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Sascha Siek und der TSV Griedel wollen auch das dritte Heimspiel in Folge gegen den TV Petterweil gewinnen.

Handball-Landesliga

Derbyzeit: TSV Griedel empfängt TV Petterweil

Die letzten zwei Duell in Butzbach hat der TSV Griedel gegen den TV Petterweil gewonnen. Folgt am Samstagabend der dritte Streich?

Bereits am zweiten Spieltag der Handball-Landesliga kommt es zum Wetterau-Derby zwischen dem TSV Griedel und dem TV Petterweil. Anpfiff ist am Samstag um 19.30 Uhr in der Butzbacher August-Storch-Halle. Auch wenn die Tabelle nach nur einem Spieltag keine große Aussagekraft hat, haftet dem Spiel der Hauch eines Spitzenspiels an. Beide Vereine haben ihre Auftaktspiele gewonnen. Führt man sich zusätzlich die saisonübergreifenden Leistungen beider Kontrahenten vor Augen, treffen die derzeitigen Wetterauer-Spitzenteams aufeinander. Zusätzliche Brisanz erhält das Spiel aus der Tatsache, dass die Handballer aus dem Karbener Stadtteil in der Vorsaison drei Spieltage vor dem Rundenende mit einer 31:37-Niederlage in Butzbach, die bis dahin große Chance auf die Meisterschaft nahezu verspielt hatten. Die TG Friedberg will am heutigen Abend gegen Aufsteiger TGS Langenhain das 13:33-Debakel am vergangenen Wochenende bei der TG Kastel ausbügeln.

TSV Griedel - TV Petterweil (Sa, 19:30 Uhr / Sporthalle Butzbach):Auch wenn man sich in Petterweil vor Rundenbeginn im Understatement geübt hat, ist die Mannschaft von Trainer Martin Peschke erneut einer der Anwärter auf die Spitzenplätze. Das Petterweiler Urgestein hat im letzten Jahre eine Spitzenmannschaft geformt, die neben mannschaftlicher Geschlossenheit zusätzlich über herausragende Spielerpersönlichkeiten verfügt. Mit Iteb Bouali steht ein 90-facher tunesischer Nationalspieler im Tor, der sein Gehäuse an guten Tagen nicht nur vernagelt, sondern auch nahezu perfekte Tempogegenstoß-Pässe spielt. Mit Neuzugang Niklas Wagner (MSG Florstadt/Gettenau) hat er dafür seit Saisonbeginn einen neuen Abnehmer. Prunkstück der Mannschaft ist der wurfgewaltige Rückraum. Neben Linkshänder Florian Wassberg stehen mit Lennart Kusan und vor allem aber mit Jonas Koffler Spieler, die durchaus in der Lage sind einem Spiel mit ihren Toren den Stempel aufzudrücken. Mit Pierre Lange verfügt der TV zudem über einen Spielmacher gehobenen Niveaus. Da sich mit Niklas Wagner, Felix Koffler, Lennart Trouvain und Cedrik Witzel auch auf den Außenpositionen und mit Roman Hitzel am Kreis durchsetzungsstarke Akteure befinden, wird auf die Griedeler Abwehr Schwerstarbeit zukommen. "In Griedel haben wir die letzten beiden Spiele deutlich verloren. Jetzt ist es an der Zeit, dass wir unsere Bilanz aufbessern", sagt TVP Trainer Martin Peschke. "Sie spielen einen galligen Handball und befinden sich nach dem Auftaktsieg sicherlich in einem Hochgefühl. Es wird für uns keine leichte Aufgabe", sagt Peschke.

Aufgrund der letzten Auseinandersetzungen ist man vor dem Griedeler Rückraum um Nils Siek, Marvin Grieb und Lukas Kipp gewarnt. Auch der Rückzug wird eine entscheidende Rolle spielen, denn die Griedeler Außenspieler sind treffsicher und stark im Gegenstoß. Außerdem wird es ein Wiedersehen mit Keeper Marco Pajung geben, der in der Saison 2017/2018 kurz das Gelb-Schwarze Trikot trug. "Griedel ist durch seine kontinuierliche Arbeit mit Eigengewächsen ein eingespieltes Team. Ich erwarte eine Partie auf Augenhöhe", sagt Peschke. Beim TVP ist Thorsten Koch privat verhindert, dafür wird Felix Koffler wieder in den Kader zurückkehren.

Nach dem überraschenden Auftaktsieg in Linden wird auch der gastgebenden TSV Griedel mit mächtig Rückenwind ins Spiel gehen und rechnet sich durchaus Chancen aus, dem Favoriten erneut ein Bein zu stellen. Da das Petterweiler Spiel stark vom Rückraum dominiert ist, wird auf den TSV-Mittelblock Schwerstarbeit zukommen. Wenn es den Gastgebern gelingt, die einstudierten Abläufe sauber zu spielen und von den herausgespielten Chancen nicht zu viele liegen zu lassen, erscheint der dritte TSV-Sieg in Folge möglich. Aus dem Kader der Vorwoche wird Sebastian Dietz fehlen. Für ihn rückt Oscar Krzeczek in die Mannschaft.

Wenn beide Kontrahenten an die Leistungen der letzten Begegnung anknüpfen, von der sogar neutrale Beobachter begeistert waren, steht den Wetterauer Handballfreunden erneut ein Spiel ins Haus, bei dem sich das Zuschauen lohnt.

TG Friedberg - TGS Langenhain (Samstag, 19 Uhr):Die TG Friedberg hat einiges zu korrigieren, nachdem sie am vergangenen Spieltag in Kastel eine 13:33-Niederlage kassierte. Zum ersten Heimspiel kommt mit dem Aufsteiger TSG Langenhain ausgerechnet ein Gegner in die Halle am Seebach, gegen den ein Sieg Pflicht ist. Der Fokus sollte aber nicht zu sehr auf dem eigenen Team und dem vergangenen Spiel liegen, da Langenhain als Aufsteiger sicherlich hochmotiviert sein wird und nicht zu unterschätzen ist.

Der Friedberger Trainer Tomasz Jezewski setzte auf intensives Videostudium, um sich dieser neuen Aufgabe zu stellen. Vor allem, weil der Aufsteiger aus dem Bezirk Frankfurt/Wiesbaden der TG unbekannt ist und Besonderheiten des Teams erst noch erkannt werden müssen.

Die Hoffnung auf einen gelungenen zweiten Saisonstart der Kreisstädter ist groß; als Gastgeber will man mit der Unterstützung des heimischen Publikums den vergangenen Sonntag hinter sich lassen und den Blick nach vorne richten. Ob dieser Plan aufgehen wird am heutigen Abend in der Halle am Seebach zeigen.

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