene Sache. In welchem Umfang, ließ Mustafic allerdings noch offen. Gleichwohl sind Misaki Saso und Hiroto Tochihara in der Abwehr sowie zwecks mehr offensiver Power auch Alexander Bauscher und Aljoscha Atzberger mögliche Kandidaten für die Startelf.

FV Bad Vilbel: Sememy (Klahr), Dogan, Alik, Huwa, Brauburger, Babic, Biehrer, Zampach, Knauer, Farid Affo, Bauscher, Atzberger, Railean, Saso, Tochihara, Maksumic, Grüter, Dananovic, Moubarak Affo.

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