Vor gut gefüllten Rängen erwartet Landesliga-Spitzenreiter TV Petterweil um Top-Torschütze Jonas Koffler (2. v. r.) - hier gegen David Simon Kröck von den TSF Heuchelheim - am Samstag den formstarken TSV Griedel, der zuletzt vier Siege in Serie eingefahren hat, zum Derby. FOTO: NICI MERZ
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Vor gut gefüllten Rängen erwartet Landesliga-Spitzenreiter TV Petterweil um Top-Torschütze Jonas Koffler (2. v. r.) - hier gegen David Simon Kröck von den TSF Heuchelheim - am Samstag den formstarken TSV Griedel, der zuletzt vier Siege in Serie eingefahren hat, zum Derby. FOTO: NICI MERZ

Derby-Zeit in Petterweil

(ole/tfl/kun). Während es für die TG Friedberg in der Handball-Landesliga Mitte am Sonntag bei der TGS Langenhain ums nackte Überleben geht, treffen beim Wetterau-Derby zwischen dem TV Petterweil und dem TSV Griedel die beiden Teams der Stunde aufeinander - der Tabellenführer empfängt das Team aus dem Butzbacher Stadtteil, das zuletzt eine beeindruckende Siegesserie hingelegt hat.

TGS Langenhain - TG Friedberg (Sonntag, 16 Uhr / Wilhelm-Busch-Sporthalle):Am Sonntagnachmittag geht’s für die Mannen aus Friedberg nach Langenhain. Die hier ansässige TGS ist in Schlagweite des Tabellenletzten aus der Wetterau Kreisstadt. Auf Platz zwölf beheimatet mit 8:20 Punkten ist die TGS Langenhain in unmittelbarer Nachbarschaft und somit auch mitten drin im Abstiegskampf. Die Folge: Das Auswärtsspiel könnte zum Vier-Punkte-Match avancieren. Zusätzliche Motivation bietet die Tatsache, dass die Friedbeger sich mit einem Sieg um einen Platz verbessern könnten - vorausgesetzt die HSG Lollar/Ruttershausen verliert ihr Heimspiel gegen den stärksten Aufsteiger der Landesliga, die HSG Lumdatal. Auch Langenhain stieg erst vergangenes Jahr in die Landesliga Mitte auf und konnte bisher vier Siege einfahren, unter anderem im Hinspiel gegen die TGF. Damals hatten die Friedberger das Kunststück fertiggebracht, innerhalb von elf Minuten einen Neun-Tore-Rückstand aufzuholen, es in der Folge jedoch verpasst, den Sack zuzumachen. Das soll sich dieses Mal ändern, meint der eine Teil des neuen TG-Trainerduos, Steffen Rosenschon: "Wir müssen und wollen gewinnen! Aber wir schauen auf uns, nicht auf den Gegner." Das Trainergespann aus Jörn Mangels und ihm sollte dennoch einen Spieler der TGS nicht völlig außer Acht lassen: Mit Frederic Bocklet haben die Langenhainer einen brandgefährlichen Spieler auf ihrer Seite. Mit 85 geworfenen Toren steht er in der Torjägerliste weit über dem besten Friedberger, Lasse Merten, der bislang 56 Treffer erzielt hat.

Duell der Torjäger

TV Petterweil - TSV Griedel (Sonntag, 18 Uhr / Sporthalle Petterweil):Derbyzeit in Petterweil: Der TVP empfängt den TSV Griedel, der sich mit einer 8:0-Serie zuletzt endgültig aus dem Tabellenkeller befreit hat. Der deutliche Heimsieg am Freitagabend der Vorwoche gegen die HSG Linden hat zudem die Liga aufhorchen lassen. "Mit dem TSV Griedel hatten wir immer unsere Probleme. Sie spielen einen schnellen und zweikampfbetonten Handball. Wir werden in unserer Abwehr in der Seitwärtsbewegung viele Lücken schließen müssen, um die Durchbruchräume so klein wie möglich zu halten. Ich erwarte ein kampfbetontes Spiel mit offenem Ausgang", erklärt TVP-Coach Martin Peschke. "Ich sehe uns nicht als klaren Favoriten, was die letzten Spiele gegen den TSV auch eindrucksvoll bewiesen haben." Diese Partie steht auch im Zeichen der beiden besten Torschützen der Landesliga Mitte. Jonas Koffler führt mit 134 Toren die Torschützenliste vor dem Griedeler Sascha Siek (117 Tore) an. Der Außen verfügt ebenso wie sein Bruder Nils über die Fähigkeit, Spiele im Alleingang zu entscheiden. Zudem sind die Karbener geschwächt: Nach Björn Ehmer und Benedikt Pfeiffer werden Marcus Neuhalfen (Syndesmoseband) sowie Johannes Pfeiffer (Jochbeinfraktur) für mindestens vier Wochen ausfallen. Felix Koffler rückt nach seinem Urlaub dafür wieder in den Kader - genauso Niklas Kehrein, der sich bereit erklärt hat, beim Tabellenführer in der Rückrunde auszuhelfen.

"Petterweil ist als unangefochtener Tabellenführer klar in der Favoritenrolle, zumal sie vor heimischem Publikum nach wie vor eine blütenweiße Weste haben. Vor allem der Rückraum ist herausragend besetzt", warnt Griedels Teammanager Jürgen Weiß vor den "Gelb-Schwarzen". Die Gastgeber verfügen über den stärksten Angriff in der Landesliga und erzielten in ihren bisherigen Heimspielen im Schnitt 34 Tore. "Da wird viel Arbeit auf unsere Abwehr zukommen", ist Weiß überzeugt. "Trotz der drei Siege vor Weihnachten und des starken Rückrundenauftakts gegen Linden fahren wir als klarer Außenseiter nach Petterweil. Die erfolgreichen Resultate in den vergangenen Wochen sollten uns aber die nötige Sicherheit für die Auswärtsaufgabe geben."

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