Jens Michalak im Tor des FC Olympia Fauerbach ist beim 0:6 gegen die Usinger TSG wahrlich nicht zu beneiden. (Archivfoto: Jaux)
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Jens Michalak im Tor des FC Olympia Fauerbach ist beim 0:6 gegen die Usinger TSG wahrlich nicht zu beneiden. (Archivfoto: Jaux)

Gruppenliga Frankfurt-West

Gruppenliga Frankfurt-West: Deprimierende 90 Minuten für den FC Olympia Fauerbach

  • Uwe Born
    vonUwe Born
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Der Fehlstart des FC Olympia Fauerbach in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt-West ist perfekt: 0:6 hieß es am Ende des Sonntagnachmittags gegen die Usinger TSG.

Kommt man auf die Fußballer des FC Olympia Fauerbach zu sprechen, ist der Begriff "Fehlstart" nach dem zweiten Saisonauftritt durchaus angebracht: Sich vor eigenem Publikum gegen die Usinger TSG verbessert zu präsentieren und nach der 2:4-Start-Niederlage vor Wochenfrist beim Titelkandidaten SF Friedrichsdorf erstmals Zählbares zu holen, war in den Reihen des Wetterauer Gruppenligisten zwar das erklärte Wochenend-Ziel, doch der Schuss ging vehement nach hinten los. Das betrübliche Fazit: Für die Fußballer aus dem Friedberger Stadtteil stand gegen eine konzentriert zur Sache gehende Usinger Mannschaft nach 90 deprimierenden Minuten eine 0:6 (0:1)-Pleite zu Buche.

Ob es daran lag, dass mit Spielertrainer Andreas Baufeldt (Leistenbeschwerden) und Mittelfeld-Außen Aniket Kumar zwei eigentlich gesetzte Stammkräfte fehlten, sei dahingestellt - enttäuschend war es für Fauerbachs Spielausschuss-Boss Jürgen Güssgen trotzdem. "Es kann nur besser werden", ließ er wissen. Die Taunusstädter hätten mit recht einfachen Mitteln - lange Bälle aus der Abwehr auf die Außenpositionen - die eigene Defensive ein ums andere Mal erfolgreich ausgehebelt: "Das machte sich speziell in der zweiten Halbzeit mehrfach bemerkbar und führte zu Gegentreffern en masse".

Aus der Sicht der Platzherren fing es durchaus vielversprechend an, zumal Tim Botschek nach acht Minuten die Führung auf dem Fuß hatte, aber der Pfosten im Weg stand. Vier Minuten später schlug es erstmals auf der Gegenseite ein: TSG-Offensivmann Max Miot Paschke hatte aus 18 Metern abgezogen - 0:1. Das war’s auch schon an Höhepunkten bis zur Pause, und seitens der Platzherren gedachte man, das Blatt noch zu wenden. Nicolai Dörnte, Schütze des zweiten Usinger Treffers, zerstörte diese Hoffnung bereits in der 47. Minute. Und dann kam’s für Fauerbach knüppeldick: "Gelb-Rot" gegen Verteidiger David Clement wegen wiederholten Foulspiels (58.), und als Folge dieser Entscheidung ein Freistoß für Usingen, den Fauerbachs Jamel Atkinson zum 0:3-Zwischenstand ins eigene Tor bugsierte. "Die Partie war gelaufen. Für uns ging es eigentlich nur noch um Schadensbegrenzung", meinte Güssgen.

Am Ende wird es richtig bitter

Ein verständlicher Wunsch, der freilich auf wenig Gegenliebe stieß, denn die Mannschaft von TSG-Coach Marius Walz schlug noch drei Mal zu. Zunächst traf Miot Paschke nach Vladislav Fomins Auflage zum 0:4 ins Schwarze (64.), und in der Schlussphase (85./88.) machten der eingewechselte Gzim Berisha per Kopfball und Christian Kaus mit einem Knaller aus 16 Metern unter die Latte das halbe Dutzend voll. Fauerbacher Offensivaktionen hatten in der zweiten Hälfte hingegen Seltenheitswert und beschränkten sich auf Ignat Chekmazovs Versuch, der den Gäste-Kasten nach 49 Minuten um wenige Zentimeter verfehlte.

FC Olympia Fauerbach: Jens Michalak - Thum, Clement, Sarkisjan, Atkinson - Botschek, Günther, Walther, Kurdjan (37. Kell) - Chekmazov, Wischtak (79. Lupica Coniglio).

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Krämer (Werdorf). - Zuschauer: 100. - Tore: 0:1 (12.) Miot Paschke, 0:2 (47.) Dörnte, 0:3 (59.) Eigentor Atkinson, 0:4 (64.) Miot Paschke, 0:5 (85.) Berisha, 0:6 (88.) Kaus.

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