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Für Patric Pfannmüller, Trainer und Sportlicher Leiter der Rhein-Main Patriots, und seine Mannschaft beginnt am Wochenende die »Operation Aufstieg« mit einem Doppelspieltag in der 2. Skaterhockey-Bundesliga.

2. Skaterhockey-Bundesliga

Der Aufstieg als großes Ziel für die Assenheimer Rhein-Main Patriots

  • Philipp Keßler
    VonPhilipp Keßler
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Mit einem Doppelspieltag starten die Rhein-Main Patriots parallel in ihre zweite Saison: Statt Inlinehockey-Bundesliga heißt es in der 2. Skaterhockey-Bundesliga - mit einem großen Ziel.

Die Saison im Inlinehockey läuft noch, da starten die Rhein-Main Patriots parallel in die 2. Skaterhockey-Bundesliga - mit einem Doppelspieltag. Am Samstag (18.30 Uhr) gastieren die Badgers Spaichingen in Assenheim, keine 24 Stunden später (Sonntag, 13 Uhr) steht Spiel zwei bei den Beasts Freiburg an.

Trainer und Sportlicher Leiter Patric Pfannmüller gibt Aufstieg als Ziel aus

Für Patric Pfannmüller, Trainer und Sportlicher Leiter der Assenheimer, steht fest: »Wir wollen und müssen die Partien siegreich gestalten, um sicherzugehen, dass wir am Ende Erster in der Gruppe werden.« Denn: Im Vergleich zur Vergangenheit spielt die zweite deutsche Skaterhockey-Liga in drei Gruppen à vier Teams, jeweils mit Hin- und Rückspiel. Die Gruppenersten und der beste Zweitplatzierte spielen dann im Playoff-Halbfinale und Finale (auch jeweils mit Hin- und Rückspiel) den einzigen Bundesliga-Aufsteiger aus. Und der soll am Ende aus der Wetterau kommen. »Fest steht: Wir wollen so schnell wie möglich nach oben. Aber natürlich ist so etwas nie garantiert, dafür muss alles passen«, sagt der 44-jährige Übungsleiter. »Wir können mit diesem Team jeden schlagen, aber es wird kein Selbstläufer, sondern wir müssen jedes Spiel zu 100 Prozent konzentriert und engagiert angehen.«

Für die coronabedingt kurze Saison, die bereits Ende November beendet sein wird, hat Pfannmüller 23 Feldspieler und fünf Torhüter zur Verfügung. Mit Julian Grund, der bei der EG Diez-Limburg in der Oberliga Eishockey spielt, Maximilian Schmidt, der vom inzwischen abgemeldeten In- linehockey-Verein Mainprimaten Frankfurt gewechselt ist, und Torhüter Jannis Wagner, der im Eishockey beim MERC Mannheim groß geworden ist und inzwischen in Pforzheim spielt, hat er zuletzt weitere Verstärkungen erhalten und auch keine namhaften Abgänge zu verzeichnen gehabt. »Der Kader ist breit und gut. Ich bin überzeugt davon, dass wir mit ihm den Aufstieg erreichen können«, sagt Pfannmüller. Ein Vorteil im Vergleich zu früheren Jahren: Ohne echten Eishockey-Profi im Kader sind Ausfälle aufgrund von Vorbereitung oder Spielbetrieb so gut wie ausgeschlossen. »Wir haben den Kader schon entsprechend zusammengestellt«, verrät Pfannmüller, der sich auf diese Weise einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz erhofft.

Starke Gruppe für die Rhein-Main Patriots

Derzeit bittet er seine Mannen zweimal wöchentlich zum Training, zwei weitere Einheiten sind freiwillig. Die Trainingsbeteiligung sei ebenso hoch wie die Motivation. Das wird auch nötig sein, dürfte doch die Südgruppe, in der die Patriots spielen, nach Pfannmüllers Einschätzung neben Spaichingen und Freiburg mit dem IHC Atting mit einer weiteren hochklassigen Mannschaft am stärksten besetzt sein. Mit Ex-Bundesligist Mendener Mambas in der Nordgruppe und den Miners Oberhausen in der Mitte-Gruppe gibt es aus seiner Sicht weitere Favoriten für die Playoff-Teilnahme. »Wir wollen den Aufstieg, stehen auch dazu und deshalb gibt es auch keine Ausreden«, sagt Pfannmüller.

Und da zählt auch die vermeintliche Doppelbelastung in der Inlinehockey-Bundesliga nicht. »Terminlich passt das gut, sodass wir uns jede Woche neu auf die jeweilige Sportart konzentrieren können«, sagt Pfannmüller. Vielmehr biete der doppelte Spielbetrieb die Chance, auch jüngeren und unerfahrenen Akteuren Spielzeit zu verschaffen. »Sie brauchen die Spielzeit und sie kriegen sie auch«, sagt Pfannmüller. »Das ist langfristig wichtig für uns.« Die Konstellation habe »einen positiven Touch«, zumal die Meldung einer zweiten Mannschaft aus organisatorischen Gründen vor dem Hintergrund der Coronavirus-Pandemie keine Option gewesen sei.

250 Zuschauer sind in der Assenheimer Inlinehockey-Halle mindestens erlaubt

Die soll dem lange ersehnten regulären Spielbetrieb, der im vergangenen Jahr durch eine »Masters-Runde« mit Teams aus erster und zweiter Bundesliga ersetzt worden war, nicht wieder einen Strich durch die Rechnung machen. In der Assenheimer Inlinehalle hat man die Erlaubnis für 250 Zuschauer sowie die Möglichkeit auf mehr mit einem entsprechenden Hygienekonzept - etwa bei Playoff-Spielen. Zu den Regeln gehören neben einer Maskenpflicht bis zum Platz eine Registrierung, Abstandsregeln und Handdesinfektion. Pfannmüller, der in sein drittes Jahr als Patriots-Coach geht, sagt: »Wir warten, dass es endlich wieder losgeht, und hoffen, dass dann alles wieder einigermaßen normal läuft.«

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