Der schnellste Ballsport wird anders

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(bf). Im Tischtennissport könnte es in Zukunft gravierende Änderungen geben, um auf Bundesebene auf einheitliche Spielsysteme zu kommen. Am Samstag kommender Woche tagt der Beirat des Hessischen Tischtennis-Verbandes (HTTV), um über Anträge zu Änderungen der Wettspielordnung zu beraten.

Auf der Tagesordnung steht beispielsweise ein Antrag, der sich mit der Mannschaftsstärke in allen Spielklassen der Männer beschäftigt. So soll ab der Saison 2022/23 in allen Klassen mit Vierer-Mannschaften gespielt werden, wobei die 3. Kreisklasse eine Ausnahme bildet: Hier stehen Dreier- oder Vierer-Mannschaften zur Auswahl.

Auch in sämtlichen Spielklassen der Frauen soll es oberhalb der Bezirksliga nur noch Vierer-Teams geben und unterhalb davon Dreier-Mannschaften zugelassen werden. Keine Veränderungen soll es hingegen im Nachwuchsbereich geben (Jungen 15 und 18: Dreier-Mannschaften; alle Mädchen und Jungen 11: Dreier- oder Zweier-Mannschaften).

Außerdem steht bei der Beiratstagung der Antrag zur Abstimmung, bereits ab der Saison 2021/22 in allen Klassen mit Vierer-Mannschaften nur noch das Bundessystem, und nicht mehr das Werner-Scheffler-System, zu spielen. Dies ist im Nachwuchsbereich bereits der Fall.

Im dritten Änderungsantrag geht es um die Austragung der Spiele. Hier soll ab der Saison 2021/2022 in allen Spielklassen beziehungsweise Gruppen, mit Ausnahme der Herren mit Sollstärke Sechser-Mannschaft, alle zum System gehörenden Spiele ausgetragen werden.

Die Begründung für die drei Anträge: Beim Bundestag im vergangenen Jahr war beschlossen worden, dass ab dem 1. Juli 2021 alle Bundesspielklassen mit Ausnahme der Bundesliga ihre Spiele mit Vierer-Mannschaften und in einem einheitlichen Spielsystem (Bundessystem) austragen. Dies ist dann zugleich der erste Schritt zur Einführung eines einheitlichen Spielsystems in Tischtennis-Deutschland.

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