Die Mörler Angreiferin Elena Kloppenburg (Mitte, am Ball) hat sich in der Wettertaler Abwehr um Katharina Exner (l.) festgelaufen und versucht, den Ball nach hinten auf Katharina Dietz abzulegen. FOTO: GROSS
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Die Mörler Angreiferin Elena Kloppenburg (Mitte, am Ball) hat sich in der Wettertaler Abwehr um Katharina Exner (l.) festgelaufen und versucht, den Ball nach hinten auf Katharina Dietz abzulegen. FOTO: GROSS

Derby wird zur klaren Sache

  • vonMarieke Naß
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(mna). In der Handball-Bezirksoberliga der Frauen hat die HSG Wettertal am vergangenen Wochenende das Derby gegen die HSG Mörlen deutlich mit 34:24 gewonnen. Die Wettertalerinnen festigten damit Rang fünf, während die Mörlerinnen weiter Abstiegssorgen haben. Unterdessen gewann auch die FSG Gettenau/Florstadt als Sechste ihr Heimspiel gegen die HSG Herborn/Seelbach deutlich mit 33:24, während Aufsteiger HSG Kirch-/Pohl-Göns/Butzbach bei der HSG Marburg/Cappel mit 19:22 unterlag.

HSG Wettertal - HSG Mörlen 34:24 (20:12):Bis zum 4:4 in der siebten Minute hielten die Gäste noch mit, ehe sich die Heimsieben langsam absetzte und in der 14. Minute schon mit 13:5 in Front lag. Bis zur Pause gelang es den Mörlenerinnen nicht, ihre Fehlerquote zu reduzieren, sodass beim 20:12 die Seiten getauscht wurden. Nach dem Wechsel blieb die Mannschaft von Trainer Holger Weisel die klar dominierende Mannschaft und erzielte deshalb folgerichtig in der 39. Minute ihre erste Zehn-Tore-Führung (25:15, Glaum). Bis zum Abpfiff konnten die Schützlinge von Gästecoach Michael Chadim den Rückstand nicht mehr verkürzen und unterlagen am Ende deutlich mit 24:34. "Eine hohe Anzahl technischer Fehler sowie Unkonzentriertheiten im Abschluss haben uns nie wirklich in die Partie kommen lassen. Wettertal hingegen hat von Anfang an mit viel Wille eine hohe Führung herausgespielt und hatte mit Sophie Kerschner zudem eine starke und treffsichere Spielerin in ihren Reihen", resümierte Chadim, während sein Gegenüber Holger Weisel sagte: "Das war ein starkes Spiel von meiner Mannschaft, das wir auch in der Höhe verdient gewonnen haben."

HSG Wettertal: Haub, Marsteller; Weil, Müll, Rettig (1), Glaum (3), Kielich (1), E. Kerschner (6), Wolfner (4), Exner (2), Bäker, Wolf (5), Reif, S. Kerschner (12/7).

HSG Mörlen: Bruch, Hahn, Kieninger; Bormann (3), Bühler (1), Strube (2), Wagner (2), Khalil, Vetter (6/2), Kloppenburg (3), Lass, Dietz (5), Güzelkücük (2).

Müller und Borst bärenstark

FSG Gettenau/Florstadt - HSG Herborn/Seelbach 33:24 (19:9):Die FSG erwischte einen guten Start und lag nach zehn Minuten bereits mit 8:3 in Führung. Auch im weiteren Verlauf der ersten Hälfte hielt die Heimsieben das Tempo so hoch, dass die überforderten Gäste nicht folgen konnten. So war die Partie beim Stand von 19:9 zur Pause fast schon entschieden. Nach dem Seitenwechsel bot sich das gleiche Bild: Vor allem Laura Müller, Elisa Freiter und Jacqueline Borst trafen auf FSG-Seiten nach Belieben. Eine Viertelstunde vor Schluss lag die Mannschaft von Marco Boller bereits mit 28:16 in Führung und nahm im Anschluss etwas heraus, sodass die Gäste noch ein wenig Ergebniskosmetik betreiben konnten. "Dank einer überragenden ersten Hälfte mit guter Abwehr und starker Torfrau haben wir verdient gewonnen. Die zweite Halbzeit plätscherte dann vor sich hin und alle Spielerinnen konnten genügend Spielanteile erhalten. Aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung ragten Laura Müller und Jacqueline Borst heraus", lobte FSG-Trainer Marco Boller.

FSG Gettenau/Florstadt: Kappes; Bienek, Doll, Schmeißer (5), Müller (10/1), Peristeris, Utzig, Freiter (7), Glaub, Stiefel (2), Borst (9).

HSG Marburg/Cappel - HSG Kirch-/Pohl-Göns/ Butzbach 22:19 (12:9):Die neu formierte Gäste-Auswahl geriet schnell mit 0:4 ins Hintertreffen (7.) und rannte diesem Rückstand die gesamte erste Hälfte hinterher. Zwischenzeitlich wuchs der Rückstand sogar an (4:11, 25.), konnte bis zur Pause aber wieder verkürzt werden. Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie dann wesentlich torärmer. Die Mannschaft von Trainer Rainer Pfaff spielte nun besser mit und hatte eine Viertelstunde vor Schluss noch alle Chancen auf einen Punktgewinn (13:16, Klarner), doch die favorisierten Marburgerinnen zogen das Tempo noch einmal an und setzten sich durch einen 3:0-Lauf entscheidend ab. Die Gäste gaben zwar nicht auf und kämpften sich wieder heran, sodass der Rückstand drei Minuten vor Schluss nur noch zwei Tore betrug (18:20, 57.), doch zu mehr sollte es nicht reichen. "Da wir mit einer personell arg geschwächten Mannschaft angetreten sind, können wir mit dem Ergebnis durchaus zufrieden sein. Mehr war nicht drin", sagte Gästetrainer Rainer Pfaff.

HSG K/P/G Butzbach: Blum, Kammel; Schepp, Spata, Klarner (5/3), Ketter (10/5), Bastian, König (3), Rühl (1), Salzer, L. Geretschläger, Saxon, Weiskopf, C. Geretschläger.

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