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Nur 20 Derby-Minuten auf Augenhöhe

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Ob früher in der Hessenliga, oder aktuell auf der Bühne der Verbandsliga Süd: Duelle zwischen den Fußballern aus Klein-Karben und Bad Vilbel standen und stehen auf Grund der lokalen Rivalität immer noch unter ganz besonderen Vorzeichen. Am Montagabend war’s mal wieder so weit.

Man gedachte, auf dem Günter-Reutzel-Sportfeld auszuloten, welche Mannschaft wohl besser drauf sei. Diesmal gab’s unter den Kennern der Szene keinen Zweifel: Weil der KSV Klein-Karben wegen akuter Sparmaßnahmen eine quasi völlig neue Mannschaft aus dem Hut zaubern musste, der FV Bad Vilbel jedoch über eine aus der vergangenen Saison bestens eingespielte Truppe verfügte, galten die Brunnenstädter als klarer Favorit. Nach 90 Minuten war klar: Die Experten lagen richtig, denn die Mannschaft von Bad Vilbels Spielertrainer Amir Mustafic verbuchte einen sicheren 3:0 (1:0)-Sieg und hat sich durch nunmehr sieben von neun möglichen Zählern aus den ersten drei Pflichtspielen zunächst mal in der Verbandsliga-Spitzengruppe etabliert.

Aus Klein-Karbener Sicht betrüblich: Den Gästen leistungsmäßig auf Augenhöhe zu begegnen, gelang lediglich in den ersten 20 Minuten der zweiten Hälfte. Viel zu wenig, um möglicherweise ein Remis zu holen. Klare Gelegenheiten hatten auf Seiten der Platzherren, die im dritten Spiel die dritte Niederlage schlucken mussten, Seltenheitswert und durften beim Stande von 0:1 in der 65. Minute (Gramowski-Distanzschuss, den FV-Torwart Robert Cue parierte) sowie kurz vor dem Abpfiff, als die Entscheidung längst gefallen war, angesichts eines Kopfballs von Muharrem Katilmis (knapp daneben) registriert werden.

Ansonsten bestimmte Bad Vilbel vor rund 300 Zuschauern ziemlich eindeutig Tempo und Rhythmus. »Klein-Karben hat kämpferisch alles gegeben, aber unser Sieg war auch in dieser Höhe verdient«, resümierte ein zufriedener Amir Mustafic.

Schon nach den ersten 45 Minuten hätten die Grün-Weißen, die überraschend ohne ihre Spielmacher Alexander Bauscher und Thorben Knauer begannen, deutlich führen können, doch es blieb trotz bester Gelegenheiten, unter anderem ein Lattenkopfball von Sefa Celik (11.), bei lediglich einem Treffer: Patrick Albert besorgte nach einem schnell ausgeführten Freistoß in der 31. Minute per Flachschuss ins lange Eck das 0:1. Für die FV-Goals Nummer zwei (73.) und drei (84.) zeichnete Neuzugang Adis Pita verantwortlich: Als Assistenten der überlegt herausgespielten Tore des langen Centers, der den ersten seiner beiden Treffer 30 Sekunden nach seiner Einwechselung erzielte, fungierten der ab der 58. Minute für Raphael Wenzel doch noch gekommene Thorben Knauer (Steilvorlage) und Dominik Budic (überlegter Querpass) sowie später dann Patrick Albert. Dazwischen (82.) lag ein von Nuh Uslu verschossener Elfmeter, den Oliver Howard an Knauer verursacht hatte. Alles in allem: Der FV Bad Vilbel bewies gewachsene Stärke, während für Klein-Karben der Abstiegskampf schon jetzt begonnen hat.

KSV Klein-Karben: Schmidt – Fink, Kunisch, Howard, Efil – Kaya, Nowak – Katilmis, Gramowski (76. Bulut), Bayin – Bitiq.

FV Bad Vilbel: Robert Cue – Bernhardt, Sebastian Weigand, Steven Cue, Geh – Mustafic – Celik (70. Pita), Budic, Wenzel (58. Knauer), Albert – Nuh Uslu.

Tore: 0:1 (31.) Albert, 0:2 (73.) Pita, 0:3 (84.) Pita. - Schiedsrichter: Moritz Kühlmeyer (Mainz). – Zuschauer : 300. Uwe Born

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