Till Klimpke von der HSG Wetzlar wird beim WM-Kader von Bundestrainer Alfred Gislason nicht berücksichtigt. FOTO: IMAGO
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Till Klimpke von der HSG Wetzlar wird beim WM-Kader von Bundestrainer Alfred Gislason nicht berücksichtigt. FOTO: IMAGO

Dezember-Serie soll halten

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(pie/ra/dpa). Heute Abend um 20.15 Uhr steigt die HSG Wetzlar in der Handball-Bundesliga gegen den SC Magdeburg das letzte Mal in diesem ungewöhnlichen Jahr in den heimischen Ring. Im Dezember sind die Mittelhessen in der eigenen Arena noch ungeschlagen und so hätte man bei den Grün-Weißen sicherlich nichts dagegen, wenn das auch im letzten Heimspiel 2020 gelänge. "Wir haben jetzt Weihnachtszeit, normalerweise wären bei so einem Spiel viereinhalbtausend Zuschauer in der Halle", erklärt Trainer Kai Wandschneider ein wenig wehmütig. "Haben wir nicht, also müssen wir selbst das Feuer entfachen und sehen, dass wir unsere PS auf die Platte bringen, um überhaupt eine Chance gegen Magdeburg zu haben."

Im September 2019 schickten die Wetzlarer den SCM mit einer knappen Niederlage nach Hause. "Letzte Saison ist uns hier ein Sensationssieg gelungen, aber da war die Hütte voll", schaut Wandschneider zurück. Dafür muss die Mannschaft allerdings 60 Minuten eine konstante Leistung auf die Platte bringen, um gegen die konterstarken Magdeburger nicht unterzugehen. In Lemgo, Göppingen und Leipzig beispielsweise hatte die HSG minutenlange Blackouts, die sie auf die Verliererstraße brachte. "Eine Erklärung dafür habe ich nicht, haben die Spieler auch nicht", muss Wandschneider gestehen. "Jetzt müssen wir sehen, dass wir solche Löcher gegen Magdeburg nicht bekommen, das wird von denen eiskalt bestraft."

Auf der Verletztenliste der Gäste stehen nur noch Kreisläufer Magnus Gullerud (Rücken-OP) und Matthias Musche, der seit Mitte November mit einer schweren Knieverletzung für lange Zeit ausfällt. HSG-Trainer Kai Wandschneider hingegen kann am Dienstag personell aus dem Vollen schöpfen.

Weltmeisterschaft ohne Klimpke

Im deutschen WM-Kader für Ägypten verzichtete Bundestrainer Alfred Gislason bei der Nominierung am Montag auf den Wetzlarer Till Klimpke. Im Tor setzt Gislason neben Andreas Wolff auf die Routiniers Johannes Bitter und Silvio Heinevetter. Zu Lasten von HSG-Shootingstar Till Klimpke, der aber dem Reservekader angehört und im Falle eines Ausfalls nachrücken könnte. "Für mich ist das absolut kein Beinbruch, weil ich zuletzt ja auch angeschlagen war und zudem noch jung bin", äußerte sich der HSG-Youngster zur Nicht-Berücksichtigung recht gelassen.

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