Der Druck wächst

  • VonPedro Acebes Gonzalez
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(ace). In der Fußball-Hessenliga (Gruppe B) müssen die beiden heimischen Vertreter FV Bad Vilbel und Türk Gücü Friedberg am Wochenende schon wieder auswärts ran. Nach ihren Niederlagen in der Fremde hängen beide Vereine mit vier Punkten nach wie vor in der unteren Zone fest, und der Abstand auf Rang fünf, der zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde im kommenden Frühjahr berechtigt, ist jetzt schon auf sechs Punkte angewachsen.

Während die Vilbeler am Samstag bei Tabellenführer Rot-Weiß Hadamar eine ganz schwierige Aufgabe zu lösen haben, sind die Friedberger am Sonntag beim Tabellensechsten Rot-Weiß Walldorf nicht weniger gefordert.

SV Rot-Weiß Hadamar - FV Bad Vilbel (Samstag, 15 Uhr): In Waldgirmes wäre für das Team von Trainer Amir Mustafic durchaus ein Punktgewinn möglich gewesen, doch es setzte eine 1:3-Niederlage im Lahnauer Ortsteil. Dabei stand es nach etwas mehr als einer Stunde durch das Elfmetertor von Visar Gashi 1:1, aber diverse individuelle Fehler einer jungen Mannschaft führten dazu, dass Waldgirmes-Stürmer Natnael Tega dreimal einnetzen konnte. »Leider ist es aktuell so, dass wir uns selbst schlagen. Das Talent der Spieler ist da, sie machen das auch ordentlich und lassen über weite Strecken kaum etwas zu. Aber durch solche Fehler geraten wir in Rückstand, und das müssen wir schleunigst abstellen«, erklärt Mustafic das Dilemma der Brunnenstädter. »Das ist natürlich ärgerlich, aber es bleibt uns nichts anderes übrig, als den Jungs zu vertrauen. Letztlich liegt es nur an uns, diese amateurhaften Fehler abzustellen«, wiederholt der Coach.

Mustafic ist klar: »Auf lange Sicht können wir uns das nicht erlauben. Noch ist nichts verloren, aber so langsam müssen wir punkten.« Dass dies ausgerechnet bei Spitzenreiter Rot-Weiß Hadamar gelingen wird, dürfte gewagt sein, aber keinesfalls unmöglich. Denn auch die Fürstenstädter scheinen verwundbar zu sein, denn sie mussten am Mittwoch im Limburger Kreisderby beim TuS Dietkirchen ihre erste Saisonniederlage quittieren, und die fiel mit 1:4 auch noch heftig aus. Dennoch wartet auf dem Rasenplatz an der Faulbacher Straße ein Kontrahent mit einer gehobenen Qualität auf die Vilbeler, das weiß auch der Vilbeler Trainer: »Das ist eine stabile und erfahrene Mannschaft, die sich auch noch verstärkt hat. Aber auch dort sehe ich uns nicht chancenlos.«

Personell fehlt weiter der beruflich verhinderte Kapitän Thorben Knauer, dazu fallen weiter Filip Cirpaci und Maximilian Böger verletzt aus. Robin Orband nahm als Ersatztorhüter zuletzt verletzt auf der Bank Platz. Wieder mal zu einem Kurzeinsatz kam indes Alexander Bauscher, der nun doch bereit ist, der Mannschaft zu helfen, wenn Not am Mann ist.

Rot-Weiß Walldorf - Türk Gücü Friedberg (Sonntag, 15 Uhr): Braucht es nur eine Initialzündung, damit Türk Gücü endlich ins Rollen kommt? Nach der deutlichen 0:3-Niederlage beim SC Hessen Dreieich scheinen die Felle in Richtung Aufstiegsrunde schon davonzuschwimmen. Und am Sonntagnachmittag geht es nach Südhessen zu den heimstarken Walldorfern, die bislang in jedem Spiel vor heimischer Kulisse gepunktet haben. »Aktuell ist bei uns einfach der Wurm drin, wir haben uns das auch alles anders vorgestellt«, lässt der Sportliche Leiter Sinan Karanfil durchblicken und schiebt nach: »Wir hoffen, dass schon am Sonntag die Kehrtwende kommt.«

Denn die gegnerische Mannschaft von Trainer Max Martin gehört zu jenen vier Teams, die bereits zehn Punkte eingesammelt haben. Bei einem Sieg hätten die Friedberger sieben Zähler und am kommenden Mittwoch immerhin das Nachholspiel in Waldgirmes in der Hinterhand. »Wir haben unser Ziel nach wie vor vor Augen und wissen, dass die Qualität da ist. Dazu muss aber auch die Offensive mal zünden«, fordert Karanfil von seinen Angreifern. Denn vier Tore in fünf Partien sind eine sehr magere Ausbeute. Karanfil weiß, dass die nächsten beiden Begegnungen von fundamentaler Bedeutung sind, damit der Zug in Richtung Aufstiegsrunde nicht vorzeitig ohne Friedberger Fahrgäste abfährt.

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