imago1000331893h_270221_4c_1
+
Torjäger Arif Güclü wird heute mit seinem FSV Frankfurt in Gießen vorstellig.

Derby in Gießen

  • vonRedaktion
    schließen

(sno/fri). Bevor sich acht Spieler des FSV Frankfurt mit Corona infizierten, waren die Bornheimer das Team der Stunde in der Fußball-Regionalliga Südwest. Am heutigen Samstag (14 Uhr) kehren die Frankfurter im Hessen-Derby beim FC Gießen zurück in den Wettkampfmodus. Die Frankfurter sind derzeit also so etwas wie die große Unbekannte in der Liga. Der FSV spielt eine herausragende Saison, kommt aber mit der Hypothek einer längeren Zwangspause nach Mittelhessen.

»Heftig«, dachte sich auch Gießens Trainer Daniyel Cimen, als er erstmals vom Corona-Ausbruch beim FSV Frankfurt hörte. Von den acht infizierten Spielern wiesen mehrere deutliche Symptome auf, wie FSV-Trainer Thomas Brendel erklärte. Dieser steht nach einwöchiger Trainingsvorbereitung vor der Aufgabe, die Gesundheit der Spieler und das Fortführen des Erfolgs in Einklang zu bringen.

Von zehn Auswärtsspielen der Saison gewann der FSV Frankfurt deren neun und könnte, sofern er alle drei Nachholspiele gewinnt, auf Platz eins der Tabelle stehen. »Sie hatten vor der Zwangspause sehr wenig Verletzungspech und haben die 50:50-Spiele oft für sich entschieden«, weiß Cimen.

Das Team, zu dem der Bad Nauheimer Stürmer Jake Hirst von Gießen aus im Sommer 2020 wechselte, hat sechs Akteure im Kader mit jeweils mehr als 100 Regionalliga-Partien und kommt neben Hirst mit zwei weiteren torgefährlichen Angreifern an die Lahn: Arif Güclü traf bereits zehnmal, Muhamed Alawie neunmal.

Öztürk vor Rückkehr

Folglich sagt Gießens Trainer Cimen: »Nach Elversberg wartet nun keine leichtere Aufgabe auf uns. Wir müssen wieder mehr investieren und mutiger spielen.« Die Art und Weise hat dem 36-jährigen Coach bei der 0:2-Niederlage am Mittwoch missfallen. »Ich will eine Mannschaft sehen, die sich zerreißt.«

Als der Trainer aufgrund einer Sperre auf der Tribüne stand statt auf der Bank zu sitzen, riss also die Serie von zuvor sieben ungeschlagenen Partien in Folge. Dank dieser hat sich der heimische Regionalligist zwar von den Abstiegsrängen manövriert, weist aber nur zwei Zähler Vorsprung auf jene auf und kann nun die kuriose Situation von fünf Heimspielen in Folge bis zum 27. März nutzen, um sich Luft zu verschaffen.

Dabei helfen soll auch wieder der erfahrene Stürmer Aykut Öztürk, der vor der Rückkehr steht. Definitiv fehlen werden Landu Mateus (Kreuzbandriss) und Marcel Mansfeld (Schambein), offen ist der Einsatz bei Andrej Markovic (Schambein) und Zeki Erkilinc (Oberschenkel).

Am Bornheimer Hang atmete man gestern Nachmittag noch mal tief durch. »Alle 25 sind negativ«, sagte Coach Brendel. Zwischen 15.30 und 17 Uhr fand der obligatorische Schnelltest statt, 24 Stunden vor jedem Meisterschaftsspiel ist dieser durchzuführen. Damit steht der Rückkehr des FSV auf die Wettkampfbühne also nichts mehr im Wege.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare