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Der dreifache Torschütze Tim May scheitert hier an Jan Winarski im Tor der Kassel Wizards. und unterliegt mitden Rhein-Main Patriots den Nordhessen mit 5:10.

Skaterhockey

Derby-Niederlage für Rhein-Main Patriots

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Vierte Niederlage im fünften Spiel: Die Rhein-Main Patriots unterliegen im Hessen-Derby der 2. Skaterhockey-Bundesliga den Kassel Wizards mit 5:10.

Die Rhein-Main Patriots sitzen im Tabellenkeller der 2. Skaterhockey-Bundesliga fest. Im fünften Saisonspiel kassierte der playoff-ambitionierte Klub aus Assenheim bereits die vierte Niederlage. Mit 5:10 (1:5, 2:3, 2:2) unterlag die Mannschaft von Stefan Napravnik im Hessenderby den Kassel Wizards. Einzig das abgeschlagene Schlusslicht Deggendorf war bislang bezwungen worden. "Heute haben nicht die Spielanteile entschieden, sondern die Effektivität", zeigte sich Patric Pfannmüller, der Sportliche Leiter, am Samstagabend enttäuscht vom Resultat. "Wir waren vorne zu verspielt und sind nicht zum Abschluss gekommen. Kassel hat das mit seiner Erfahrung ausgenutzt. Wir haben in unserem kleinen Kader einfach zu wenige Spieler, die Qualität und Erfahrung vereinen." Marcel Patejdl, Jan Barta und Tobias Etzel, die diese Komponenten verbinden, waren nicht dabei.

Vor rund 120 Zuschauern war die Entscheidung schon nach 20 Minuten gefallen. Trotz der Saisondebüts von Eishockey-Profi Tim May, der drei der fünf Treffer erzielte, und von Sven Schlicht, der erst am Morgen aus den Vereinigten Staaten zurückgekehrt war und übermüdet und ohne eine einzige Trainingseinheit aufgelaufen ist.

Assenheim war zu Beginn der Partie wieder und wieder in Konter gelaufen, und hätte nicht Marcel Kempf im Tor der Patriots einen Sahnetag erwischt, es hätte zur ersten Pause schon deutlich höher stehen können. Der Schlussmann wurde von seinen Vorderleuten oftmals alleine gelassen, und die Nordhessen, ohne DEL2-Profi Michi Christ und Ex-Assenheimer Christoph Bierschenk angereist, spielten bei diesen Breaks all ihre Routine aus. Auf der Gegenseite wirkten die Patriots vor dem Tor zu verspielt, konnten die steten Abpraller, die Schlussmann Jan Winerski gewährte, nicht nutzen.

Im zweiten Abschnitt verhinderten gleich vier Hinausstellungen, die prompt zwei Gegentore nach sich zogen, eine mögliche Aufholjagd der Gastgeber. Beim Stand von 3:8 wurden letztmals die Seiten gewechselt. Die Patriots mussten umstellen. Andre Lorei konnte aufgrund einer Knieverletzung nicht mehr mitwirken. Kassel tat nun nicht mehr als nötig, die Hausherren wiederum profitierten von zwei Torwartfehlern, haderten aber gleich zweimal mit Schiedsrichterentscheidungen. Unmittelbar vor einem Gegentor stand ein Unparteiischer einem Klärungsversuch der Patriots im Weg, wenig später wurde ein vermeintliches Tor der Wetterauer nicht anerkannt. "Dann heißt’s zwischenzeitlich 6:8 - und wir haben noch eine Chance", meint Pfannmüller. Stattdessen gab’s eine Disziplinarstrafe wegen Meckerns für Marco Forster, und der Abend endete in einer verdienten Niederlage.

Rhein-Main Patriots: Kempf - Blum, Forster (1), Berk (1), May (3), Schlicht, Langer, Pfannmüller, Lorei, Schäfer, Jannis Lachmann, Herling, Niklas Lachmann.

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