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In der ersten Runde des Kreispokals setzte sich die SG Melbach um Lalari Ramin (r.) am letzten Juli-Wochenende mit 6:5 nach Elfmeterschießen gegen die Wölfersheimer um Chafik Farkli (am Ball) durch. (Archivfoto: Nici Merz)

Derby überstrahlt alles

(lab). Eigentlich ist es das Spiel, auf das alle gewartet haben. Dabei ist es ist nicht einmal ein Topspiel, der Vierte gegen den 13., es geht also nicht um Auf- oder Abstieg, aber es ist ein Derby: Es ist das Duell zwischen der TSG Wölfersheim und der SG Melbach in der Fußball-Kreisliga B Friedberg, Gruppe 1.

Das Spiel, auf das sich alle freuen, vor dem alle heiß sind und vor dem jeder weiß: Hier herrscht noch Rivalität. Nach der Pfosten-Posse vor zwei Jahren, Spielerwechseln im vergangenen Sommer und einem furiosen Pokalderby ist die Stimmung aufgeheizt, der Sieg bedeutet Prestige, weiß auch Melbach-Coach Andreas Offermanns: "Es ist ein Pflichtsieg, den wir holen müssen. Die Partie hat einen besonderen Status." Auch in Wölfersheim ist man sich dem bewusst, beide Klubs kämpfen aktuell allerdings mit Problemen darunter Verletzte - in Melbach besonders Keeper Michael Höll und Markus Offermanns, bei der TSG nahezu der ganze Sturm - und Niederlagen: Drei zuletzt an der Zahl bei der SG, drei wichtige, die dazu führen, dass man laut Offermanns "jetzt unter Zugzwang ist". Denn Melbach will oben dran bleiben, Wölfersheim unten raus. Aber: "Meiner Meinung nach steht die TSG zu Unrecht da unten. Der Platz trügt", weiß Offermanns. Konzentration ist also angesagt, das Derby bringt gefühlt sechs Punkte. Und wen man wie beide etwas in der Klemme steckt braucht man die.

Butzbach mit fünftem Streich?

Genug Drama, zurück zur Tabellenspitze. Diese kann der SV Steinfurth II (Sonntag, 13 Uhr) weiter entspannt genießen, wenn gegen Espa drei Punkte rausspringen. Der SV Ober-Mörlen will erster Verfolger bleiben und dafür am Sonntag die FSG Wisselsheim (15 Uhr) schlagen, der Türkische SV Bad Nauheim II plant das gleichermaßen gegen den KSV Bingenheim (Sonntag, 13 Uhr). Mit dem VfR Butzbach hat zudem quasi ein "Neuling" die Bühne des ersten Drittels betreten. Mit vier Siegen am Stück im Nu von null auf hundert. Und gegen den Traiser FC II könnte Nummer fünf dazukommen.

So realistisch ist selbst Dirk Wirth von den Gästen. Er sagt: "Die Aufgabe ist eigentlich unmachbar. Immerhin spielt unsere erste schon am Freitag, da kommen ein paar Spieler zurück." Worauf Wirth anspielt: Das Traiser Lazarett lichtet sich etwas, von den aktuell sieben Fehlenden stößt immerhin Robert Metz wieder dazu. Der VfR scheint für den Vorletzten dennoch zu stark mit seinen schnellen Außen in einer Offensive, die in Gang gekommen ist. Zudem geht bei den Traisern auf der Torwartposition nach wie vor ein Feldspieler zu Werke, da mit Andreas Kettenberger und Felix Wirth die etatmäßigen Keeper beide verletzt sind. Ergebnis in Grenzen halten, würdig auftreten - das scheint die Reserve am Sonntag eher anzupeilen. Immerhin: Von den üblichen Klatschen blieb man bisher verschont.

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